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Comic-Besprechung - Rudolph Dirks – Zwei Lausbuben und die Erfindung des modernen Comics

Geschichten:
Eckhart Bauer
Rudolph Dirks. Wiederentdeckt

Eckhart Bauer und Kai Gurski
Wer war Rudolph Dirks?

Alexander Braun
Die Brüder Dirks aus Heide.
Geburtshelfer eines Massenmediums

Tim Eckhorst
Family Business. Die Dirks und der Amerikanische Traum

Alexander Braun
Harold H. Knerr. Der Schattenmann

Benedikt Brebeck
Durch Streiche zum Ruhm. Zwei Lausbuben
wüten durch die Comic-Geschichte

Dirk Meier
Dirks und die schleswig-holsteinische Auswanderung
nach Übersee im 19. Jahrhundert

Benedikt Brebeck
W. H. D. Koerners kleiner Beitrag zur Comic-Geschichte


Dieser Comic wurde mit dem Splash-Hit ausgezeichnet
Glücklicherweise gehören auch in Deutschland Comicausstellung nicht mehr zu den Kuriositäten in der Museumslandschaft. In den letzten Jahren gab es eine ganze Reihe von liebevoll gestalteten und informativ aufgebauten Ausstellungen. Wesentlich zum guten Nachklang tragen auch die zumeist professionell gemachten Ausstellungskataloge bei. Sie bieten die Möglichkeit, sich in angenehmer Wohnzimmeratmosphäre noch einmal – und wieder und wieder – mit den Exponaten zu beschäftigen oder auch tiefer in die Materie einzusteigen. 
Der jetzt beim Christian A. Bachmann Verlag erschienene Katalog „Rudolph Dirks – Zwei Lausbuben und die Erfindung des modernen Comics“ bildet da keine Ausnahme. Das Werk begleitet die gleichnamige Ausstellung, die vom 18. Februar bis zum 22. April auf der Museumsinsel Lüttenheid in Heide lief. 
In acht Fachbeiträgen wird dem Leser das Werk und die Wirkung sowohl von Rudolph Dirks, dessen Name zumindest als Vater der Katzenjammer Kids bekannt ist, als auch seines jüngeren – weniger bekannten – Bruders Gustav „Gus“ Dirks. Beide waren als Pioniere für die 9. Kunst in der neuen Welt unterwegs – aber beide stammen aus dem kleinen Schleswig-Holsteiner Städtchen Heide. Ausschlaggebend für einen gelungenen Katalog sind zwei Aspekte: informative Textbeiträge und hohe Qualität bei der Druckqualität.
Es spricht definitiv für den Band, dass viele Zeitungscomicseiten ganzseitig in dem Katalog wiedergegeben wurden. So kann sich der Betrachter selber ein Bild von den künstlerischen Fähigkeiten der Kreativen machen. Die qualitativ hochwertige Wiedergabe verführt den Betrachter dazu, in die jeweilige Comicepisode einzusteigen. Überhaupt ist die Bildauswahl so gestaltet, dass der Katalog zum Durchblättern anreizt. Dies liegt vornehmlich an der erwähnten Druckqualität und auch daran, dass neben den Comics auch immer wieder Fotos, aktuelle und historische, in den gesellschaftlichen Hintergrund einführen. Gerne hält der Leser beim Blättern inne, so wie er vermutlich in der Ausstellung verharrt. 
Wem das lockere Durchblättern nicht ausreicht, der sei auf die Fachbeiträge hingewiesen, die von unterschiedlichen Autoren für diesen Katalog erstellt wurden. Zu den Autoren gehören beispielsweise der Kieler Designer und Illustrator Tim Eckhorst, der sich in seinem Beitrag „Family Business – Die Dirks und der amerikanische Traum“ ausführlich mit der Familiengeschichte auseinandersetzt. 
Ebenfalls als Autor vertreten – und bei Themen rund um die Anfangsjahre amerikanischer Zeitungsstrips nicht mehr wegzudenken – ist der Bonner Kunsthistoriker und Comicexperte Alexander Braun. Er trägt gleich mit zwei Artikeln zum Katalog bei. Einerseits widmet er sich der Bedeutung der Comics als Massenmedium und führt den Leser in die besondere Situation die seit Ende des 19. Jahrhunderts auf dem amerikanischen Zeitungsmarkt herrschte ein. In seinem zweiten Beitrag wird der Zeichner der „Katzenjammer Kids“ von 1914 bis 1949 – immerhin 35 Jahre – genauer vorgestellt. 
Mit Eckhart Bauer, emeritierter Professor der Kunstsoziologie, steuert ein weiterer Autor zwei Fachbeiträge bei. Zum einen gibt er einen Überblick zur Bedeutung von Dirks, der Ausstellung und ihrem Zustandekommen. In seinem zweiten Artikel stellt Bauer die Biographie des Künstlers Dirks detailliert vor.
Unterm Strich bleibt ein überaus unterhaltener und informativer Ausstellungskatalog, der mit schönen Abbildungen und fundierten Texten überzeugt – und das nicht nur, wenn man in der Ausstellung war. Er eignet sich auch als ausgezeichnetes Fachbuch zu einem großen deutschen Comicpionier aus Heide. 



Rudolph Dirks – Zwei Lausbuben und die Erfindung des modernen Comics - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Rudolph Dirks – Zwei Lausbuben und die Erfindung des modernen Comics

Autor der Besprechung:
Bernd Hinrichs

Verlag:
Christian A. Bachmann Verlag

Preis:
€ 19,90

ISBN 13:
978-3-96234-004-9

136 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Hohe Druckqualität
  • Informative Textbeiträge
Negativ aufgefallen
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Rezension vom: 09.04.2018
Kategorie: Alben
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