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Comic-Besprechung - Sugar Dog 1

Geschichten:
Sugar Dog 1
Autor / Zeichner: Masahiro Ikeno


Story:
Little Clover ist eine kleine Konditirei der es trotz gelungener Kuchen und Torten an Kundschaft mangelt. Umso erstaunter ist Fiona, dass sie zusammen mit ihrer Leibwächterin dort einquartiert wird. Denn ihr Vater ist ein Gangsterboss und in der Stadt droht ein Bandenkrieg und er will seine Tochter in Sicherheit wissen. Was Fiona nicht ahnt, ist die Tatsache, dass die Angestellten des Cafes berüchtigte Killer sind.


Meinung:
Mit dem ersten Band der neuen Mangaserie Sugar Dog dürften so manche fremdeln. Dabei ist die Story für einen Freund von Actiongeschichten gar nicht mal uninteressant. Die Handlung spielt in einer fiktiven Stadt welche anscheinend relativ autonom vom Staat ist und die in verschiedene Bezirke aufgeteilt ist. Regiert werden diese von sieben Gangsterchefs. Eine andere Verwaltungsstruktur wie etwa ein Bürgermeister oder Polizisten kommen hier merkwürdigerweise überhaupt nicht vor. Nun werden einige der Clanchefs ermordet und einer von ihnen versteckt seine Tochter im Teenageralter zusammen mit einer Leibwächterin in einer Konditorei. Das ist natürlich etwas irritierend, aber später erfahren die beiden jungen Frauen, dass die drei Betreiber der Bäckerei in Wahrheit hoch talentierte Killer sind, welche keiner Gang zugehörig sind, sondern stattdessen zwischen ihnen aufräumen. Deswegen heißt der Anführer der drei auch „Dog eat Dog“ da er als Gangster nur Gangster tötet.

Dieser Spitzname erklärt auch den Titel der Serie. Zum einen „Dog“ aufgrund seiner mörderischen Taten und zum anderen das „Sugar“ weil er ein begnadeter Bäcker ist. Zwar sind seine Kreationen beliebt und gelungen, aber die Konditorei ist nicht von Erfolg gekrönt, was angesichts der behaupteten Qualität unlogisch ist. Insofern liegt hier ein etwas bemühter Running Gag vor. Auch weil das Geschäft allein schon im ersten Band zweimal zerstört wird. Gerade die Szenen in dem Laden sind das schwächste in der ganzen Ausgabe  und nerven einen zusehends.

Womit man bei dem Faktor angekommen ist, warum einige hier fremdeln dürften. Auf der einen Seite hat man die Bäckerei, auf der anderen die Killer. Diese Aspekte welche ja in den Hauptfiguren vereint werden, kommen nicht harmonisch zusammen. Stattdessen fallen zwei Stilmittel erheblich auseinander. Gerade in Bezug auf die Heldin welche nun in eine Welt der Gewalt geworfen wird (wovor sie anscheinend die Augen verschlossen hatte, obwohl sie die Tochter eines Mafiabosses ist) liegt ein sehr hoher Niedlichkeitsfaktor vor. Sie ist ein verkörpertes Klischee der Darstellung von Mädchen in Mangas und wirkt in der Thematik und dem Setting permanent fehl am Platz. Mit großen Augen hat sie glitzernde Sternchen um sich herum, wenn sie einen leckeren Kuchen isst und alles ist so niedlich das man schon beim Betrachten Zahnschmerzen bekommt. Zudem gibt es alberne Verfremdungseffekte wenn sich die Figuren in Tiere verwandeln oder die Proportionen bei großen Emotionen nicht mehr stimmen. Bei Komödien passt das. Aber hier geht es nicht lustig zu.

Ganz im Gegenteil. Auf der anderen Seite kommen nämlich explizite Gewaltszenen vor welche schon in den Bereich des Splatter wandern. Da fliegen die Körperteile durch die Gegend, Menschen werden zerschossen und Opfer bekommen nicht einfach nur eine Kugel ab, sondern werden regelrecht zersiebt. An wen richtet man sich eigentlich mit der Serie? Für die einen wird sie zu brutal sein, für die anderen zu albern und zu niedlich. Diese Kombination ist zwar überraschend, aber durchaus befremdlich, da durch die albernen Elemente die Gewalt verharmlost wird, was ein ungutes Gefühl erweckt. Die Story rettet das Ganze auch nicht, da zumindest in diesem Auftakt nur die groben Hintergründe umrissen werden und noch keine Geschichte erzählt wird. Somit liegt hier ein Auftakt vor, der zwischen allen Stühlen sitzt und man selber nicht weiß, ob man sich mit der Serie irgendwo hinsetzen soll.


Fazit:
Zwiespältig. Die Story ist wie ein Baisier, der in sich zusammenfällt, wenn man hineinsticht und zwei Stilmittel prallen aufeinander, die absolut nicht harmonieren. 

Sugar Dog 1 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Sugar Dog 1

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Tokyopop GmbH

Preis:
€ 6,95

ISBN 10:
3842042191

ISBN 13:
978-3842042193

192 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Action
Negativ aufgefallen
  • dünne Story
  • Gewaltverharmlosung
  • unlogische Prämissen
  • niedliche Albernheit und Splatter passen nicht zusammen
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Rezension vom: 29.03.2018
Kategorie: Mangas
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