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Comic-Besprechung - Tramps like us 1

Geschichten:
Rule 1-4:
Autor: Yayoi Ogawa, Zeichner: Yayoi Ogawa, Tusche: Yayoi Ogawa

Story:
Sumire ist mit ihrem Leben in letzter Zeit alles andere als zufrieden. Nachdem sie auf einer Party ihres Betriebs ihrem Chef, im wahrsten Sinne des Wortes, schlagkräftig die Meinung gegenüber seinen penetranten Annäherungsversuchen kund getan hat, muss sie nicht nur einige Stufen auf ihrer Karriereleiter einbüssen, sondern auch im privaten Glück sieht es alles andere als rosig aus.
Ihr Freund, mit dem sie auf eine 5Jahre lange Beziehung zurückblicken kann, gibt ihr plötzlichen den Laufpass, nachdem er eine andere schwängerte, die um so vieles unkomplizierter als Sumire sein soll und, laut seiner Aussage, einfach besser zu ihm passt.
Täglich muss sie das Mobbing ihrer neidischen Kollegen über sich ergehen lassen, die in der intelligenten jungen Frau nichts weiter sehen als eine gutaussehende Perfektionistin, der alles in den Schoss gelegt wird. Sumires Leben macht jedoch eine entscheidende Wendung als sie eines Abends, völlig gefrustet von der Arbeit, vor ihrer Wohnung einen großen Karton vorfinden, in dem ein heruntergekommener, verletzter junger Mann schläft. Aus einem Affekt gegen ihre Einsamkeit nimmt sie den Obdachlosen bei sich auf, den sie auf den Namen Momo - den Name ihres verstorbenen Hundes - tauft.
"Momo" darf bei ihr wohnen, wenn er sich wie ein Haustier verhält. Schneller als Sumire es sich jedoch selber eingesteht entwickelt sich ihr "Momo" zu einem sehr wichtigen Bestandteil in ihrem Leben. Einem Menschen, bei dem sie ihre perfekte Maske ablegen und völlig sie selbst sein kann...

Meinung:
Mit "Tramps like us", bei den Insidern der Szene wahrscheinlich besser unter dem japanischen Originaltitel "Kimi Wa Pet" bekannt, bietet Tokyopop, im zweimonatlichen Erscheinungsrhythmus, eine wahre Perle auf dem deutschen Mangamarkt! Selten wird dem Leser eine Geschichte geboten, die amüsant, charmant gleichzeitig aber auch rührend und nachdenklich stimmt.
Die Atmosphäre des Manga tragen die sympathischen und liebevoll ausgearbeiteten Charaktere, die erschreckend menschlich agieren und äußerst schnell ans Herz wachsen.
Da wäre zum einen Sumire. Mitte Zwanzig, groß, gut aussehend, intelligent - kurz um, ein absoluter Karrieretyp, bei der einfach alles glatt gehen muss. Dem ist jedoch leider nicht so, denn Sumire hat mit allerlei Gemeinheiten und Probleme zu kämpfen. In der Arbeit ist sie bei ihren Kollegen alles andere als beliebt und muss täglich gemeine Kommentare und bissige Bemerkungen über sich ergehen lassen.
Im privaten Glück sieht es auch mehr als bescheiden aus, nachdem ihr langjähriger Freund sich für eine andere Frau entscheidet und mit ihr Schluss macht.
Die junge Frau baut zusehends stärker eine Art Schutzwall um sich herum auf, indem sie sich gegenüber anderen Menschen noch unnahbarer gibt und keinen an sich heranlässt, damit aber lediglich das Gegenteil erreicht.
Der zweite Hauptcharakter heißt Takeshi Goda, von Sumire kurzerhand Momo genannt. Die Beziehung zwischen Sumire und ihm stellt sich zunächst als äußerst suspekt und zugegebener Maßen auch etwas unrealistisch dar. Die junge Frau nimmt den Obdachlosen bei sich auf, ohne große Bedenken. Sie bietet ihm ein Dach über den Kopf und warme Mahlzeiten, zur großen Freude Takeshis. Die einzige Bedingung, die sie ihm stellt, ist, dass sie ihn wie ein Haustier behandelt und er sich auch so zu verhalten hat. Sie stellt ihm keinerlei weitere Fragen und Takeshi geht auf diese Vereinbarung ein.
Erst nach und nach, mit dem wachsenden Interesse Sumires an Momos Leben und der stetigen Entwicklung ihrer Beziehung, erfährt der Leser mehr über den 20-21 Jahre alten Mann, der von zuhause ausgerissen ist und dessen große Leidenschaft das Tanzen und das Ballett darstellt.
Zwischen den beiden, die doch so unterschiedlich sind, entwickelt sich zusehends stärker ein Band des Vertrauens und der gegenseitigen Abhängigkeit, die sich zumindest Sumire zunächst nicht eingestehen will, bzw. die sie sich erst sehr spät bewusst wird.
Der Manga setzt sich, auf sehr anspruchsvolle Weise, mit sozialen Konflikten und Problemen der japanischen Gesellschaft auseinandersetzt und kritisiert diese. Sumires ständige Zweifel und Erwartungen an sich selbst, denen sie nicht gerecht zu kommen glaubt und die sie ständig unter Druck setzen sind nur ein Beispiel von vielen. Genauso, wie ihre Beziehung zu Männern und die Auswahl des Partners, der ja schließlich zu ihrer passen muss, in jeder Hinsicht, optisch, finanziell als auch vom Bildungsgrad.
Die Stimmung der Geschichte, ob romantisch, komisch oder auch mit einem Hauch von Melancholie, wird übrigens durch den äußerst passenden Zeichenstil Ogawas getragen. Zunächst wirkt der Stil etwas gewöhnungsbedürftig - die Lippen der Figuren fallen doch arg ins Auge und die Federführung wirkt sehr spartanisch- schnell gewöhnt man sich jedoch an diese "Besonderheiten" und lernt sie zu schätzen. Die Mangaka konzentriert sich sehr stark auf die Gesichtsausdrücke ihrer Figuren, und es gelingt ihr ausgesprochen gut darin die Emotionen widerzuspiegeln.
An der deutschen Umsetzung gibt es nichts zu beanstanden. Druck- Bindungs- und Übersetzungsqualität sind wirklich gut! Das Preis-, Leistungsverhältnis ist stimmig und somit dürft ihr euch nun ins Lesevergnügen stürzen!

Fazit:

Ein Pflichtkauf, der für eine gut unterhaltende Geschichte garantiert und nicht umsonst als Bestseller in Japan gilt!



Tramps like us 1 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Tramps like us 1

Autor der Besprechung:
Brigitte Schoenhense

Verlag:
Tokyopop GmbH

Preis:
€ 6,50

ISBN 10:
3-86580-131-5

161 Seiten

Positiv aufgefallen
  • erstklassig ausgearbeitete Charaktere, die die Stimmung des Manga tragen
  • Gefühlschaos wird glaubwürdig und liebenswert in Szene gesetzt
  • Umsetzung ins Deutsche lässt nichts zu wünschen übrig
Negativ aufgefallen
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
1
(4 Stimmen)
Bewertung
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Rezension vom: 01.11.2004
Kategorie: Tramps like us - Kimi wa pet
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