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Comic-Besprechung - Lonesome 1 – Die Spur des Predigers

Geschichten:
Text und Zeichnungen: Yves Swolfs
Farbe: Julie Swolfs


Story:
Kansas 1861. Der amerikanische Bürgerkrieg steht unmittelbar bevor. Glücksritter und politische Extremisten beider Seiten versuchen ihren persönlichen Nutzen aus der angespannten Lage zu ziehen. Einer von ihnen ist der Prediger Markham mit seiner Bande, der plündernd und mordend durch das Grenzgebiet zum östlichen Nachbarn Missouri zieht. Nur ein Mann versucht ihn aufzuhalten. Ausgestattet mit der Gabe des dritten Auges ist er nicht nur ein Künstler mit dem Revolver, sondern vermag es auch in die Vergangenheit und die Zukunft der Menschen zu blicken. Auf seiner Jagd folgt er dem Prediger bis ins Städtchen Holten, dass dieser zwar schon verlassen hat, in dem aber immer noch Unrecht und Terror herrschen.



Dieser Comic wurde mit dem Splash-Hit ausgezeichnet Meinung:
Ich bin einfach ein Swolfs-Fan. Ich bin es, seit ich vor einer Ewigkeit im „Comic Forum“-Versand die ersten vier Teile der Durango-Saga aus der Editions des Archers bestellt habe. Ich glaube, ich war so fasziniert von den Bänden, dass ich sie komplett nacheinander drei- oder viermal gelesen habe. Swolfs weckte in mir die Begeisterung für den Italo-Western, der mir mit meinen zarten 14 Jahren noch nicht wirklich bekannt war. In Durango zeigt sich, was Swolfs am Besten kann: miese Gestalten zeichnen, Helden, die nicht strahlen entwerfen, eine Rächergeschichte konzipieren. Das alles zeichnet „Durango“ und bisweilen auch „Prinz der Nacht“ aus. Viele seiner anderen Arbeiten können zwar graphisch überzeugen, haben aber nicht diese Kraft, die den vorgenannten innewohnt.
Zuletzt kamen von Swolfs die Fortsetzung von „Durango“ und das wenig überzeugende „Legende“. Und nun endlich beginnt bei Splitter eine neue Serie des Belgiers, die alles bietet, was seine Fans von ihm erwarten.
Graphisch kehrt der Künstler mit seinem neuen Wurf zu seinen Wurzeln zurück. Er setzt die Stilmittel des Spagetti-Westerns ein: Nahaufnahmen, Augenpaare, Details und ungewöhnliche Perspektiven bestimmen das Artwork. Hinzu kommt eine gewisse Ähnlichkeit des Protagonisten mit der Hauptfigur aus seiner großen Serie.  
Auch die Geschichte trägt zuweilen Züge des Durango-Kosmos. Zwar ist sie wesentlich früher angelegt, als die Story um den unerbittlichen Gunman – denn während Durango im ausklingenden Mythos des Wilden Westens angesiedelt ist, so spielt „Lonesome“ kurz vor Ausbruch des Bürgerkrieges – aber die Grundkomponenten sind auf den ersten Blick ähnlich. Ein namenloser Reiter nimmt Rache. Das Opfer seiner Jagd geht mit unerbittlicher Brutalität vor, quält Frauen und Kinder und erschießt ihre Männer und Väter von hinten. Natürlich wäre Swolfs nicht Swolfs, wenn er dies nicht auch entsprechend in Bildern fassen würde.
Neu ist hingegen die Gabe des Jägers, dass er bei Berührung gewisse Sequenzen aus dem Leben der betreffenden Person sehen kann. Diese übernatürliche Fähigkeit verbindet ihn aber mit einer andren Person, die Swolfs erschaffen hat: den indianischen Detektiv James Healer. Eine Serie, die zwischen 2002 und 2004 im Label „Alles Gute!“ von Schreiber und Leser erschien. Gezeichnet wurde die Reihe von Giulio de Vita. Auch Healer besaß die Fähigkeit das Schicksal der Menschen zu sehen.
Da stellt sich zwangsläufig die Frage: Kann ein Comic, dessen Schöpfer ähnliche Geschichten bereits geschrieben hat, der seinerzeit mit den ähnlichen Stilmitteln gearbeitet hat, ein wirklich spannendes Werk vorlegen? Oder muss es deshalb nicht zwangsläufig eine langweilige Immer-das-Gleiche-Geschichte sein? Die Antwort lautet: Nein, es ist nicht langweilig. Und warum? Ganz einfach, weil es eben ein Comic von Yves Swolfs ist und der Belgier versteht es einfach spannende Geschichten zu erzählen, mögen ihre Grundstruktur auch ähnlich sein.



Fazit:
Der neue Wurf des Belgiers hat was von „James Healer meets Durango“! Eine klassische Swolfs-Geschichte, die dennoch überzeigt, weil der belgische Künstler ein Meister darin ist, Szenarien a la Corbucci und Lone ins rechte Bild zu setzen.



Lonesome 1 – Die Spur des Predigers - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Lonesome 1 – Die Spur des Predigers

Autor der Besprechung:
Bernd Hinrichs

Verlag:
Splitter Verlag

Preis:
€ 15,80

ISBN 13:
978-3-96219-172-6

56 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Artwork und immer wieder Artwork
  • Spannnde Geschichte a la Corbucci und Lone
  • Interessante Perspektiven
Negativ aufgefallen
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
1
(1 Stimme)
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Rezension vom: 30.11.2018
Kategorie: Alben
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