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Comic-Besprechung - All-Star Batman 3: Der Verbündete

Geschichten:
All-Star Batman 3: Der Verbündete (All-Star Batman 10-14)
Autor: Scott Snyder, Rafael Albuquerque, Rafael Scavone, Zeichner: Rafael Albuquerque, Sebastian Fiumara, Colorist: Jordie Bellaire, Lee Loughridge, Trish Mulvihill, Cris Peter


Story:
Batman und Alfred reisen nach Miami da von dort aus etwas sehr gefährliches nach Gotham geschafft werden soll. Doch Batman bekommt es nicht nur mit Gegnern wie Hush, Tiger Shark, dem Pinguin und Black Mask zu tun, sondern auch mit modernen Piraten. Als wäre das noch nicht genug, gerät die Reise auch zu einem Trip in die Vergangenheit. Alfreds Vorgeschichte als Geheimagent holt ihn ein und bringt ihn und seinen Schützling in tödliche Gefahr. 

Meinung:
Die Story ist losgelöst von den anderen Serien aus dem Batman-Universum und wie in den vorherigen zwei Bänden von All-Star Batman liegt auch hier wieder eine psychische Auslotung vor was ein emotionales Zentrum bildet. Bislang wurden die Schurken näher vorgestellt und deren teils kompliziertes Verhältnis zu Batman, wie etwa bei Two-Face. Im nunmehr vorliegenden Abschlussband durchweht die Liebe zwischen Alfred und Bruce die Seiten.

Selten wurde deutlicher gemacht als hier, dass die beiden im Grunde in einer Vater und Sohn Beziehung zueinander stehen. So zieht sich auch das Thema Vaterersatz durch den ganzen Band. Im Grunde sind auch die Missionen dazu zählend, da hier ein unmögliches Ziel gewählt wird, was dem Leben ein Sinn gibt, da man kein väterliches Vorbild hat oder dessen Status und Rolle nicht wiederholen möchte und sich bewusst davon abzugrenzen versucht. Batman hat kein reelles Vaterbild, weil sein Vater ja starb als Bruce noch ein Junge war und kann ihm so wenig nacheifern, da er ihm nicht vertraut ist. Jedenfalls nicht mit einem distanzierten realistischen Blick der auch die Fehler begreift, sondern immer noch einen kindlich idealisierenden Standpunkt dem Vater gegenüber vertritt, was sich auch zu der unerfüllbaren Mission Batmans verdichtet. Alfred ist Bruce ein Vaterersatz und in einem Parallelstrang wird der Werdegang Alfreds und sein kompliziertes Verhältnis zu dem eigenen Vater beleuchtet sowie die eigene Suche nach einem Mentor.

Indem hier ein Rückgriff auf Mythen vollzogen wird, vor allem auf diejenigen von Rittern und Piraten, werden auch kindliche Träume eingebaut und damit eine Metaebene geschaffen die auch einen Hauch von Ironie mitbringen. Batman ist ein dunkler Ritter auf einer hoffnungslosen Mission und die Gangster sind Piraten die aber von ihrem einstmaligen Nimbus deutlich verloren haben da es keine Romantik mehr gibt welche man ihnen zuschreiben könnte. Es wird deutlich gemacht, auf einer symbolischen Ebene, dass die Schurken auch dazu dienen, dass der Held wächst und seine Bestimmung erfährt. Es liegt also ein Spiel mit Archetypen vor die hier immer wieder aufgegriffen werden. Somit dienen Archetypen auch dem Wachstum und der Sozialisation von Kindern und erfüllen in der Hinsicht wiederum eine Vaterrolle deren Einschränkung und mögliche Enttäuschung aber in dem dunklen Teil, Gangster, ideologiefreie Ritter und düstere Piratenkapitäne, schon mit enthalten ist und sich in der Distanzierung von ihnen ein Charakter formen kann.

Zudem liegt ein Spiegel in mehrfacher Hinsicht vor mit modernen Gangstern als Piraten und Piraten die sich mit der Moderne arrangieren, aber noch ein Ehrgefühl haben. Während die modernen Gangster dem völlig abhold sind. Natürlich gibt es hier auch Action satt und zudem sehr gelungene Zeichnungen deren Farbgebung den märchenhaften Charakter erschafft da für die verschiedenen Handlungsebenen einzig Grundfarben eingesetzt werden und diese nur in Abstufungen variiert werden. Alles atmet damit einen artifiziellen Rahmen der die Metaebene geschickt herstellt.

Die zweite Storyline in diesem hervorragenden Band spielt chronologisch eigentlich vor der ersten, war aber in den US-Heften an den anderen Kapiteln angehängt und so wird das hier auch getrennt, da man ansonsten immer wieder einen stilistischen, inhaltlichen und zeichnerischen Bruch gehabt hätte. Auch ist hier keine symbolische Ebene mehr zu finden, sondern schlicht und ergreifend eine temporeiche Actionstory die vor allem deswegen hängen bleibt weil hier eine interessante neue Schurkin eingeführt wird von der man zukünftig gerne mehr sehen möchte und die viel Potential mitbringt um einen stetigen Platz in der Schurkengalerie zu bekommen.

Insgesamt also einer der besten Batman-Bände der letzten Zeit der erstaunlich viel Substanz besitzt ohne das die Lesbarkeit und das spannende Vergnügen beeinträchtigt werden würde. Zugreifen.


Fazit:
Hervorragend. Nicht nur wird eine actionreiche Geschichte erzählt, sondern zudem eine vielschichtige Symbolik benutzt und zugleich eine Reflektion über Archetypen durchgeführt. Was die Lesbarkeit nicht beeinflusst.


All-Star Batman 3: Der Verbündete - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

All-Star Batman 3: Der Verbündete

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 17,99

ISBN 10:
374160741X

ISBN 13:
978-3741607417

172 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Spiel mit Archetypen
  • Symbolik
  • Auslotung der Beziehung zwischen Alfred und Bruce
  • Action
  • Farbgebung
Negativ aufgefallen
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Rezension vom: 29.04.2018
Kategorie: Batman
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