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Comic-Besprechung - Deadpool Max 3: Staatsfeind Nummer 1

Geschichten:
Deadpool Max 3: Staatsfeind Nummer 1 (Deadpool Max II 1-6, Deadpool Max X-Mas Special 1)
Autor: David Lapham, Zeichner / Inker: Kyle Baker, Shawn Crystal, David Lapham, Colorist: Kyle Baker, Lee Loughridge


Story:
Bob kann einem schon Leid tun. Nicht nur musste er den unberechenbaren Deadpool betreuen und lenken, sondern mittlerweile gilt er als Terrorist und Massenmörder. Zusammen mit Deadpool möchte er seine Unschuld beweisen und jagt alle Hydra-Mitglieder. Doch werden die beiden nicht nur von der Regierung, sondern auch von Kopfgeldjägern gejagt. Und dann tauchen auch noch Cable und Bobs Ex-Freundin auf.


Meinung:
Mit dem dritten Paperback liegt auch schon das Finale der Deadpool-Serie unter dem Max-Label vor. Hier sei noch einmal daran erinnert, dass es sich um eine Neuauflage handelt und kein neues Material bietet. Manchen dürfte bekannt sein, das vor einigen Jahren der amerikanische Marvel Verlag ein Max-Label gegründet hatte unter dem bekannte, und manchmal weniger bekannte, Helden in einem erwachseneren Umfeld präsentiert wurden. Dabei waren nicht nur die Themen ernster und sozialkritischer, sondern es ging auch in punkto Erotik und vor allem Gewalt sehr explizit zu. Leider wurde das Label schon vor einigen Jahren eingestellt und manche Anti-Helden wurden in der Folgezeit wieder etwas verwässert, wie etwa der Punisher. Die Geschichten spielten oft in einem Marvel-ähnlichen Universum welches eine von der üblichen Kontinuität losgelöste Ebene darstellte. So konnte der Mann fürs Grobe, David Lapham, auch in dem ersten Band  von Deadpool Max einige bekannte Figuren aus dem Marvel-Kosmos töten lassen ohne das es zu großen Veränderungen geführt hätte.

Im Zuge des anhaltenden Booms und Hypes um Deadpool, nicht zuletzt durch den erfolgreichen und gelungenen Film ausgelöst, wurden nun auch die drei Bände unter dem Max-Label vorgelegt. Leider ist der vorliegende Abschluss dieser Trilogie recht schwach ausgefallen. War der erste Band noch ein wilder Ritt, der mit grimmigen Witz, absurden Situationen und einigen Gewalteskapaden punkten konnte, so hapert es nun daran, dass eine Story erzählt werden soll. Im ersten Band gab es zwar einen losen Zusammenhang und doch konnten die einzelnen Kapitel für sich selber stehen. Der Nachfolger wollte dann eine kohärente Geschichte erzählen die nun dramaturgisch aufgelöst werden muss. Dabei stolpert man aber einige Male. Man merkt, dass zu Beginn keine Story geplant war, sondern die Macher einfach nur Spaß haben und sich austoben wollten. So wirkt es hier sehr bemüht und es biegen sich die Balken und krachen die Knochen, um alles dramaturgisch unter eine Maske zu bekommen. Das lässt Frische und die anarchische Energie des Auftakts schmerzlich vermissen.

Es gibt zum Trost immer noch einige schöne, blutige und böse Szenen, die aber lange nicht mehr so übertrieben und exzessiv ausgefallen sind und schon fast manchmal untergehen können. Was nicht heißt, dass es keine Glanzpunkte gibt:  es sind durchaus einige sehr lustige Momente zu finden. Da sei nur die Szene in einem Sexshop erwähnt oder wie Deadpool eine Live-Schaltung mit einem Kopfgeldjäger verfolgt und es nicht versteht, dass er selbst das Ziel ist. Aber es wirkt alles etwas beliebig da es in sich zerfällt, da nicht stringent erzählt wird. Zudem sind die Zeichnungen starke Geschmackssache. Kyle Baker ist ein Meister in seinem ureigenen Stil, aber sein teils sehr expressiver Strich, der deutlich von Simon Bisley beeinflusst worden ist, dürfte nicht jedermann gefallen. So wirken die hier etwas zahmer angedeuteten Sexszenen auch beileibe nicht erotisch und die Gewalt wird durch die blasse Kolorierung etwas entschärft. Man hält man sich hier also deutlich zurück was dem Band nicht gut tut.


Fazit:
Die nachträglich aufgesetzte Dramaturgie tut dem Band nicht gut. So fällt es etwas holprig aus und ist beileibe nicht  mehr der wilde Ritt. Aber einige sehr gelungene Szenen entschädigen den Leser etwas.


Deadpool Max 3: Staatsfeind Nummer 1 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Deadpool Max 3: Staatsfeind Nummer 1

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 14,99

ISBN 10:
3741604275

ISBN 13:
978-3741604270

160 Seiten

Positiv aufgefallen
  • einige sehr witzige Szenen
  • Respektlosigkeit
Negativ aufgefallen
  • holprige Dramaturgie
  • man hält sich zurück
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Rezension vom: 20.01.2018
Kategorie: Deadpool
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