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Comic-Besprechung - Lake of Fire

Geschichten:
Lake of Fire (Lake of Fire 1)
Autor / Colorist: Nathan Fairbairn, Zeichner: Matt Smith


Story:
Im Frankreich des Jahres 1220 wird der Südosten Frankreichs durch einen Krieg heimgesucht. Da sich in dem Landstrich der Glauben der Katharer ausgebreitet hat, rief die katholische Kirche zu einem Kreuzzug auf, um die zu Ketzern erklärte Sekte zu zerschlagen. Sir Theobald und sein Gefährte Hugh sind zwei junge Männer die sich auf diesem Kreuzzug bewähren wollen. Als sie von merkwürdigen Todesfällen hören, machen sie sich mit anderen Rittern und einem Inquisitor auf den Weg in die verschneiten Wälder. Doch dort treffen sie nicht nur auf Ketzer, sondern auf Monster die nicht von der Erde stammen.


Meinung:
Warum eigentlich tut man etwas sofort als Trash ab, wenn Science-Fiction mit der Historie verwoben wird? Zunächst einmal ist es ja nichts anderes als die Vermischung zweier Genres wie es ja auch oft passiert. Etwa Thriller und Horror, Historienfilm und Fantasy, Action und Komödie, etc. Aber in der Science-Fiction geht es eben um Zukunftsentwürfe, seien sie nun positiv oder negativ und um Technik. Letzteres insbesondere, da der englische Begriff für „Wissenschaft“, also Science, schon in der Bezeichnung des Genres vorhanden ist. Das beißt sich schon in der Grundkonzeption mit der Historie da diese abgeschlossen und die spätere Entwicklung der Ereignisse bekannt sind, während in der Science-Fiction der jetzige Zeitpunkt als Ausgangsbasis dient und nicht als Endpunkt.

Dabei bedient sich die Science-Fiction durchaus anderer Genreelemente. Star Wars ist eigentlich ein Western im Weltall, aber der Film, und der Comic, Cowboys versus Aliens, gilt als Trash. Nun kommt mit Lake of Fire eine US-Miniserie, die auf Deutsch komplett in einem Band erscheint, in der es Kreuzritter mit Aliens aufnehmen. Die Idee ist eigentlich gar nicht so fern. Seien es nun Lichtschwerter die zum Einsatz kommen oder Klingen aus Eisen: Schwerter sind es beide. Und schon Star Wars hat auch viele Elemente der klassischen Rittersagen. Dennoch belächelt man die Grundidee, dabei funktioniert es erstaunlich gut. Nur musste sich Autor Nathan Fairbairn etwas behelfen.  Denn Lake of Fire erschien in den USA bei dem Verlag Image wohingegen die Rechte an den Aliens aus den berühmten Filmen bei Dark Horse liegen. So konnten hier die Filmaliens nicht benutzt werden aber Nathan Fairbairn entsann sich wohl daran, dass die Xenomorphen mal als „Asseln“ bezeichnet wurden. Und so sehen die ETs hier wie überdimensionierte Asseln aus, verhalten sich aber wie die  Xenomorphe. Sie sind bösartig, schnell, treten gerne im Rudel auf, nutzen Menschen als Wirte und sogar das Raumschiff sieht bekannt aus. Sie machen auch die bekannten Zischgeräusche, sehen aber eigentlich lächerlich aus, machen aber durch die bekannten Elemente der gemeinen Asseln durchaus Furcht. Aber man sieht an allen Ecken und Enden das Fairbairn wohl gerne die bekannten Aliens genutzt hätte.

Dabei schadet das der Story nicht und wie schon erwähnt funktioniert die Mischung mit den Kreuzrittern ganz gut. Dabei spielt es in dem verschneiten Süden Frankreichs zu dem Zeitpunkt des Kreuzzuges gegen die Katharer welche im Auftrag von der katholischen Kirche als Ketzer vernichtet werden sollen. Statt dem Kampf gegen die Ketzer richten sich nun die Schwerter eben gegen böse Aliens welche der Furcht und dem Aberglauben der mittelalterlichen Gesellschaft Zunder geben. Übrigens ist es sehr lobenswert das das Gedankengut der Katharer hier zur Sprache kommt und weswegen sie gejagt worden waren. Hier und in dem Setting ist der Band historisch durchaus fundiert. Schade nur, dass der Inquisitor sowohl zeichnerisch als auch inhaltlich sehr klischeehaft dargestellt wird und somit schon eher einer Karikatur ähnelt. Auch andere Figuren sind etwas zu flach charakterisiert, aber da es sich hier um das Debüt von Fairbairn als Autor handelt, sei es ihm verziehen. Nicht nur weil er ein großartiger Kolorist ist, sondern weil er in der Story noch einige Überraschungen unterbringen kann die ungewohnt sind. So etwa die homoerotische Note zwischen zwei Rittern was damals lebensgefährlich war. Trotz einiger Schwachpunkte ist der Band aber auf jeden Fall einen Blick wert. Auch wenn die Gesichter in den Zeichnungen von Matt Smith etwas zu niedlich aussehen und sich so etwas mit der harten und düsteren Story beißen, so ist doch ein schönes guilty pleasure beim Lesen herauskommen.


Fazit:
Ein Guilty Pleasure. Der ungewöhnliche Genremix funktioniert erstaunlich gut und die Story kann einige Überraschungen, Action und Spannung  aufbieten. Leider beisst sich das mit den Zeichnungen der Gesichter und flachen Charakterisierungen.


Lake of Fire - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Lake of Fire

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Cross Cult

Preis:
€ 25

ISBN 10:
3959817835

ISBN 13:
978-3959817837

168 Seiten

Positiv aufgefallen
  • funktionierender Genremix
  • historisch fundiert
  • Setting und Atmosphäre
Negativ aufgefallen
  • deutliche Verweise an die Aliens aus den Filmen
  • flache Charakterisierungen
  • Gesichter zu niedlich
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
1
(1 Stimme)
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Rezension vom: 08.02.2019
Kategorie: Alben
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