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Comic-Besprechung - Spider-Woman 3: Kürbisbomben zum Abschied

Geschichten:
Spider-Woman 3: Kürbisbomben zum Abschied (Spider-Woman 2016 13-17)
Autor: Dennis Hopeless, Zeichner: Veronica Fish, Inker: Veronica Fish, AndyFish, Colorist: Rachelle Rosenberg

Story:
Der Gehilfe, Babysitter und Freund von Spider-Woman Jessica Drew ist der ehemalige Superschurke Porcupine Roger Gocking. Roger sieht in der Zusammenarbeit mit Spider-Woman seine Chance auf Rehabilitation und die Möglichkeit einen neuen Weg in seinem Leben einzuschlagen. Zudem hat er sich in Jessica verliebt, wovon sie nichts ahnt. Doch Roger hat noch alte Schulden aus seinem Leben als Schurke zu begleichen und so nimmt er Kontakt zu dem Hobgoblin auf. Doch der ist alles andere als erfreut über die Pläne seines ehemaligen Vasallen.


Meinung:
Obwohl die Heldin Spider-Woman schon lange im Marvel-Kosmos unterwegs ist, genauer: seit 1977, wurde ihr doch eine eigene Serie meist verwehrt. Es gab vielleicht einige kleinere Solo-Auftritte und Mini-Serien, aber eine längere Serie von ihr gab es wenig. Abgesehen von ihrer ersten Reihe, die von 1978 bis 1983 dauerte, überlebten die anderen oft nicht mehr als ein oder zwei Jahre. Oft dauerte es bis zu zehn Jahre, dass man überhaupt die Figur neu auf dem Markt lancierte. Vergessen wurde sie allerdings nicht, sondern als Teil von Teams wie den Avengers genutzt. Auch als Gaststar war sie immer gerne gesehen und spielte inhaltlich durchaus eine wichtige Rolle in diversen Events.

Aber wie es oft so ist mit den Helden und Heldinnen der sogenannten zweiten Reihe: man kann mit ihnen sehr viel mehr anstellen als mit der ersten Riege da der Mini-Kosmos um die Figur nicht so sehr etabliert ist. Das erlaubt Experimente und neue Ansätze welche die Figur und ihre Geschichten oft sehr viel spannender machen. Umso erfreulicher war auch die Lektüre der aktuellen Spider-Woman Serie welche nicht nur die übliche Action bot, sondern auch Humor und das Thema der Vereinbarkeit von  Beruf und Familie in den Superheldenkosmos überführte. Jessica Drew wurde schwanger und bekam ein Kind und musste irgendwie das Mutter- und Heldinsein miteinander vereinbaren. Der aufmerksame Leser hat bestimmt schon die Vergangenheitsform bemerkt. Denn mit dem dritten Paperback, der nach Secret War neu gestarteten Reihe, liegt auch schon wieder der letzte vor. Angesichts der Stärke der Serie ist das äußerst bedauerlich, aber anscheinend sollte man wirklich gehen wenn es am schönsten ist.

Auch wenn es das erste Kapitel suggeriert: es ist kein Ende mit einem Knall. Vielmehr kommt der Schock am Anfang und dient vor allem dazu, bei der Heldin einen Reifeprozess  auszulösen und sie dazu zu bringen, ihr Leben und ihre Motive zu hinterfragen. Der Status Quo wird also verändert, ist aber vom Tonfall her eher hoffnungsvoll, sympathisch und lustig. Somit also nach dem dramatischen Auftakt ziemlich überraschend.

Trotz aller Action, die hier durchaus länger ausgefallen ist als in den Vorgängerbänden, ist es kein typisches Superheldenabenteuer in dem ein Masterplan verhindert werden muss und ein Kampf den nächsten jagt. Stattdessen wird Jessica mit ihren, offenbar, verdrängten Emotionen konfrontiert und das sie nicht alles als gegeben hinnehmen darf. Sie kann sich selber und ihr Inneres nicht mehr hinter der Maske oder ihren Rollen, sowohl als Mutter als auch als Heldin, verstecken, was zu einem wunderbaren und bewegenden Finale führt.

Der karge Strich mit den flächigen Hintergründen lässt Raum für die Mimik was angesichts des Themas sehr wichtig ist, aber auch die Action wirkt flüssig und damit sehr dynamisch. Zudem gibt es immer wieder einige nette Einfälle, wie etwa in dem letzten Kapitel, was den Humor wundervoll unterstreicht.
Wer die Serie schon kennt, wird auf jeden Fall zugreifen und wer nicht, sollte diese nicht verpassen. Ein schöner und runder Abschluss, der sich alle Möglichkeiten offen hält und doch eine deutliche Zäsur darstellt. Hoffentlich gibt es bald ein Wiedersehen mit Jessica.


Fazit:
Eine wundervolle Serie geht mit diesem Band zu Ende. Wie es sich gehört werden noch einmal alle Register gezogen und es wird dem Fan eine wunderbare Mischung aus Action, Drama, Witz und Emotionen geboten. Stark.

Spider-Woman 3: Kürbisbomben zum Abschied - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Spider-Woman 3: Kürbisbomben zum Abschied

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 14,99

ISBN 10:
3741605441

ISBN 13:
978-3741605444

112 Seiten

Positiv aufgefallen
  • emotionaler Wachstum der Heldin
  • Status Quo wird verändert
  • Action, Drama und Witz
  • dynamische Zeichnungen
Negativ aufgefallen
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Rezension vom: 23.02.2018
Kategorie: Hefte
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