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Comic-Besprechung - Lucky Luke 97: Ein Cowboy in Paris

Geschichten:
Text: Jul
Zeichnungen: Achdé


Story:
Wieder einmal ist der lonesome Cowboy dabei, die Daltons zurück ins Gefängnis zu bringen, als plötzlich unvermittelt auf der Prärie eine riesige Statue auftaucht. So lernt Lucky Luke Auguste Bartholdi kennen, den französischen Bildhauer, der die Freiheitsstatue entworfen hat. Bartholdi befindet sich auf einer Werbereise für dieses Monument und reist dafür mit dem riesigen ausgestreckten Arm der Statue durch den Westen. Schnell wird klar, dass der Künstler nicht nur Freunde hat. So schließt sich Lucky Luke dem Künstler an und beschützt ihn und seine Figur auf den weiteren Reisen, die ihn schließlich sogar in die Französische Hauptstadt führen.



Meinung:
Bis Seite 23 – letztes Panel – handelt es sich um ein ganz klassisches Lucky Luke-Abenteuer, wie es auch von Goscinny getextet worden wäre. Bis dahin steckt der Band voller Klischees und Stereotypen, wie sie auch der große Szenarist verwendet hätte: die Daltons, die zurück ins Gefängnis gebracht werden, Averell, der die ganze Zeit rum mosert und essen will, Joe, der seine Wutanfälle bekommt, Indianer, schusselige und einfältige aber harmlos, eine Person - Auguste Bartholdi – die so gar nicht in den Wilden Westen passt, ein hinterhältiger Schurke, der Rachepläne hat, grobschlächtige Saloon und viele andere mehr. 
Und dann, auf Seite 23, im letzten Panel, passiert das unfassbare. Der dankbare Vizepräsident wendet sich mit folgenden Worten an den Cowboy: „…und der Präsident bittet Sie nun ganz offiziell, die Statue von Frankreich nach New York zu überführen!“ Wie bitte? Was war das da eben? Lucky Luke soll nach Frankreich? Den Boden des Wilden Westens verlassen? Völlig zurecht fragt der Cowboy „Was?“ Aber aller Einspruch wird abgebügelt und so finden wir Lucky Luke vier Seiten und einer heftige Seekrankheit später auf europäischem Boden wieder. Ein großartiger Einfall von Jul, der sich bereits in dem letzten Band „Das gelobte Land“ als Szenarist einen guten Namen gemacht hat.
Was dann folgt, ist ein Feuerwerk der Anspielungen, Parodien und Zitaten. Sie alle aufzuzählen würde sicherlich den Rahmen dieser Rezension sprengen, deshalb möchte ich mich auf ein paar Dinge konzentrieren.
In bester Goscinny-Manier sind Jul beispielsweise die Charakteristiken gelungen. Etwa Gefängnisdirektor Abraham Locker, Autor des Bestsellers „Die Leiden des jungen Wärters“ und Utopist einer neuen Art von Gefängnisinsel. Damit steht er im krassen Gegensatz zu Bartholdi, der die Freiheit lobt. Locker sperrt seinen Kanarienvogel mit angeketteter Metallkugel in einen Vogelkäfig und stellt diesen tagsüber in einen Safe. Das dieser Vogel dann auch noch „Papillon“ heißt, benannt nach dem berühmten Roman über einen Ausbrecher von  Henri Charrière, ist das i-Tüpfelchen. Ein weiter köstlicher Einfall von Jul ist, dass Lucky Luke in Frankreich ständig für einen Belgier gehalten wird, da seine Kluft – gelbes Hemd, schwarze Weste und rotes Halstuch, kurz: schwarz, rot, gelb – die Nationalfarben des Nachbarlandes zu symbolisieren scheinen. Weitere Anspielungen auf Asterix und Tim und Struppi lassen sich auf vielen Seiten finden. Wie gesagt, ein Feuerwerk!
Zeichnerisch findet sich Achdé weiter sehr gut in den Stil von Morris ein, Einige Panels würden eine Unterscheidung zum belgischen Großmeister kaum möglich machen.



Fazit:
Nach wechselnden Szenaristen hat Lucky Luke einen genialen neuen Texter gefunden. Jul hatte bereits im Vorgängeralbum seine Qualitäten gezeigt, ist im neuen Band aber wirklich großartig. Ein witziger Plot, mit vielen guten Einfällen. Lucky Luke gehört zu den Serien, die scheinbar immer neues potenzial bieten.



Lucky Luke 97: Ein Cowboy in Paris - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Lucky Luke 97: Ein Cowboy in Paris

Autor der Besprechung:
Bernd Hinrichs

Verlag:
Egmont Comic Collection

Preis:
€ 12

ISBN 13:
978-3-7704-4040-5

48 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Viele lustige Anspielungen
  • Gewohnt Gutes Artwork
  • Überraschender Plot
Negativ aufgefallen
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
2
(1 Stimme)
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Rezension vom: 18.12.2018
Kategorie: Alben
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