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Comic-Besprechung - Warhammer 40.000: Mit eisernem Willen

Geschichten:
Warhammer 40.000: Mit eisernem Willen (Warhammer 40.000: Will of Iron #0-4)
Autor: George Mann, Zeichner: Tazio Bettin, Inker: Jed Dougherty, Colorist: Enrica Eren Angioloni, Übersetzung: Bluna Williams

Story:

Nach langer Zeit hebt sich sein kosmischer Schleier über den Calaphrax-Cluster. Schlagartig werden die Welten, wie Exyrion, für das Imperium und dessen Feinde wieder von Interesse. Was verbirgt sich in diesem Areal des Weltraums, dass auf ein Mal so viele verschiedene Fraktionen dahin unterwegs sind?



Meinung:

Es dürfte wohl kaum jemanden geben, der noch nicht von Warhammer 40.000 gehört hat. Hierbei handelt es sich um ein bekanntes Tabletop-Spiel, das in einem dystopischen Universum spielt. Dazu sind außerdem jede Menge Videospiele, Bücher und auch Comics herausgekommen. Jetzt veröffentlich der Panini-Verlag mit "Warhammer 40.000: Mit eisernem Willen" eine solche Comicadaption. Geschrieben wurde diese von dem bekannten Autoren George Mann, der Romane zu TV-Serien wie "Sherlock" oder "Doctor Who" geschrieben hat, derweil Tazio Bettin, der einige "Doctor Who"-Comicgeschichten illustriert hat, für die Zeichnungen zuständig ist.

Zehntausend Jahre lang haben Warpstürme den Zugang zum Calaphrax-Cluster unmöglich gemacht. Jetzt, nach langer Zeit, heben sie sich endlich. Was für gleich mehrere Fraktionen von Interesse ist.

Die Space Marine-Legion der "Dunklen Engel" will sich seiner unrühmlichen Vergangenheit stellen. Auch die Inquisition hat großes Interesse an den Geheimnissen, die in diesem Sektor existieren. Derweil einige Chaos Space Marines dem verhassten Imperium einen weiteren Schlag verpassen wollen. Doch wie üblich entwickeln sich die Dinge nicht so, wie ursprünglich gedacht.

"Space Marines"? "Chaos"? "Inquisition"? "Dunkle Engel"? Viele Begriffe, die in den Absätzen zuvor genannt wurden, dürften einem Durchschnittsleser, der sich mit der Welt von "Warhammer 40k" nicht auskennt, merkwürdig vorkommen. Leider muss man auch anmerken, dass der Comic sich keine Mühen macht, einen Einstieg zu präsentieren, mit dem auch Neueinsteiger klarkommen.

Stattdessen wird man mitten in die Materie hineingeworfen. Man lernt eine merkwürdige Welt kennen, in der viele Fantasy-Elemente vorkommen. Die aber auch gleichzeitig deutliche Züge von Science Fiction trägt. Dabei wird sich ein normaler Leser schnell von der Menge an Details, die man nicht versteht, überfordert fühlen.

Es ist natürlich auch eine Herausforderung, dieses komplexe Universum, das ja immerhin schon seit 30 Jahren existiert, für einen Neueinsteiger verständlich zu machen. Doch dass dies überhaupt nicht gemacht wird, sondern auch die Story an sich sich ausschließlich an Leser richtet, die sich mit der Materie auskennen, ist ein Unding. Vor allem angesichts der Tatsache, dass dies vermutlich der erste Comic seit langer Zeit ist, der bei einem größeren Verlag herauskommt.

Dabei ist die Geschichte an sich interessant geschrieben. George Mann präsentiert die Motivationen der einzelnen Fraktionen und baut einen Plot auf, der viele unterschiedliche Überraschungen bietet. So manchen Plottwist wird man so nicht hat kommen sehen.

Und trotzdem geschehen viele Ereignisse einfach so, werden nicht weiter verfolgt oder nicht gezeigt. Da holt sich ein Vertreter der Dunklen Engel Unterstützung bei Adeligen des Sektors, nur um dann später zu erfahren, dass ein weiterer Vertreter seines Ordens ihm einen Strich durch die Rechnung gemacht hat. Was allerdings nicht gezeigt, sondern einfach nur so erwähnt wird. Genauso, wie man auf einer angeblich verlassenen Welt doch noch Bewohner findet, was dann allerdings auf ein Mal nicht mehr erwähnt wird und auch anscheinend nicht mehr von Bedeutung zu sein scheint.

Ein weiteres Problem ist die Übersetzung, bei der sich nicht an die Maßstäbe anderer Warhammer 40K-Übersetzungen gehalten wurde. Hier wurden nämlich Namen wie die "Dark Angels" in "Dunkle Engel" eingedeutscht. Für jemanden, der sich hinterher mit der Thematik weiter beschäftigen will, dürfte dies die Recherche erschweren.

Dabei sind die Illustrationen von Tazio Bettin sehr gut geworden. Er setzt die Welt von Warhammer 40k detailliert und glaubwürdig um. Wer sich mit der Materie auskennt, der wird viele Elemente wiederfinden, genauso, wie sie beschrieben worden sind.

Unterm Strich ist dieser Band nur ein "Gähn" wert.



Fazit:

Wer sich "Warhammer 40.000: Mit eisenerm Willen" kauft, der darf alles sein, nur kein Neuleser. Denn die Geschichte bietet leider keine Erklärungen, die das Verständnis vieler Details erleichtern. Die Geschichte an sich ist durchaus interessant geschrieben, hat aber das Problem, dass vieles einfach nur so geschieht, bzw. nicht gezeigt oder weiter verfolgt wird. Die Illustrationen sind großartig geworden, was immerhin etwas ist.



Warhammer 40.000: Mit eisernem Willen - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Warhammer 40.000: Mit eisernem Willen

Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Verlag:
Panini

Preis:
€ 16,99

ISBN 13:
978-3741603235

116 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Interessante Geschichte
  • Grandiose Illustrationen
Negativ aufgefallen
  • Nicht für Neueinsteiger geeignet
  • Viele Ereignisse werden nicht erklärt, weiter verfolgt oder gezeigt
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Rezension vom: 13.01.2018
Kategorie: One Shots
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