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Comic-Besprechung - Zack 223

Geschichten:
Zack 223
Comics

Der hohe Norden: Der Falschspieler - Teil 1
Vater der Sterne: Broccoli-Man 2
Die Flügel des Herrn Plomb: Neu-Neu - Teil 3
Klinge und Kreuz: Das blutige Kreuz - Teil 4
Jack Cool: Jesus-Grau - Teil 2
Der Krieg der Liebenden: Berlin Gelb - Teil 5

Service
Andreas: Irgendwo zwischen Franquin und Wrightson
Novitäten, News, Spotlights
Schatten über Riverdale: Die Archie-Comics als düstere TV-Serie


Story:
Im hohen Norden wird zu Zeiten des Goldrauschs ein Mörder aus unerfindlichen Gründen von einem Trapper aufgenommen. Herr Plomb hingegen kann sich auf einen alten Freund verlassen, während Cruz im 30-jährigen Krieg erste Hinweise auf die Geheimnisse seiner Vergangenheit erhält. Jesus Grau erzählt von seiner Vergangenheit und was die mit Satanisten zu tun hat, während der Krieg der Liebenden durch ihr Wiedersehen nach vielen Jahren zu Ende geht.


Meinung:
Die aktuelle Ausgabe von Zack ist wieder eine unterhaltsame Angelegenheit geworden. Wobei die sehr unterschiedlich gelagerten Serien allein schon vom Inhalt her ihren Großteil dazu natürlich beitragen, da man nicht nur verschiedene Genres, sondern auch sehr unterschiedliche Settings in unterschiedlichen historischen Epochen zu lesen bekommt. Einzig der Humor ist hier kaum zu finden. Abgesehen von dem Vater der Sterne muss man auf amüsante Gags zwischendurch verzichten. Kein Parker und Badger mehr und auch Kokido tritt nicht auf. Man kann nur hoffen, dass diese Auflockerung wieder Einzug findet, da hier dann doch die Dramatik dominiert.

Der Serienneuzugang Der hohe Norden erinnert stilistisch und inhaltlich nicht von ungefähr an Hugo Pratt, schließlich wurde die Serie von seinem ehemaligen Assistenten gestaltet. Aber ein eigener Stil ist nicht erkennbar, stattdessen wird der Meister schlicht kopiert. Es gibt schlechtere die man imitieren kann, aber dann sollte wenigstens ein Schwachpunkt weggelassen werden: die Dialoge. Die sind sehr hölzern und könnten etwas verfeinert werden da sie schlicht sehr artifiziell wirken. Inhaltlich gesehen wird hier erst einmal ein Tableau bereitet und man sieht sich eher in der Atmosphäre verstrickt denn in der Handlung. Immerhin ist man auch in Hinsicht auf die Schwächen in der Kopie sehr konsequent.  Denn auch Pratts Dialoge waren nicht immer flüssig und gelungen. Ob man eine Kopie braucht sei einmal dahingestellt und bleibt jedem selber überlassen.

In punkto mangelnder Handlung kann man sich bei den anderen Serien allerdings nun wirklich nicht beschweren. Jack Cool geht gut weiter und man erfährt mehr über eine der Hauptpersonen. Da trotz einer Aufklärung viel mit Andeutungen gearbeitet wird, bleibt die Spannung aufrecht erhalten. Erstaunlich ist nur die Tatsache, dass der Titelheld hier gar nicht auftaucht.

Klinge und Kreuz erlebt einen ersten Höhepunkt und liefert damit auch einen Wendepunkt der sehr dramatisch ist und doch eine Genrekonvention bedient die zu den gängigen Klischees gehört. Insofern war das absehbar. Der Krieg der Liebenden endet hier und nach dem langen Vorlauf wie das Wiedersehen der beiden Helden ausfällt ist es doch nicht absehbar gewesen, das hier eher eine Anti-Klimax vorliegt und dementsprechend sehr enttäuschend ausfällt. Die Liebenden sehen sich nach vielen Jahren wieder und in dem Dialog wird ein Konflikt aufgebaut der dann auf einmal mit der Trilogie endet. So bleibt vieles offen. Was immerhin zu hoffen lässt, dass irgendwann diese gelungene Serie fortgesetzt werden wird.

Die Flügel des Herrn Plomb verwirren immer noch. Erst recht da hier auf einmal ein Nebenschauplatz mit einer zugehörigen Rückblende eingebaut wird. In der Veröffentlichung in einem Magazin wie Zack passt das gut, da diese Seiten eigenständig zu lesen sind, aber in der Zusammengehörigkeit und Einbettung in die Serie ist das schwierig.

Auch die Sachartikel sind interessant und wer nach dem allzu kurzen Beitrag über Andreas Lust auf mehr bekommen hat, dem sei die zugehörige Ausgabe der Reddition hier noch einmal wärmstens empfohlen. Aber der Artikel über die neueren Archie-Comics und die darauf resultierende TV-Serie Riverdale ist interessant und macht Lust auf mehr.


Fazit:
Wieder eine abwechslungsreiche Ausgabe bei der die dramatischen Töne überwiegen. Viele verschiedene Genres, Settings und historische Epochen lassen die Lektüre wie im Flug vergehen.


Zack 223 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Zack 223

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Mosaik Steinchen für Steinchen

Preis:
€ 7,90

ISBN 13:
4195000907902

84 Seiten

Positiv aufgefallen
  • unterschiedliche Genres
  • dramatische Höhepunkte
  • unterschiedliche Settings
Negativ aufgefallen
  • artifizielle Dialoge
  • einmal eine Anti-Klimax
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Rezension vom: 19.01.2018
Kategorie: ZACK
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