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Comic-Besprechung - Der Henker 2: Maskeraden

Geschichten:
Der Henker 2: Maskeraden
Autor: Mathieu Gabella, Zeichner: Sylvain Guinebud, Julien Carette, Jerome Benoit, Colorist: Simon Champelovier


Story:
Nachdem ihm der Gaukler mehrfach entwischt ist, muss der Henker erkennen das auch dieser Harlekin mit Gaben gesegnet ist, welche die seinem ähneln. Das führt ihn in seine Vergangenheit und er erinnert sich an seine Ausbildung. Doch wie konnte der Gaukler die Macht des Henkers aussetzen? Als er endlich eine vielversprechende Spur findet, gerät er in das Zentrum einer Intrige.


Meinung:
Zeichnerisch liegt mit dem zweiten Band von Der Henker ein ideales Historienepos vor. Um derart in die jeweilige erzählte historische Epoche versetzt zu werden, bedarf es weniger abstrakter Bilder, sondern vielmehr einen Realismus der die verlorene Zeit wieder erstehen lässt und den Leserinnen und Lesern einen Eskapismus erlaubt ohne auf die Künstlichkeit extra hinzuweisen. Gerade Der Henker, der auch noch mit fantastischen Elementen spielt, benötigt eine Grundierung damit man diese Ausflüge auch ohne weiteres akzeptiert. So sind die Zeichnungen nicht nur mit einem Realismus versehen, sondern besitzen auch einen großartigen Sinn für das Detail. Man kann sich länger damit aufhalten allein die Straßenzüge zu betrachten und ist beeindruckt vom Setting. Zudem besitzen die Zeichnungen eine hohe Dynamik die vor allem mit extravaganten Perspektiven hergestellt wird. Diese können sogar manchmal etwas irritieren aber sind sehr filmisch und entwickeln einen Sog. Graphisch kann man als Leserin und Leser also schön in die Vergangenheit und in den Strudel der geschilderten Ereignisse geführt werden.

Inhaltlich ist die Geschichte eher ein Superheldencomic im Mittelalter was durchaus seinen Reiz hat. Der titelgebende Henker von Paris hat nicht nur die Aufgaben des Strafrichters zu erfüllen, sondern übernimmt auch Ermittlungsaufgaben und durchstreift die Gassen und Ecken auf der Suche nach Verbrechern. Das bringt ihn auch manchmal in Konflikt zu den Stadtoberen. Dabei ist dieser Henker unverwundbar und nur die Gegenwart eines Art von Wächters macht ihn verletzbar. Wer hier die Züge von Superheldencomics erkennt liegt nicht falsch. Ein unverwundbarer Held der Schurken sucht und eine spezielle Schwäche hat ist natürlich ein Superheld per se. Dass er auch noch eine Maske trägt und einen Umhang, gleicht ihn auch optisch den Spandexträgern an. Aber gerade der zweite Teil der Reihe lebt nicht nur von der Action, sondern nimmt auch einen tiefen Rückgriff in die Vergangenheit des Charakters vor. Man erlebt viele Rückblenden und erlebt die Ausbildung des Titelhelden. Was nicht heißen soll, dass er damit den Lesern näher kommt. Das ist nicht der Fall. Vielmehr distanziert man sich noch mehr von ihm, da keine Identifikationsmöglichkeiten gegeben werden. Ja, sein Leben ist tragisch und so ist es eher ein Mitgefühl statt Empathie welches sich einstellen will. Zudem ist es durchaus geschickt gemacht diese Rückgriffe vorzunehmen da sie Motivationen des Helden und Verbindungen zu seinen Gegnern herstellt, welche aber nur Leser verstehen werden welche auch den ersten Teil gelesen hatten. Allerdings wird durch diesen Kunstgriff aber auch eine tiefschichte Handlung vorgegaukelt, obwohl es sie eigentlich gar nicht gibt. Denn im Grunde ist sie sehr gradlinig und gibt nicht sonderlich viel her. Es ist doch alles recht oberflächlich, auch wenn diese Fläche sehr schön zu betrachten ist. So ist die Serie interessant und man sieht sich gefangen und in eine andere Zeit versetzt von der man sich im Anschluss fragt warum dem eigentlich so war. Aber das ist nicht das schlechteste was man von einem Comic sagen kann.



Fazit:
Zeichnerisch ist der Band sehr gut gemacht, was aber die dürftige Handlung nur gerade eben verdeckt. Dennoch fühlt man sich gut unterhalten.


Der Henker 2: Maskeraden - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Der Henker 2: Maskeraden

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Splitter

Preis:
€ 14,80

ISBN 10:
3958394760

ISBN 13:
978-3958394766

56 Seiten

Positiv aufgefallen
  • beeindruckende Zeichnungen
  • Dynamik
  • interessanter Genremisch
Negativ aufgefallen
  • Figuren bleiben einem fern
  • dürftige Handlung
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
2.5
(2 Stimmen)
Bewertung
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Rezension vom: 21.10.2018
Kategorie: Der Henker
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