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Comic-Besprechung - Die Flüsse von London 2: Die Nachthexe

Geschichten:
Die Flüsse von London 2: Die Nachthexe (Rivers of London: Night Witch)
Autor: Ben Aaronovitch, Andrew Cartmel, Zeichner: Lee Sullivan, Colorist: Luis Guerrero


Story:
Die Tochter eines mächtigen und reichen russischen Oligarchen wird entführt. Da der Täter ein geheimnisvolles Waldwesen zu sein scheint, will der Oligarch zwar Hilfe von Personen die sich mit dem Übersinnlichen auskennen, hat aber Gründe die Polizei nicht offiziell einzuschalten. Also lässt er Nightingale entführen, damit dessen Untergebener und Magier Peter Grant umso motivierter ist, das Mädchen zu finden.


Meinung:
Auch der zweite Comicband aus der Reihe Die Flüsse von London ist keine Adaption eines der Romane, sondern eine originäre Story, wurde also extra für den Comic geschrieben, und gliedert sich in den Romankosmos ein. Dass diese Ergänzung sich nicht verläuft und einigen schon vorhandenen oder noch geplanten Entwicklungen in den Romanen entgegenläuft, dafür sorgt Romanautor Ben Aaronovitch selber der die Aufsicht behält. Aber das Skript und natürlich die Zeichnungen hat er einigen anderen überlassen. Es hilft bei der Lektüre sich in dem erzählerischen Kosmos etwas auszukennen. So wissen etwa die Romanleser was es mit der gesichtslosen Frau auf sich hat und auch woher die Helden die russische Hexe kennen. Im Comic wird das alles nicht weiter beleuchtet und so wird auch nichts wiederholt was für die treuen Leser dann auch ermüdend wäre. Immerhin gelingt der Spagat das auch neue Leser welche die Romane nicht kennen abgeholt werden. Man braucht nicht zwingend ein Vorwissen, aber Fans bekommen Querverweise geliefert die immer wieder für einen Aha-Effekt sorgen werden.

War der erste Band noch überraschend gut, fällt der zweite nun leider etwas ab. Zum einen da hier die Magie nicht eine so große Rolle spielt. Zum anderen da der Kriminalfall doch sehr flach ist und letztlich wenig interessant ausfällt. Vor allem ist die Grundprämisse der Entführung Nightingales sehr unlogisch. Stellt man das ganze Drumherum mal außen vor, was die Gesamtgeschichte ja besonders reizvoll macht, und nimmt die interessanten Charaktere weg, so bleibt nichts übrig. Alles lenkt gekonnt  von der dünnen Story ab, aber die Substanz ist deutlich weniger geworden. Man hat auf die eigentliche Story wenig Wert gelegt, sondern mehr auf die Ornamentik. Trotz einiger schöner Gags und gelungener Ideen hält sich leider in der Fortsetzung auch der Witz etwas in Grenzen.

Schade, dass schon so früh das hohe Niveau des Vorgängers nicht gehalten werden kann. Von der Lust am Erzählen, dem Charme, dem Witz und der Liebe zu den Charakteren ist hier nichts mehr zu spüren. Im großteiligen Verzicht auf die Magie und der übersinnlichen Qualität des Kriminalfalles beraubt man der Geschichte ihr Alleinstellungsmerkmal. Fans der Romanreihe und des ersten Comics sollten dennoch hineinschauen. Vor allem da die Zeichnungen durchaus gelungen sind mit ihrem realistischem Stil und einigen schönen Einfällen. Etwa wenn sich im Bildschirm die Reaktionen des Zuschauers auf den geschilderten Nachrichtenbericht spiegeln und so zwei Handlungsebenen geschickt kombiniert werden. Der Leser erfährt wie der Protagonist einige Informationen, sieht seine emotionalen Reaktionen die dann wiederum die nächsten Handlungsschritte einleiten. Gerade in so kleinen Szenen sind sehr elegante Lösungen zu finden. Manchmal wirken die Personen allerdings etwas steif aber ansonsten ist der Band, mit Einschränkungen, empfehlenswert.


Fazit:
Leider kann der zweite Band nicht mehr mit dem äußerst gelungenen Auftakt mithalten. Was vor allem an der schwachen Story liegt. Aber dennoch ist er für Fans lohnenswert, die viele Verweise erkennen dürfen. Zudem gibt es einige schöne Ideen.

Die Flüsse von London 2: Die Nachthexe - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Die Flüsse von London 2: Die Nachthexe

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 17

ISBN 10:
3741612251

ISBN 13:
978-3741612251

128 Seiten

Positiv aufgefallen
  • gute zeichnerische Ideen
  • Charaktere
Negativ aufgefallen
  • schwache Story mit Logiklöchern
  • weniger Witz und Charme
  • Magie in Hintergrund geraten
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Rezension vom: 08.03.2019
Kategorie: Alben
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