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Comic-Besprechung - Locke & Key - HIMMEL UND ERDE

Geschichten:

Hinter dem Mond
Joe Hill, Gabriel Rodriguez, Jay Fotos

Grindhouse
Joe Hill, Gabriel Rodriguez, Jay Fotos

 

Stilles Örtchen
Joe Hill, Gabriel Rodriguez, Jay Fotos



Story:
Der Band beinhaltet drei Geschichten des eingespielten LOCKE & KEY-Teams. Zwei davon spielen in der Vergangenheit. In der ersten Geschichte lernen die Leser einige Lockes aus der Vergangenheit kennen, u.a. Chamberlin Locke, um den und dessen Sohn sich die Geschichte dreht. Die zweite der Geschichten versetzt uns in die Zeit der großen Depression in den USA und verdeutlicht auf anschauliche Weise, wie die Lockes und das Keyhouse schon in der Vergangenheit mit feindlichen Eindringlingen umgegangen sind. Den Abschluss bildet eine kleine Geschichte um die Locke-Geschwister, die man auch aus der Hauptserie kennt. In ihr sind Bode, Ty und Kinsey auf der Suche nach neuen Schlüsseln. Eigentlich nichts aufregendes, wenn da mal nicht wieder Bode wäre, durch den die Geschichte eine unerwartete Wendung bekommt.

Meinung:
Mit dem vorliegenden Band erweitern Autor Joe Hill und Zeichner Gabriel Rodriguez ihren LOCKE & KEY-Kosmos um einige feine Fakten und Geschichten.
Das Highlight dieses rundum lesenswerten Bandes bildet dabei schon die erste Erzählung. Sie handelt von Chamberlin Locke und seinem Sohn. Dieser ist schwerkrank und Chamberlin versuchte schon seit geraumer Zeit mittels von Keyhouse seinen Sohn zu heilen und ihm damit das Leben zu retten.
Die Geschichte ist sehr einfühlsam erzählt und kommt gänzlich ohne die krasse Gewalt aus, die man aus der Hauptserie kennt. Vielmehr zeigen die LOCKE & KEY-Schöpfer, dass sie es auch verstehen eine Geschichte sehr ruhig und verträumt ihren Lauf nehmen zu lassen, nur um dann trotzdem mit emotionaler Wucht zu enden. Dabei ist die Erzählung um die Vater-Sohn-Beziehung sowohl von Autor Hill toll geschrieben als auch von Gabriel Rodriguez grafisch umgesezt, der im 2. Teil der Geschichte mit Zeichnungen glänzt, die an Little Nemo erinnern.

Die zweite Geschichte ist eine typische Hard-Boild-Krimi-Story. Eine Bande von drei Gangstern hat ein Kurhotel überfallen und ist nun auf der Flucht und gleichsam auf dem Weg in die Freiheit. Dazu müssen sie allerdings auf das Locke-Gelände, da ihr Schiff von der Bucht der Lockes ablegt. Der Plan hätte so gut aufgehen können, hätten sich die Verbrecher nicht, wie für so eine Geschichte typisch, als von Grund auf schlechte Menschen bewiesen, die plötzlich die Frauen der Locke-Familie vergewaltigen wollen und den Mann brutal zusammen schlagen. Doch auch in dieser Geschichte ist sich die Familie ihres wundersamen Hauses bewusst und weiß die verschiedenen Türen gekonnt einzusetzen. Hill und Rodriguez liefern mit dieser Geschichte das genaue Gegenteil zu dem Beginn des Bandes. Hier werden die Abgründe der Menschen, wenngleich genretypisch etwas überzeichnet, beleuchtet und es wird auch nicht mit physischer und psychischer Gewalt gespart. Allerdings passt auch diese Geschichte zu dem LOCKE & KEY-Kosmos, immerhin ist es ein wesentliches Element der Haupthandlung, wie Menschen mit extremen und verletzenden Situationen umgehen und zu leben lernen.

Geschichte Nummer drei kommt als kleine, charmante und witzige Fingerübung der Masterminds Hill und Rodriguez daher. Die Geschwister suchen auf dem Locke-Gelände nach neuen Schlüsseln. Während Ty und Kinsey sich dabei zunehmend langweilen, ist es Body, der einem dringenden menschlichen Bedürfnis nachgehen muss und dabei – wie sollte es anders sein – den Schlüssel und ein passendes Loch dazu findet. Vor allem die Zeichnungen des der Geschichte dem Titel gebenden „Stille(n) Örtchen(s)“ machen hier eine Menge Spaß, hat Rodriguez hier doch einige Anspielungen auf andere Comics wie z. B. Tank Girl untergebracht.

Hinsichtlich der Aufmachung wird auch dieser Band im Format der Master Edition veröffentlicht. Folglich ist der Einband fest und macht einen edlen haptischen Eindruck. Auch Papier und die Fadenbindung lassen keine Wünsche offen. Im Gegenteil zum ersten Band der Master Edition strotzt „HIMMEL UND ERDE“ nur so vor Extramaterial. Zahlreiche Fotos und Zeichnungen auf 24 Seiten runden den tollen Gesamteindruck ab.

Fazit:

Der geneigte LOCKE & KEY-Leser wird auch um diesen Band nicht herum kommen. Autor Hill und Zeichner Rodriguez beweisen mit den drei Geschichten, dass sie das volle Spektrum an Genres beherrschen. Sie schaffen es einfühlsame, traurig verträumte Geschichten zu erzählen, nur dann um zu zeigen, dass sie sich auch im Hard-Boilde-Krimi-Genre oder der Komödie heimisch fühlen. Und darüber hinaus erfahren die Leser gleich noch spannende Fakten aus der Vergangenheit.

Darüber hinaus muss auch wieder die Qualität der Veröffentlichung von Panini an sich gelobt werden. Sowohl Format und haptische Verarbeitung wie auch die Zusammenstellung des Bandes mit dem Bonusmaterial sind über jeden Zweifel erhaben. Einzig für Neuleser bzw. Einsteiger in den Kosmos um LOCKE & KEY ist dieser Band nur bedingt geeignet, da hier die zentrale Thematik und die Mechanik um die Schlüssel und Keyhouse nicht erklärt, sondern als bekannt vorausgesetzt werden. Von daher heißt es für alle Einsteiger zunächst mal nur „Reinlesen“ während der Band sämtlichen LOCKE & KEY-Lesern mit einem „Zugreifen“ zu empfehlen ist.

Locke & Key - HIMMEL UND ERDE - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Locke & Key - HIMMEL UND ERDE

Autor der Besprechung:
Martin Ebert

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 17,00

ISBN 10:
3741606804

ISBN 13:
978-3741606809

72 Seiten

Positiv aufgefallen
  • athmosphärische und emotionale Geschichten,
  • die die Vielfalt und Bandbreite des Locke & Key-Kosmos aufzeigen,
  • wieder unglaublich dynamische und tolle Zeichnungn von Gabriel Rodriguez
  • tolles und reichhaltiges Bonusmaterial und haptische Verarbeitung,
Negativ aufgefallen
  • Vorwissen über die Locke & Key-Comics von Vorteil, da keine Erklärung für Neuleser gegeben wird
  • im Vergleich zur Master Edition recht teuerer Preis
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
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Rezension vom: 02.05.2018
Kategorie: Hefte
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