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Comic-Besprechung - Silver 4: Tag des Zorns

Geschichten:
Silver 4: Tag des Zorns
Autor / Zeichner: Stephan Franck


Story:
Dracula ist außer sich: wie konnte sein enormer Silberschatz nur verschwinden? Wie konnten die Diebe diesen Berg von Schatz abtransportieren? Als er erkennt wie sie vorgegangen sind, lässt er eine Armee von Untoten auf Finnigans Bande los. Doch das ist nicht deren einziges Problem, denn einer der Diebe spielt ein doppeltes Spiel.


Meinung:

Mit dem vierten Band liegt nun das Finale der Serie Silver vor. Wobei der Autor und Zeichner in Personalunion, Stephan Franck, zugibt, in seinem Comicdebüt Blut geleckt zu haben. Zumindest präsentiert er am Ende seiner Erzählung noch ein paar mehr Informationen über die Hintergründe zweier Figuren welches ihm die Möglichkeit gibt, noch weitere Bände in seinem erschaffenen Kosmos zu produzieren.

Aber die eigentliche Storyline ist nun zu Ende geführt worden und es lohnt sich, die ersten drei Ausgaben vorab noch einmal zu lesen. Denn wie es sich für das Heist Genre gehört werden nun alle Winkelzüge des großen Raubzuges und dessen Planung aufgeklärt. Da nun die letzten Puzzlesteine an ihren Platz fallen, lohnt es sich, sich noch einmal das bisherige Bild vor Augen zu führen. Wer sich nicht in der Story auskennt, ist hier nämlich schnell verloren. Man kennt es ja aus dem Genre: ein Mastermind will einen spektakulären Coup landen, es wird die Planung geschildert, dann der Coup selber bei dem natürlich einiges schief gehen muss damit die Spannung erhöht wird und dann spielen sich die Räuber gegeneinander aus und einer versucht den anderen reinzulegen, wobei dann am Ende noch einige Überraschungen in Form von Winkelzügen vorkommen. Und genau das ist hier der Fall. Es wird geschildert wie der Raub vonstattenging und die prompt erfolgende Rache von Dracula. Aber auch hier haben einige Diebe ihre eigene Agenda. Soweit wird das Genre bedient. Interessant sind aber die dramaturgischen Komplikationen die sich daraus ergeben und worauf Franck im Nachwort eingeht.

Dieses ist wie die bisherigen äußerst interessant und behandelt hier die Frage wie in einer linearen Erzählung, die sich durch eine direkte, kontinuierliche Erzählweise auszeichnet, die Rückblenden die für das Genre notwendig sind, gestaltet werden sollen. Sollen sie gezeigt werden? Oder erzählt werden? So ergab sich Franck eine Kernfrage der Comics überhaupt: was wird gezeigt und was wird nur geschildert? Seine Überlegungen und seine Antworten darauf machen das kleine Nachwort, wie auch in den anderen drei Teilen, zu einer kleinen Lehrstunde im graphischen Erzählen. Denn auch wenn Silver das Comicdebüt von Stephan Franck darstellt, so hat er doch schon lange Erfahrungen sammeln können, da er vorrangig im Geschäft mit Animationsfilmen tätig war.

Vom Finale kann man dramaturgisch nicht mehr viel erwarten, abgesehen von einer plausiblen Auflösung, und so überzeugen vor allem die Zeichnungen die hier in teils abstrakter Schwarzweißaufteilung mit flirrenden Formen, welche die Konturen verschwimmen lassen, schon ein um das andere Mal an die unkolorierten Zeichnungen von Mike Mignola in seinem Hellboy erinnern. Teilweise wird es dadurch etwas mühselig zu betrachten und die Splashpages sind ein um das andere Mal zu viel eingesetzt. Zwar erinnert die finale Konfrontation mit Dracula in der Anwendung von vielen ganzseitigen Bildern sehr an einen filmischen Spannungsaufbau, aber gerade zu Beginn wenn der Obervampir gedemütigt ist, geht das eigentlich an dem Ziel vorbei. Dementsprechend fallen die Zeichnungen gegenüber den ersten Bänden etwas ab und auch dramaturgisch sind die letzten Volten in der Erzählung etwas überladen und bieten eine unlogische Übertreibung. Aber das passt in gewisser Hinsicht zu dem Genre, ist aber wohl vor allem dem Umstand geschuldet, dass Franck noch weitere Bände plant. Deswegen musste er noch ein paar Fäden offen lassen, was zwar einer zentralen Aussage widerspricht (wie kann es etwa sein, dass sich der Hellseher mit Finnigan zusammentut wenn er in der Zukunft keine gemeinsame Zusammenarbeit gesehen hatte?), aber die Horrorelemente sind noch einmal glaubwürdig eingegliedert. Gut gemacht.



Fazit:
Auch wenn am Ende einiges unlogisch und überladen ist, so ist das Finale der Serie doch spannend und temporeich. Fans sollten auf jeden Fall zugreifen.

Silver 4: Tag des Zorns - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Silver 4: Tag des Zorns

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Schreiber und Leser

Preis:
€ 16,95

ISBN 10:
3946337767

ISBN 13:
978-3946337768

152 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Zeichnungen
  • interessantes Nachwort
  • gut eingebaute Horrorelemente
  • Spannung und Action
Negativ aufgefallen
  • Finale zu überladen
  • einige unlogische Aspekte
  • einige unnütze Splashpages
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Rezension vom: 16.02.2019
Kategorie: Alben
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