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Comic-Besprechung - Wayne Shelton – Gesamtausgabe 2

Geschichten:
Der Überlebende
Vergeltung
Die Geisel
Text: Thierry Cailleteau
Zeichnungen: Christian Denayer
Farben: Bertrand Denoulet


Story:
Die im zweiten Band der Gesamtausgabe versammelten Abenteuer erschienen bereits Anfang März 2006 als „Das Blutbad von Cao-Dinh“, Dezember 2006 als „Die Spur des Dolches“ und Mai 2008 als „Gefährliche Geisel“ im Comicplus-Verlag.
Die beiden Abenteuer „Der Überlebende“ und „Vergeltung“ sind eine über ursprünglich zwei Bände laufende Geschichte. Der smarte Wayne Shelton nimmt an einer Party auf dem Anwesen eines Senators teil, als die ungetrübte Feier plötzlich durch das Auftauchen eines Mannes getrübt wird. Es stellt sich heraus, dass er zu Shelton will mit einer Botschaft von seinem Sohn. Dieser glaubt nicht richtig zu hören, da er sich nicht erinnert Nachwuchs in die Welt gesetzt zu haben. Als aber der eindringlich zusätzlich den Namen Hooker erwähnt, wird Shelton mit seiner Vergangenheit konfrontiert. Als junger Soldat in Vietnam musste er tatenlos zusehen, wie eben jener Hooker für ein paar Kilo Heroin das Dorf Cao-Dinh dem Erdboden gleich macht und seine Einwohner abschlachtet. Damals rettet er ein kleines Baby – eben jener Mann, der sich nun als sein Sohn ausgibt. Für Wayne Shelton und seine Freundin Honesty beginnt ein Kampf gegen Piraterie in Südost-Asien und für den Agenten persönlich eine Auseinandersetzung mit seiner Vergangenheit.
Die dritte Geschichte „Die Geisel“ spielt in dem fiktiven afrikanischen Land Bamago, wo gerade Bürgerkrieg herrscht. General Kalomba putscht gegen die Regierung. In dieser chaotischen Situation ist der französische Journalist Martin Legret von den rebellierenden Truppen gefangengenommen worden. Legret ist die erste große Liebe von Honesty und da diese gerade den Fuß verstaucht hat, ist es an Shelton nach Afrika zu reisen, um Legret zu befreien – mitten hinein in den Bürgerkrieg.



Meinung:
Ein bißchen Clark Gabel, eine große Priese James Bond, gepaart mit der Schlitzohrigkeit eines Burt Reynolds – das sind die Zutaten aus denen Wayne Shelton gemacht ist. Ein Actionheld ursprünglich aus der Feder von Jean van Hamme und fortgeführt von Thierry Cailleteau, in Bildern umgesetzt von Christian Denayer. 
Shelton ist ein Abenteurer, wie er im Buche steht. Bereits mit 19 Jahren leitete er eine Sabotagetruppe im Vietnamkrieg, „die alleine mehr Schaden angerichtet hat, als alle Bombeneinsätze zusammengenommen“. Nach dem Krieg in Südostasien war an ein normales, bürgerliches Leben nicht zu denken. Mit einem Kampfgefährten aus Vietnam baute er einen Schmugglerring im Nahm Osten auf. Aber irgendwann zog er sich aus dem Geschäft zurück und übernimmt nun lukrative Aufträge von reichen Männern. Die Aufgaben, denen er sich im zweiten Teil der Gesamtausgabe gegenüber sieht, sind allerdings aus seinem Privatleben erwachsen. Cailleteau folgt da ganz eng dem Vorgehen von van Hamme. Denn wie sein Kollege, so vermeidet es auch Cailleteau, den Protagonisten mit allzu großer Tiefe auszustatten. 
Wayne Shelton, so spannend und fesselnd die Serie auch ist, bleibt immer ein Stereotyp. Da drängt sich natürlich der Vergleich zu „XIII“ oder „Largo Winch“ auf. Natürlich tut er das und das ist auch ganz logisch. Denn in allen drei Fällen handelt es sich um spannende Serien, die in der Gegenwart angesiedelt sind, durch ihren hyperrealistischen Zeichenstil und bei denen es auch immer um sehr viel Geld geht – bei Winch und Wayne mehr als bei XIII. Aber unterm Strich wird „Wayne Shelton“ dadurch nicht weniger spannend, nicht weniger schnell und fesselnd. Und genau das will ich bei Shelton haben: eine schnell und fesselnd erzählte Geschichte – Popcorn-Kino auf dem Papier eben.
Und damit das auch so ist, geht es gleich von Anfang an rund. Ohne lange Einführungen kracht bereits nach wenigen Panels, als ein Auto durch das Tor beim Anwesen des Senators kracht – und Zeichner Christian Denayer ist voll in seinem Element. Denn der Künstler, der im deutschsprachigen Raum vor allem durch seine Serien „Gord“ (Carlsen Verlag, Boiselle & Löhmann-Verlag, Joker Editions) und „Die Draufgänger“ (Carlsen Verlag, Kult Comics) von sich reden machte, hat eine schier unstillbare Begeisterung für motorisierte Gefährte. Aber zurück zum Plot. Auch im Folgenden gönnt Cailleteau seinem Leser keine ruhige Minute mehr. Es wird geprügelt, geschossen und verfolgt, dass es einem schon mal ganz schwindelig werden kann. 
Die Aufmachung der Gesamtausgabe entspricht den anderen Bänden im All Verlag. Hochwertiges Papier, gute Bindung und ein edles Erscheinungsbild. Ein Skizzenteil von Denayer runden diesen Band ab. 



Fazit:
Der zweite Band der Gesamtausgabe zu „Wayne Shelton“ reiht sich nahtlos in die Serie ein. Ein spannender Plot, mit viel Action erzählt. Freunde von XIII oder Largo Winch können bedenkenlos zugreifen. 



Wayne Shelton – Gesamtausgabe 2 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Wayne Shelton – Gesamtausgabe 2

Autor der Besprechung:
Bernd Hinrichs

Verlag:
All Verlag

Preis:
€ 29,80

ISBN 13:
978-3-946522-30-0

168 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Spannender Plot
  • Klasse Zeichnungen
  • Schnell und fesselnd erzählt
Negativ aufgefallen
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Rezension vom: 20.01.2019
Kategorie: Alben
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