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Comic-Besprechung - Die Draufgänger – Integral 3

Geschichten:
Die Alligator-Grube
Die Florida-Connection
Zug in die Hölle
Text: André-Paul Duchâteau
Zeichnungen: Christian Denayer


Story:
Der dritte Integral-Band von „Die Draufgänger“ enthält neben redaktionellen Seiten das Material, das im Original zwischen Januar 1981 und Mai 1983 in „Tintin“ bzw in „Super Tintin“ erschien. Bei allen drei abgedruckten Alben handelt es sich um Deutsche Erstveröffentlichungen. Nachdem bisher weitestgehend bekanntes Material abgedruckt wurden, betreten wir nun Neuland.
Wenn Al und Brock aus dem sonnigen Kalifornien ins schwüle Florida geschickt werden, das wissen wir, dass sie schon wieder Blödsinn gebaut haben. Denn Strafversetzt finden wir sie in „Die Alligator-Grube“ in Aloma, einer Kleinstadt in Florida, den Verkehr regelnd. Hier allerdings treibt ein Trucker-Geschwisterpaar sein Unwesen. Die beiden Chaos-Cops merken schnell, dass in dem idyllischen Ort so einiges im Argen ist. Auch „Die Florida-Connection“ spielt im sonnigen Staat des Südostens. Al und Brock haben unversöhnlichen Streit und geraten nebenher noch in eine Auseinandersetzung zweier Dealerbanden. Das letzte Abenteuer des Bandes – „Zug in die Hölle“ – besteht eigentlich aus zwei zusammenhängenden Kurzgeschichten. Eine zehn, die andere 36 Seiten lang. Hier haben es Al und Brock mit dem Immobilienmakler Crawford zu tun, der immer mehr den Verstand verliert.



Dieser Comic wurde mit dem Splash-Hit ausgezeichnet Meinung:
Was haben der 8. März 1983 und der neue, vorliegende Integralband der Serie „Die Draufgänger“ gemeinsam? Bei beidem geht es um viel Action mit Unmengen an geschroteten Autos. Denn an jenem besagten Märztag – und es war ein Dienstag – saß ich gespannt vor dem Fernseher und schaute mir abends um 19:30 Uhr den Pilot zu „Ein Colt für alle Fälle an“. Bis zum Ende der Serie, am 18. Dezember 1989, gab es nur wenige Montage, an denen ich nicht um 17:50 mit Lee Majors als Colt Seavers, Douglas Barr als Howie Munson und der heißen Heather Thomas als Jody Banks entlaufene Verbrecher einfing. Dabei absolvierte der GMC Sierra Grande von Colt so spektakuläre Sprünge, rammte und demolierte die Autos der Bösewichte, dass es eine pure Freude war. Irgendwo habe ich mal die genaue Zahl gelesen, wie viele GMCs im Laufe der fünf Staffeln zu Bruch gingen – unglaubliche viele in jedem Fall!
Nicht weniger wird in dem dritten Teil der Draufgänger-Integral-Bände gewütet. Vielleicht ist das auch der Grund, warum mir diese Serie so ans Herz gewachsen ist. Die Mischung aus zerstörerischen Verfolgungsjagden, abgedroschenen Sprüchen und dem Flair amerikanischer Städte ist einfach immer noch faszinierend für mich. Christian Denayer und André-Paul Duchâteau bemühten seinerzeit Vergleiche zu „Die Straßen von San Francisco“. Aber auch die Freunde der berühmten Vorabendserien im öffentlich-rechtlichen Fernsehen in den 1980er-Jahren werden auf ihre Kosten kommen. 
Aus den redaktionellen Seiten des ersten integral-Bandes haben wir erfahren, dass Denayer vor allem an der Zerstörungswut bei Autos großen Spaß hatte. Al und Brock, die beiden Chaos-Cops, werden dann auch immer wieder – wie es das Genre vorschreibt – von ihrem Vorgesetzten zusammengestaucht, was sie denn nun wieder angestellt hätten, welche Karren sie denn jetzt mal wieder außer Gefecht gesetzt hätten. Und jedes Mal kontern sie die Vorwürfe mit den immer gleichen coolen Sprüchen. Dabei von Langeweile keine Spur und das nicht nur aus nostalgischen Gründen.
Dazu tragen einerseits die Zeichnungen von Denayer bei. Mit seinem hyper-realistischen Stil, der mich schon bei der Serie „Gord“ in seinen Bann gezogen hat, wird die Action in jedem Panel sehr erlebbar. Dazu tragen auch die ständigen Perspektivwechsel bei – vor allem innerhalb der Verfolgungsszenen. So werde ich als Leser unmittelbar in das Geschehen hineingezogen.
Ein weiterer Grund für den Erfolg der Serie sind die Storys. Sie sind zwar nicht hochkomplex, dafür aber gradlinig und spannend. Immer wieder kommt es zu kleinen überraschenden Momenten, die den Spannungsbogen innerhalb der Geschichten hochhalten. Duchâteau gelingt es mit den stets gleichen Zutaten immer wieder einen spannenden Plot auszubreiten. Apropos Duchâteau: Die zehn vorangestellte redaktionellen Seiten beschäftigen sich im dritten Teil der Integral-Ausgabe ausschließlich mit dem Texter der Serie. Hinzu kommen noch einmal vier Seiten „Auto, Motor, Sport“ von Denayer am Ende des Bandes. Einführendes Vorwort zum Texter und abschließende Betrachtungen zu den Autos machen auch den dritten Band der Reihe zu einer runden Sache.



Fazit:
Action- und Autoliebhaber können an dem band eigentlich gar nicht vorbei gehen. Dazu noch detektivische Storys, jede Menge coole Sprüche und Handlungsstränge, die Spaß machen. „Die Draufgänger“ haben in meinem Regal ihren festen Platz erobert.



Die Draufgänger – Integral 3 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Die Draufgänger – Integral 3

Autor der Besprechung:
Bernd Hinrichs

Verlag:
Kult Comics

Preis:
€ 29,95

ISBN 13:
978-3-946722-49-6

160 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Witzige Einfälle
  • Tolles Artwork
  • Deutsche Erstveröffentlichungen eines Klassikers
Negativ aufgefallen
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Rezension vom: 07.02.2019
Kategorie: Alben
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