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Comic-Besprechung - Revival 8: Bleib doch noch etwas

Geschichten:
Revival 8: Bleib doch noch etwas
Autor: Tim Seeley, Zeichner: Mike Norton, Colorist: Mark Englert, Allen Pasallaqua, Dee Cunniffe


Story:
General Cale soll von ihrem Posten abgelöst werden und um diesen  nicht zu verlieren, setzt sie alles auf eine Karte. Egal wer darunter leiden muss. Währenddessen spitzen sich die Ereignisse in dem abgeriegelten Ort zu. Denn Officer Dana Cypress hat herausgefunden, wer ihre Schwester Em ermordet hat und was das mit den letzten Ereignissen zu tun hat. Angesichts der eskalierenden Konflikte müssen sich die Freunde zusammenreissen, um das Ende der Welt zu verhindern.


Meinung:
Mit dem achten Band liegt nun das Finale der Serie Revival vor. Wie es sich für ein Ende einer länger laufenden Serie gehört, werden nun verschiedene langsam aufgebaute Konflikte aufgelöst und kommen zu einer Eskalation. Das macht den Band für Gelegenheitsleser und Neueinsteiger unverständlich. Schließlich können sie die dramatischen Ereignisse nicht einordnen und so dürfte recht viel verpuffen. Fans und Sammler der Serie könnten hingegen schon direkt aufhören diese Zeilen zu lesen denn diese werden den Band sich eh kaufen. Nicht nur weil man sie komplett haben will, sondern einfach weil sie sich lohnt.

Nun werden also die Handlungsstränge aufgelöst und offene Fragen und Konflikte geklärt. Bedauerlicherweise geht auf den letzten Metern den Machern etwas die Luft aus. Was daran liegt, dass man sich etwas verhalten zu den Ereignissen verhält und sich nicht so recht traut wirklich emotional zu werden, was auch den Leser auf Distanz hält und was die sympathischen Figuren nicht verdient haben. Da hätte man sich etwas mehr zutrauen sollen. So wird einiges an Potential verschenkt. So etwa wenn nur auf den letzten Seiten erwähnt wird, dass eine der Hauptfiguren nun im Gefängnis sitzt, aber die emotionale Genugtuung des Lesers wird enttäuscht da nicht gezeigt wird wie die Person inhaftiert wird und darüber deren Lebenswerk zusammenbricht. Das ist  mehr als enttäuschend. Auch der tragischste Verlust des Bandes hat Autor Seeley nicht so recht im Griff da die Szene in einem Dialog vertan wird der hier an der falschen Stelle auftritt und einiges vorher platziert hätte werden müssen, um die Emotionalität der Ereignisse zu unterstreichen. Dazu gehört auch die Szene als ein anderer Held scheinbar erschossen wird. Das spielt sich im Bildhintergrund ab und verleiht dem ganzen etwas beiläufiges was nur einen kleinen Schreck auslöst, ansonsten aber den Charakter in dieser Beiläufigkeit den zahlreichen Nebenfiguren gleichstellt. Auch das hat er nicht  verdient. Es sind also kleine Fehler welche dem Finale die Wucht nehmen und gerade bei einem Autor wie Seeley, der ja nicht unerfahren ist, ist das schon erstaunlich.

Diese Zurückhaltung hat aber auch einen Vorteil in einer anderen dramaturgischen Hinsicht: die Lösung des Rätsels warum die Toten wieder erweckt worden sind und wie das nun genau bewerkstelligt worden ist, wird nicht komplett erklärt. Das ist recht gelungen denn zum einen wird da der Fantasie der Leserschaft noch Futter gegeben und zum anderen verhindert Seeley damit sich Erklärungen ausdenken zu müssen im Sinne eines Rezeptes oder esoterisch verbrämter Theorien. Das ist lobenswert, auch wenn man sich zunächst etwas darüber wundert.

Zudem gibt es hier auch noch eine weitere satirische Spitze gegen den Jugendwahn der in den westlichen Gesellschaften immer noch vorherrscht und langsam in das absurde driftet. Aber um nun die einzelnen Komponenten ausgewogen zu einem Abschluss zu bringen, überwiegt doch die Action und die Konflikte eskalieren eher im physischen als im psychischen Sinne. So ist das Schicksal mancher Figuren durchaus tragisch aber nach dem langen Aufbau der Handlung und dem stetigen Zuwachs an Charakteren und den Konflikten untereinander hätte man sich für das Finale mehr Zeit nehmen sollen und manche Schicksale nicht so abrupt abhaken sollen. Schlecht ist der Band nicht, aber durchaus in gewissem Sinne enttäuschend. Aber vielleicht waren die Erwartungen angesichts der generellen Qualität der Serie einfach zu hoch.


Fazit:
Ausgerechnet das Finale ist enttäuschend, da zu viele Ereignisse und Schicksale allzu beiläufig abgehakt haben. Für Fans ist der letzte Band einer ansonsten großartigen Serie aber ein Pflichtkauf.


Revival 8: Bleib doch noch etwas - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Revival 8: Bleib doch noch etwas

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Cross Cult

Preis:
€ 20

ISBN 10:
3959815816

ISBN 13:
978-3959815819

128 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Spannung und Dramatik
  • einiges bleibt im Dunkeln für die Fantasie
  • zeichnerische Gestaltung
  • Fäden werden zusammengeführt
Negativ aufgefallen
  • zu vieles beiläufig abgeschlossen
  • zu viel Distanz durch falsche Perspektiven und Timing
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Rezension vom: 01.05.2018
Kategorie: Revival
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