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Comic-Besprechung - Der Stern der Wüste 4

Geschichten:
Der Stern der Wüste 4
Autor: Stephen Desberg, Zeichner: Hugues Labiano, Colorist: Maffre


Story:
Nach einem Kampf mit Cowboys ist die junge Indianerin Stern der Wüste verschleppt worden. Der junge Indianer Morgenbrise will seine heimliche Liebe wiederfinden. Seine Situation wird dadurch erschwert das sein Stamm auf Rache sinnt. Ein Kampf von dem Morgenbrise weiss das er sinnlos ist. Dabei setzt ein korrupter Indianeragent alles daran, einen Krieg zu entfachen, um den Indianern das Land zu rauben.


Meinung:
Verwirrenderweise ist Teil vier der Westernsaga der zweite und abschließende Part des Prequels von Der Stern der Wüste weswegen es manchmal schwer ist, die Handlung und die Personen in die bereits bekannte Geschichte einzuordnen. Es gehört zu der Natur von Prequels das nicht alles zu einem Abschluss gebracht wird, aber lobenswerterweise gibt es hier genügend Figuren die nicht in den anderen Bänden auftreten, so dass gerade in diesen Handlungssträngen genügend Spannung vorhanden ist.

Hier ist die Story auch weniger als Krimi konzipiert als in den vorherigen Ausgaben, sondern gerade von der Thematik her ein typischer Western. Ein generelles Thema des Western ist der Aufbau der Zivilisation gegen alle Widrigkeiten. Dazu gehören neben der Bewältigung der Natur und der Ureinwohner auch die Instinkte der Menschen. Denn neben den Pionierleistungen welche das Land erobern, kultivieren und die Felder bestellen sowie Vieh züchten, gehört auch die Überwindung des Egoismus dazu und eine geordnete Gesellschaft zu schaffen. Weswegen die Outlaws und Revolverhelden auch immer mehr verschwinden, da ihre Zeiten zu Ende gehen. Doch das gehört zu den Spätwestern und auch wenn Der Stern der Wüste schon ein Abgesang ist, so spielt er doch in der glorifizierten Epoche des Western.

Dabei wird hier gezeigt,  dass es historisch gesehen nichts zu glorifizieren gibt. Es ist zwar kein Abgesang auf den Westen, aber auf die Indianer. Denn die Zivilisationsbringer sind gar keine. Dominierten in den ersten Teilen noch die Männer die immer weiter vor der Zivilisation flüchteten und sich in der Gewalt verloren, ist dieses gar nicht erst möglich. Denn statt der Kultivierung und einem geordneten Gemeinwesen bringen die Pioniere Zerstörung, Tod und Elend. Rassismus und Mord beherrschen den Westen, Bigotterie und Egozentrik bestimmen das handeln. Dabei sind sich die Landnehmer nicht einmal einig in dem gemeinsam geschaffenen Feind der Indianer, sondern hier handelt jeder gegen jeden. Hier gibt es keine strahlenden Helden, sondern Individuen die halbwegs glücklich durch das Leben wollen und in die Mühlen größerer Machenschaften geraten. Um die Zivilisation zu errichten zählt der einzelne nichts und der Kampf um das individuelle Streben nach Glück, dem Amerikanischen Traum, artet immer wieder in Gewalt aus. Zu den Stärken des Bandes zählen die zerrissenen Figuren und selbst wenn einer der skrupellosesten Charaktere sein verdientes Ende findet, so ist man doch gerührt weil gerade er den typischen amerikanischen Traum hegte, aber zur Erreichung zur Gewalt griff. Alle sind tragisch und verlieren sich wie im Film Noir in den gesellschaftlichen Verstrickungen.

Das wird noch durch die stimmungsvollen Zeichnungen gestützt. Denn vor allem die sehr geschickte Farbgebung schafft  mit ihrer teils unwirklichen Tönung eine Noir Stimmung die nicht nur die Individuen betrifft, sondern vor allem einen Abgesang auf das Genre und seinen vielen Klischees deutlich macht.


Fazit:
Ein düsterer und brutaler Western in dem es keine strahlenden Helden gibt, sondern die Kehrseite des amerikanischen Traums dargestellt wird. Fatalistisch mit guten Zeichnungen und interessanten Charakteren.

Der Stern der Wüste 4 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Der Stern der Wüste 4

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 16

ISBN 10:
3741610070

ISBN 13:
978-3741610073

64 Seiten

Positiv aufgefallen
  • interessante Figuren
  • sehr gute Farbgebung
  • Demontage amerikanischer Traum
Negativ aufgefallen
  • Prequel manchmal schwer einzuordnen
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Rezension vom: 20.10.2018
Kategorie: Alben
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