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Comic-Besprechung - Wonder Woman/Conan

Geschichten:
Wonder Woman/Conan
Autor:
Gail Simone
Zeichnungen: Aaron Lopesti
Tusche: Matt Ryan
Farbe: Tony Avina, Wendy Brooke
Übersetzung: Joseph Rother



Story:
Conan der Cimmerier ist ein ruheloser Wanderer. Eigentlich kennt er keine Bindungen und sieht auch Frauen nur als das Vergnügen einer Nacht an. Aber dann sieht er in der Arena einer großen Stadt eine Kriegerin, die ihn stark an seine verlorene Jugendliebe erinnert. Er hilft dem „Wunder Weib“ zu entkommen, was beide in ein wahnwitziges Abenteuer stürzt, aus dem es kein Entrinnen gibt.

Denn die Entitäten, die der Frau alle Erinnerungen an ihre Vergangenheit nahmen, haben es nun auch auf ihn abgesehen. Nach und nach kommen die beiden willensstarken Krieger hinter die Geheimnisse, die sie umgeben und einander näher. Doch ist die wilde und unbezähmbare Frau wirklich das Mädchen, dass ihn in seiner Jugend so beeindruckt hat? Und was fühlt sie ihm gegenüber?



Meinung:
Crossover zwischen den Comic-Helden verschiedener Verlage sind in Amerika gar nicht einmal so unüblich, wie man denken mag. Tatsächlich finden sich sogar DC und Marvel ab und an zusammen, um ihre größten Ikonen aufeinander treffen zu lassen. Und warum sollte dann nicht auch einmal der heute bei „Dark Horse“ beheimatete Conan auf die „DC“ Wonder Woman treffen? Immerhin sind beide archaische Helden, die auf einen sehr mythischen Hintergrund blicken können.

Was Gail Simone uns hier präsentiert ist eher eine moderne Ausprägung des hyborischen Helden, den Robert E. Howard vermutlich nicht so gebilligt hätte. Auch wenn Conan erst einmal so wie immer wirkt, kampfeslustig und wild, so merkt man doch schnell, dass er auch eine andere Seite hat, die gerade beim Auftauchen von Wonder Woman ins Spiel kommt.

Diese hat praktischerweise ihr Gedächtnis verloren und kann sich so nicht an ihre Vergangenheit, wohl aber an ihre kämpferischen Fähigkeiten. So kann sich auch eine gewisse Romantik entwickelt, die allerdings mehr von dem Barbaren als der Amazone ausgeht. Denn diese versucht sich ihre Unabhängigkeit zu bewahren, auch wenn sie Conan zu schätzen beginnt und einige Zeit sogar glauben möchte, dass sie dessen Jugendfreundin ist.

Autorin und Künstler versuchen in der ansonsten eher klassisch verlaufenden Geschichte die Gemeinsamkeiten der Helden heraus zu arbeiten, die deren Freundschaft und Gefühle auf eine solide Basis stellen. Dabei erfährt man mehr über eine mögliche Vergangenheit von Conan – auch, dass aus ihm vielleicht ein ganz anderer hätte werden können, wenn das Schicksal ihm gewogen gewesen wäre.

Am Ende ist allerdings der Status Quo wieder her gestellt und alles so wie es sein sollte – aber auch das ist grundsätzlich bei dieser Art von Geschichten zu erwarten. Dennoch bietet der Band viel Unterhaltung für alle Fans der beiden Helden.

Vorwissen ist so gut wie keines nötig, denn die meisten wichtigen Dinge weiß man ohnehin schon, wenn man die Namen der beiden gehört hat und ein ausführliches Vorwort bietet die nötige Einführung, wenn man ein wenig Auffrischung braucht.

Und auch die Zeichnungen sind mehr als gelungen – sie geben der Geschichte und den Helden genau das richtige Flair und vertiefen so den Eindruck, denn die Miniserie hinterlässt



Fazit:
Wonder Woman/Conan sei nicht nur Fans der beiden Helden empfohlen, sondern auch jenen, die kernige Sword & Sorcery und dunkler Magie, bösen Zauberern und schurkischen Bastarden, viel Action und atmosphärischen Zeichnungen für eine spannende und abwechslungsreiche Geschichte mögen.



Wonder Woman/Conan - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Wonder Woman/Conan

Autor der Besprechung:
Christel Scheja

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 16.99

ISBN 13:
978-3741609435

148 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Episches Aufeinandertreffen zweier Ikonen
  • Die Beziehung der Helden modern interpretiert
  • Ansprechende und dynamische Zeichnungen
Negativ aufgefallen
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Rezension vom: 10.11.2018
Kategorie: Wonder Woman
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