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Comic-Besprechung - Die Heere des Eroberers

Geschichten:
Die Heere des Eroberers
Autor: Jean-Pierre Dionnet, Zeichner: Jean-Claude Gal, Colorist: Dan Brown


Story:
In einer vergangenen Zeit zogen die Heere des Eroberers los, um sich die Welt zu unterwerfen. Ihr Ursprung war unklar, manchmal wurden sie aufgehalten, sogar manchmal zurückgeschlagen, doch sie gerieten immer tiefer in unbekannte Länder wo mannigfache Gefahren drohten. Erzählt wird das Schicksal einzelner Soldaten dieses Heeres.


Meinung:
Die Mini-Serie Die Heere des Eroberers stammt schon aus dem Jahre 1975 und erschien damals auf den Seiten des französischen Erwachsenenmagazins Metal Hurlant, also dem französischen Pendant zu Schwermetall. Wobei die deutschen Ausgaben oft die Inhalte der fremdsprachigen Mutterzeitschrift  lizenzierten und folglich übernahmen.

Insofern kann man hier die Serie neu für sich entdecken. Und sich selber die Frage beantworten ob eine über 40 Jahre alte Serie nun durch das Reifen ein Klassiker wurde oder einfach nur alt ist.  Zunächst einmal liegt hier keine stringente Dramaturgie vor, sondern eine Sammlung von Kurzgeschichten die eine grobe inhaltliche Klammer besitzen. Nämlich die titelgebenden Heere des Eroberers. Erzählt werden einige Abenteuer einzelner Soldaten und Abteilungen dieses Heeres welche auf ihrem Eroberungszug fremde Länder und Gefahren entdecken und daran zu Grunde gehen drohen.

Inhaltlich muss man die Geschichten der Heroic Fantasy zuweisen, auch wenn sich die Protagonisten alles andere als heldenhaft benehmen, sondern angenehm zwiespältig sind, was die Serie immer noch modern und frisch wirken lässt. Passend zu dem Genre sind auch die Zeichnungen. Zwar übertreiben sie nicht in den Muskelpartien und keiner wirkt wie Conan der Barbar, aber es steht doch die Lust auf Schwertkampf und ein martialisches Auftreten optisch im Vordergrund. Auch hält man sich bei einer historischen Einordnung zurück. So erinnern die Uniformen und Rüstungen zwar an diejenigen der römischen Legionen, haben aber dennoch etwas Unbestimmtes. Wie eigentlich alles in diesem Band. So sind das Setting und die Zeichnungen der architektonischen Gebilde und der Natur sehr beeindruckend, hier kann man etwa Einflüsse etwa einer untergegangenen nigerianischen Kultur feststellen. In dem realistischen und detailfreudigen Stil ist das hervorragend umgesetzt. Leider gilt das nicht für die Figuren. Sie erinnern sehr an Richard Corben, sind aber weniger plastisch gestaltet, sondern wirken manchmal etwas plump da die Proportionen nicht immer gelungen sind. So sind in manchen Bewegungsabläufen die Gliedmaßen sehr gedrungen, was sie sehr plump wirken lässt und den guten Gesamteindruck stört.

Dabei sind die Kurzgeschichten durchaus lohnenswert und können die formale Struktur der Gattung Kurzgeschichte gut widerspiegeln. Es gibt ein offenes Ende und einen offenen Anfang, alles läuft auf die überraschende Wendung am Schluss hinaus und alles steigert die Spannung bis zur letzten Konsequenz. Dabei werden hier beileibe nicht nur Fantasyklischees geboten, sondern man findet auch einige Horroreinflüsse, dramatische zwischenmenschliche Aspekte, Verrat, Treue, Pflichtgefühl und blanken Schrecken.

Leider bleiben die Geschichten aber nicht wirklich hängen. Sie sehen gut aus und sind angenehm zu lesen, aber leider sind sie nicht sonderlich prägend und es kann vorkommen, dass man sie schon bald nach dem Lesen wieder vergessen hat. Was schade ist, aber dem Fantasyfreund dennoch eine nette Lektüre für zwischendurch bieten wird.


Fazit:
Ein netter Snack für zwischendurch der vor allem Freunde der Fantasy ansprechen dürfte. Doch leider bleibt nicht viel hängen.


Die Heere des Eroberers - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Die Heere des Eroberers

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
All Verlag

Preis:
€ 15,80

ISBN 10:
3946522149

ISBN 13:
978-3946522140

59 Seiten

Positiv aufgefallen
  • detailreiche Zeichnungen
  • Setting
  • gute formale Strukturen
Negativ aufgefallen
  • kein bleibender Eindruck
  • Fehler in den Proportionen der Figuren
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Rezension vom: 22.04.2018
Kategorie: Alben
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