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Comic-Besprechung - Das Blut der Feiglinge 4: Eine Ermittlung in der Hölle

Geschichten:
Das Blut der Feiglinge 4: Eine Ermittlung in der Hölle
Autor / Zeichner: Jean-Yves Delitte, Colorist: Douchka Delitte


Story:
Trotz aller Intrigen  gegen ihn, hat Major Byron Pike vom englischen König persönlich alle Vollmachten bekommen, den brutalen Frauenmörder zu fassen. Das missfällt nicht nur einigen Höflingen, sondern vor allem die Verschwörer fühlen sich bedroht,  da die Ermittlungen ihnen schon gefährlich nahe kamen. Nun fassen sie einen monströsen Plan und wollen so schnell wie möglich zuschlagen.


Meinung:
Wie immer sind die Zeichnungen von Jean-Yves Delitte sehr beeindruckend vor allem was das Milieu und die Hintergründe angeht. So nutzt er auch bei dieser Story aus seiner Serie Das Blut der Feiglinge  jede mögliche Gelegenheit so viel Schiffe zu zeichnen wie es geht, um seine Position als offizieller Zeichner der französischen Marine zu rechtfertigen. Deswegen befinden sich die Ermittler oft am Hafen und die Verschwörer treffen sich oft an Ufern. Das hat selten was symbolisches, auch wenn man das Ufer als einen Ort des Aufbruchs sehen kann (die Intriganten wollen etwas Neues und zu neuen Ufern aufbrechen) und den Hafen als etwas sicheres da dort Schiffe nach langen Reisen eintreffen (das Bewahren des Status Quo indem man etwas hat, worauf man sich besinnen kann, und was der Ermittler schützen muss). Aber diese Symbolik ist recht konstruiert. Meist dienen die Locations einzig als Ausrede dafür, das Delitte wieder Boote und Schiffe zeichnen kann. Denn die Geschichte an sich braucht keine Schiffe, da sie komplett an Land und in der Stadt London spielt und auch die Story hat nichts mit Seefahrt zu tun. Von der Stadt London sieht man hier auch erstaunlich wenig. Aber leider ist es auch wie immer mit den Zeichnungen von Delitte das er bei den Gesichtern seiner Figuren zwar einen Detailreichtum nutzt, aber keine Differenzierungen. Nicht nur gelingen ihm keine „schönen“ Ansichten, sondern die Figuren sind auch weiterhin sehr verwechselbar. Wie bei den anderen Ausgaben auch, kann man sie nur meist in der Form des Schnurrbartes und der Haare unterscheiden. Als ob Delitte die Gestaltung individueller Züge nicht interessieren würde.

Die Story ist nicht uninteressant, aber auch nicht sonderlich überzeugend. Angesichts vieler Szenenwechsel gerät die eigentliche Ermittlung auf der Suche nach einem brutalen Frauenmörder und dem Aufdecken einer Verschwörung zunehmend zu einer Nebensache und so ist nicht alles  besonders logisch. Warum etwa ahnt der Held, dessen kriminelle Vergangenheit wieder nicht thematisiert wird, schnell wer der Täter ist? Worin seine Indizien bestehen und was ihn zu seiner Hypothese und dem Verdacht getrieben hat, bleibt dem Leser völlig unklar. Auch das die Intrige eher zufällig gestört wird und gar nicht vom dem Ermittler verfolgt wird, lässt einen ewigen Deus ex Machina Effekt im Hintergrund herumlaufen. Aber angesichts des geschaffenen Zaubers des Zeitkolorits und des Milieus ist das doch bestechend. Die Optik siegt in Punkten vor dem Inhalt auch wenn man es kaum verschmerzen kann, dass der historisch verbürgte große Brand von London hier zeichnerisch eher nebenbei abgehandelt wird. Da hätte man mehr draus machen können.



Fazit:
Optisch hui, storytechnisch naja. Das Milieu und das Setting sind atemberaubend und detailreich gestaltet, was man sich bei der Mimik der Figuren und der Story auch gewünscht hätte.


Das Blut der Feiglinge 4: Eine Ermittlung in der Hölle - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Das Blut der Feiglinge 4: Eine Ermittlung in der Hölle

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 16

ISBN 10:
3741606707

ISBN 13:
978-3741606700

48 Seiten

Positiv aufgefallen
  • detailreiche Zeichnungen
  • Gestaltung Milieu und Setting
Negativ aufgefallen
  • unlogische Story
  • verwechselbare Gesichter
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Rezension vom: 05.06.2018
Kategorie: Alben
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