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Comic-Besprechung - January Jones – Integral 2

Geschichten:
Das Pinkerton Drehbuch
Die Hörner des Stiers
Das Grab des Zeppelin
Text: Martin Lodewijk
Zeichnungen: Eric Heuvel


Story:
In „Das Pinkerton Drehbuch“ treffen wir die attraktive Pilotin January Jones in Hollywood wieder. Sie übernimmt dort für den Film „Villas Gold“ die gefährlichen Flugstunts. Als sich allerdings die Pannen beim Dreh häufen beginnen sie und ihr Mechaniker Rick zu ahnen, dass es darum geht den Film zu sabotieren. Schnell findet sie sich wieder im Strudel von Intrigen des mächtigen Filmgeschäftes und in den Armen eines der begehrtesten Schauspieler überhaupt.
January und Rick müssen in „Die Hörner des Stiers“ in Afrika zwischenlanden, um ihr Flugzeug wieder flott zu machen. Dort muss sie hilflos mit ansehen, wie Rick entführt wird. Die Spur führt sie nach Spanien und damit mitten hinein in ein vom Bürgerkrieg geschütteltes Land.
„Das Grab des Zeppelin“ heißt die letzte Geschichte des zweiten Bandes der Gesamtausgabe. Hier trifft January in New York auf den Erfinder Nikola Tesla, der vor ihren Augen von den deutschen entführt wird. Schnell erfährt sie, dass es um Teslas Genialität geht, mit deren Hilfe die Deutschen neue Waffen entwickeln wollen. Und damit geht es plötzlich nicht nur darum einen entführten Wissenschaftler zu retten, sondern um viel mehr.



Meinung:
In dem zweiten Band der Integral-Ausgabe werden ausschließlich deutsche Erstveröffentlichungen abgedruckt, die im Original zwischen 1995 und 2012 erschienen. Mit dem ersten Teil der Reihe wurde das bereits bekannte Material aus der Carlsen-Veröffentlichung wiedergegeben. 
Zwar liegen zwischen dem 1993 veröffentlichten Album „Der Schatz von König Salomon“ (s. January Jones Integral – Band 1) und dem ersten Band im zweiten Teil nur zwei Jahre, aber es scheint, als wäre die Serie in dieser kurzen Zeit sehr viel reifer geworden. Die Gags sitzen und alle Geschichten in dem jüngsten Integral-Band strotzen nur so vor Parallelen, Hinweisen und Persiflagen.
Alle drei Geschichten bieten einen großen Strauß an historischen Persönlichkeiten. „Das Pinkerton Drehbuch“ wählte mit Butch Cassidy und Sundance Kid gleich zwei Banditen, die im ausgehenden 19. Jahrhundert für Unruhe unter Bankiers und Lokführern sorgten, zu Protagonisten. Beide Hauptfiguren werden nicht nur geschickt eingeführt, sondern der Leser erfährt noch eine ganze Reihe von interessanten Details aus ihrem Leben. Mit Clark Fable tritt eine wunderbare Parodie von Clark Gable auf. Daneben hat aber auch noch Lucky Luke seinen Gastauftritt, stilecht mit Martini in der Hand und Limousine auf dem Weg zum Golfplatz.
„Die Hörner des Stiers“ wirken gegen so viel Slapsticks schon sehr ernst. Der spanische Bürgerkrieg, in dem die europäischen Großmächte einen Stellvertreterkrieg führen, lädt auch nicht zum Kalauern ein. Doch trotz aller Ernsthaftigkeit, schafft es Martin Lodewijk eine unterhaltsame Geschichte zu erzählen. Klar bleibt es auch nicht ohne Witz und so kann der Leser unterm Strich viel Interessantes über den spanischen Bürgerkrieg erfahren – eingepackt in eine spannende Geschichte. Wie schon im vorangegangenen Band treten auch in „Die Hörner des Stiers“ eine ganze Reihe von historischen Persönlichkeiten auf. Allen voran Ernest Hemingway und Georg Orwell, als Kämpfer für ein demokratisches Spanien. Kleine Randnotiz zum historischen Verständnis: Es tut gut zu sehen, dass sich Lodewijk und Heuvel nicht in Stereotypen ergehen, sondern im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten ein differenziertes Bild des Bürgerkrieges zeichnen.
„Das Grab des Zeppelin“ hat wieder eine historische Persönlichkeit zum Protagonisten. Denn Nikola Tesla war ein umtriebiger Erfinder auf dem Gebiet der Elektrotechnik. Eine Vielzahl von Patenten sind auf seinem Namen angemeldet. Auch hier kombinieren die beiden fiktive und historische Persönlichkeiten auf das Vortrefflichste. Höhepunkt dieses Spiels mit dem Leser ist die Erwähnung eines belgischen Kollegen durch Albert Einstein, als Letzterer mit einer Wünschelrute arbeitete. Selbstverständlich ist damit niemand anderes als Balduin Bienlein gemeint, wie Einstein dann auch sagt. Allerdings sind seine Wünschelrutengänge sehr schmerzhaft für den berühmten deutschen Physiker, so dass dieser am Ende konstatiert: „Das nächste Mal benutze ich wie Bienlein ein Pendel“.
Zum Schluss noch ein Wort zur Aufmachung: Die Gesamtausgaben von Kult Comics werden auf guten Papier und mit stabiler Bindung gedruckt. Mit dem umfangreichen redaktionellen Zusatzmaterial – insgesamt 39 Seiten (!) – kann der Leser gleich eine Einordnung vornehmen und wird auf interessante Details hingewiesen. Dafür ist jedem Band eine eigene Einführung vorangestellt, bei der es sich im Wesentlichen um Ausführungen von Lodewijk und Heuvel zu dem jeweiligen Album selber handelt.



Fazit:
Auch der zweite Teil der January Jones-Integral Bände hat wieder jede Menge witzige Details, tolle Geschichten und exzellentes Artwork zu bieten. Vor allem die Einbeziehung von historischen Persönlichkeiten macht diese Geschichten zum Genuss



January Jones – Integral 2 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

January Jones – Integral 2

Autor der Besprechung:
Bernd Hinrichs

Verlag:
Kult Comics

Preis:
€ 29,95

ISBN 13:
978-3-946722-20-5

180 Seiten

Positiv aufgefallen
  • umfangreiches redaktionelles Material
  • historische Persönlichkeiten
  • tolles Artwork
Negativ aufgefallen
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Rezension vom: 22.02.2018
Kategorie: Alben
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