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Comic-Besprechung - Jeremiah 36

Geschichten:
Krasser Scheiss
Text und Zeichnungen: Hermann


Story:
Kurdy und Jeremiahs Motorräder stehen in Flammen. Sie müssen wieder zu Fuß gehen. Wie soft auf ihrer Odyssee durch das postapokalyptische Amerika treffen sie auf eine völlig durchgeknallte Schattengesellschaft. Diesmal geht es um einen Patriarchen, seine psychotische Tochter Douliana, einem alten Bekannten, nicht weniger verrückt und jede Menge willigem Fußvolk. Am Ende stehen die beiden Helden da, wo sie begonnen haben. Ohne Motorräder und mit vielen coolen Sprüchen. 



Meinung:
Einen neuen Jeremiah-Band zu rezensieren ist nicht immer ganz leicht. Hermann, der nun wirklich nicht zu den großen Erzählern der Branche gehört, hat mal gute Tage, da kann man den Band nur empfehlen, weil er neben grandiosen Zeichnungen eine halbwegs nachvollziehbare Geschichte präsentiert, oder er hat einen schlechten Tag, da hat man zwar ein wunderschönes Artwork, aber leider eine ziemlich zerfahrene Geschichte.
Der 36. Band der Serie, mit dem poetischen Titel „Krasser Scheiß“, ist eher eine Werk aus der Kategorie „schlechterer Tag“. Wir müssen uns jetzt gar nicht über die Qualität der Zeichnungen des Belgiers unterhalten. In diesem Jahr ist Hermann Huppen 80 Jahre alt geworden und hat einen Strich, der einfach wundervoll ist. Seine Licht und Schatten Kompositionen, ebenso wie der Wechsel zwischen Tag und Nacht sind einfach großartig. Es macht Spaß von einem zum anderen Panel mit den Augen zu gleiten und sich der Kunst des Belgiers hinzugeben.
Das andere ist die Story des Bandes. Sie bietet wenig Überraschungen und verläuft, wie der Leser es von einem Hermann-Album eben gewohnt ist. Abgedrehte Subjekte, die sich alles andere als menschlich verhalten. Da dienen zum Spaß Menschen als Zielscheiben und werden auf futuristischen Brücken wie Schießbudenfiguren abgeknallt. Menschen mit abnormen Verhalten bestimmen den Lauf einer Gesellschaft und niemand aus ihrer großen Schar an Gefolgsleuten stellt ihr Tun in Frage.
Klar, kann man auch mit diesen Zutaten spannende Geschichten schreiben, das hat Hermann vielfach bewiesen. Und genau da scheint mir ein Teil des Problems zu liegen. Die Geschichten, die Hermann sich für Jeremiah und Kurdy ausdenkt, sind ausgenutzt. Sicher, nach wie vor handelt es sich um unterhaltende Plots, aber ihnen fehlt der rote Faden, die Überraschung. Die Geschichte hat einen Nachgeschmack von „schon einmal gelesen“.



Fazit:
Hermann liefert einen Jeremiah ab, der wenig Überaschendes, dafür aber solide Kost bietet. Der Plot ist nicht neu und gehört sicherlich nicht zu seinen besten. Fans der Serie werden sich vor allem an dem sehr schönen Zeichenstil des belgischen Künstlers erfreuen. Ein Band für die langjährigen Fans, aber sicherlich nicht für den Einstieg gedacht.  



Jeremiah 36 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Jeremiah 36

Autor der Besprechung:
Bernd Hinrichs

Verlag:
Erko-Verlag

Preis:
€ 14,95

ISBN 13:
978-961-94395-7-9

48 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Brilliant gezeichnet
  • Klassische Jeremiah-Geschichte
Negativ aufgefallen
  • Stereotyper Plot
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
2
(1 Stimme)
Bewertung
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Rezension vom: 05.12.2018
Kategorie: Alben
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