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Comic-Besprechung - Marshal Bass 1: Black and White

Geschichten:
Marshal Bass 1: Black and White
Autor: Darko Macan, Zeichner: Igor Kordey, Colorist: Desko


Story:
Arizona 1875. Bass ist ein Schwarzer der unschuldig eines Verbrechens angeklagt ist und schon am Strick hängt. Aber der Marshal erkennt noch seinen Irrtum und macht Bass ein Angebot das er nicht ablehnt. Schließlich wird so Bass zu einem der ersten Farbigen der ganz offziell ein Gesetzeshüter im Wilden Westen ist. Aber gleich sein erster Auftrag kann auch der letzte sein, da er eine Bande von Outlaws unterwandern soll.


Meinung:
Schon die erste Seite der neuen Western-Serie Marshal Bass ist etwas irritierend. Das betrifft vor allem die Zeichnungen. Denn angesichts der Proportionen der Gliedmaßen, der Plastizität der Körper, die Mimik und das die Gesichter eine Tendenz dazu haben nach unten gezogen zu werden, sowie die satten Farben welche an die Technik des direkt aufgetragenen Öls erinnert, gewinnt man den Eindruck , dass die Gestaltung durchaus von dem Altmeister Richard Corben hätte stammen können. Man fühlt sich immer wieder versucht, den Einband anzuschauen. In der Tat: es ist nicht von Corben gestaltet worden, sondern von Igor Kordey. Ein weitaus unbekannterer Name, obwohl der Mann nicht unerfahren ist, sondern für die X-Men, Tarzan, Star Wars und die Black Widow gearbeitet hat. Aber es gibt schlechtere Einflüsse als denjenigen von Corben und die Erfahrung im Action-Segment merkt man den Zeichnungen von Kordey auch an. Es gibt viele dynamische Perspektiven, so dass die Bilder immer einen Spannungsgehalt haben, es gibt gute Effekte die sehr filmisch sind, etwa wenn der Anführer einer Bande langsam den Kopf hebt und unter der Hutkrempe das Gesicht erkennbar wird, und große Splashpanels die sich sogar mal über zwei Seiten strecken. Das sind wahre Schlachtgemälde bei denen man näher hinschaut, da die Action oft in diesem Tableau stattfindet. Allerdings wird dadurch der Lesefluss etwas gebremst.

Aber die Story macht da auch einiges wett. Man muss sich ja bei jeder neuen Westernserie fragen, ob wirklich etwas Neues erzählt werden kann, oder ob die Themen in einem der ältesten populären Genres nicht wirklich auserzählt worden sind. Hier hat der Autor Darko Macan ein nahezu unbekanntes Kapitel des Wilden Westen aufgegriffen. Meist ist von der schwarzen Bevölkerung im Wilden Westen nur dann die Rede wenn es um die Sklaverei geht oder um die schwarzen Kontingente der Nordamerikanischen Armee im Bürgerkrieg. Aber das es sowohl unter den Outlaws als auch unter den Gesetzeshütern Farbige gegeben hat, ist nahezu unbekannt. Gut, es kam selten vor, aber gerade in dem Spannungsfeld des Rassismus und den Wunden des Bürgerkriegs ist es erstaunlich, dass sich bislang niemand dieses Themas angenommen hat.

Dabei wird das Thema kein Selbstzweck, sondern die Wahl eines Schwarzen als Gesetzeshüter ist logisch, da er eine Bande von schwarzen Outlaws unterwandern soll um sie auszuschalten.  Die Undercover-Arbeit sorgt dann auch für einiges an Spannung. Allerdings gibt es zwei sehr unlogische Momente in dem Band die das Vergnügen etwas schmälern. So ist die Motivation ein Gesetzeshüter zu werden bei Marshal Bass alles andere als klar. Sein Streit mit seiner Frau offenbart da einiges, aber wirklich beantworten kann man die Frage nicht, da er sich so den Weißen gegenüber exponiert und in zusätzliche Gefahr bringt. Wesentlich unlogischer ist aber die Tatsache, dass jemand weiß, dass Bass nicht der ist, der er vorgibt zu sein, sondern ein Marshal, es aber seinen Komplizen nicht verrät. Zu keinem Zeitpunkt wird deutlich warum der Outlaw so handelt.

Und doch ist die Geschichte packend und in sich abgeschlossen und man wird der Serie noch folgen da man wissen will, wie sich der Held in einer rassistischen weißen Welt durchsetzen will. Trotz einiger kleinerer Mängel also durchaus einen Blick wert.


Fazit:
Eine spannende und interessante Grundidee, die leider etwas darunter leidet, das einige unlogische Aspekte vorkommen.

Marshal Bass 1: Black and White - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Marshal Bass 1: Black and White

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Splitter

Preis:
€ 14,80

ISBN 10:
3962190910

ISBN 13:
978-3962190910

56 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Zeichnungen
  • Storyidee
  • packende und actionreiche Geschichte
Negativ aufgefallen
  • Dynamik manchmal ausgebremst
  • zwei sehr unlogische Aspekte
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Rezension vom: 10.06.2018
Kategorie: Alben
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