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Comic-Besprechung - Mord für Mord 1 – Gila Monster

Geschichten:
Text: Roger Seiter
Zeichnungen: Pascal Regnauld 


Story:
San Francisco im Regen. Irgendwo im Hafen. Der Niederschlag prasselt auf einen Mann mit einer stark blutenden Kopfwunde. Nur ganz langsam kann sich der Verwundete erheben. Durch den schlag ist sein Gehirn dermaßen in Mitleidenschaft gezogen worden, dass er sich an rein gar nichts erinnern kann. Vor ihm liegt eine Pistole und als er wenig später auf eine Frauenleiche stößt, scheint es ihm ratsamer zu sein, sich zu verstecken. Schnell stellt sich heraus, dass sich ihm nicht nur die Polizei auf die Fersen geheftet


Meinung:
Mit „Mord für Mord“ bietet der französische Szenarist Roger Seiter, der hierzulande vor allem durch seine Serien „Fog“ (Comicplus) und „Das Blutherz“ (Ehapa) bekannt ist, eine auf zwei Teile angelegte Crimestory. Der Plot der Geschichte ist auf dem ersten Blick genau das, was Fans des Genres begeistert: ein Mann ohne Gedächtnis, zwielichtige Gestalten, mehrere Leichen, die scheinbar in keinem Zusammenhang zueinanderstehen und eine Geheimnis, wie alles miteinander verbunden ist.
Seiter bewegt sich mit seiner Geschichte gekonnt im Fahrwasser des großen amerikanischen Film Noir. Dieser arbeitet im Wesentlichen mit schwarzweißen Kontrasten, die im vorliegenden Band durch Blau- bzw. Braun-Weiß ausgetauscht wurden. Wie im Film Noir spielen auch bei Seiter Antihelden die Hauptrollen. Der Mann ohne Gedächtnis scheint nicht nur sehr reich und bekannt zu sein, sondern er hat auch gleich mehrere Identitäten. Der Anschein, dass er nicht ganz legal zu seinem Vermögen gekommen ist, verhärten sich im Laufe des Bandes. 
Wirklich bemerkenswert an dem Band ist zudem das Artwork. Der 1961 geborene französische Zeichner Pascal Regnauld liefert mit „Mord für Mord“ sein Erstlingswerk ab. Zwar ist er bereits seit 1995 als Assistent von Benoît Sokal im Comicmetier vertraut, nun betreut er aber seine erste eigene Serie. Und was ist das gleich für ein Paukenschlag. Der ganze Band ist in zwei Farben gehalten: Für alle Nachtszenen verwendet Regnauld einen triefigen Blauton, für die Szenen am Tag einen Braunton. Einzig Blut wird in seiner natürlichen roten Farbe dargestellt.
Wer im Comicladen seines Vertrauens stehen sollte und sich unschlüssig fragt, ob der band noch im monatlichen Budget enthalten ist oder nicht, sollte sich die ersten neun Seiten ganz genau ansehen. Diese ersten Seiten spielen fast ausschließlich im Hafen von San Francisco und spiegeln das ganze Können des jungen französischen Künstlers wieder. Der Gestank nach altem Fisch, der Salzgeruch, das Schlagen der Wellen, das Plätschern des Regens, die Hoffnungslosigkeit und die Fäulnis – alles das fängt Regnauld in den Panels der ersten Seiten ein. Es verwundert angesichts dieser Brillanz wenig, dass Sokal den Künstler in sein Team holte.


Fazit:
„Mord für Mord“ ist ein Film Noir aufs Papier gebracht. Das Artwork von Regnauld packt den Leser vom ersten Panel an und lässt ihn erst nach 56 spannenden Seiten wieder los.  


Mord für Mord 1 – Gila Monster - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Mord für Mord 1 – Gila Monster

Autor der Besprechung:
Bernd Hinrichs

Verlag:
Schreiber und Leser

Preis:
€ 16,95

ISBN 13:
978-3-946337-70-6

56 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Artwork
  • Anlehnung an Film Noir
  • Gelungenes Erstlingswerk
Negativ aufgefallen
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Rezension vom: 13.06.2018
Kategorie: Alben
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