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Comic-Besprechung - Largo Winch 21 – Morgenstern

Geschichten:
Text: Eric Giacometti
Zeichnungen: Philippe Francq
Farben: Yoann Guillo, Bertrand Denoulet, Philippe Francq


Story:
Der 21. Band um den Milliardär und Playboy Largo Winch schließt unmittelbar an die Ereignisse aus Band 20 an, indem es Largo und seinen Freunden in letzter Sekunde gelang, einen terroristischen Anschlag auf die Führungsregie des Konzerns zu vereiteln. Doch damit hatte er nur eine Schlacht gewonnen und noch nicht den ganzen krieg. Schon droht seinem Imperium neues Unheil, von alten Widersachern. Diesmal ist die Bedrohung allerdings weniger fassbar. Largos Feinde inszenieren mittels eines Tricks einen kurzzeitigen Börseneinbruch. Gleichzeitig werden ungeheure Geldsummen bewegt - ein Finanzschwindel. Das ruft einerseits die amerikanische Börsenaufsicht und andererseits die amerikanischen Geheimdienste auf den Plan. Bereits nach kurzer Zeit steht für beide Institutionen fest, dass hinter dem Finanzschwindel die Gruppe W steckt. Alle Spuren führen direkt zu Largo.


Meinung:
„Largo Winch“ ist mit einem neuen Band zurück. Bei den zurückliegenden 20 Bänden versprach dies fast ungesehen einen hyperrealistischen Comic, mit vielen hocherotischen Frauen und sehr viel Spannung. Bei der 21. Auflage der Serie lohnt es sich allerdings etwas genauer hinzusehen, denn das Kreativteam hat gewechselt. Seit 1989 wurde die Comicserie von Jean Van Hamme und Philippe Francq ersonnen und gezeichnet. Nachdem van Hamme schon vor einiger Zeit seinen Rückzug aus der Serie angekündigt hatte, war klar, dass ein neues Team gefunden werden musste. Francq blieb als Zeichner zwar erhalten, aber ein neuer Geschichtenerzähler musste her. Die Wahl fiel auf den Schriftsteller und Journalist Eric Giacometti. Zwar hat er bisher noch keine Erfahrungen mit der 9. Kunst sammeln können, allerdings sind seine esoterisch angehauchten Romane in 17 Sprachen übersetzt, darunter auch auf Deutsch 
Vor allem sein Talent, Verschwörungstheorien in eine fiktionale Geschichte einarbeiten zu können, dass er bisher nur in seinen Romanen ausgelebt hat, kommt der Comicserie zu gute. Van Hamme war ein Meister darin. Denn „Largo Winch“-Geschichten leben von geheimnisvollen Konzernen und undurchsichtigen Machenschaften – Zutaten, die zu jeder guten Verschwörungstheorie dazu gehören.
Wie van Hamme, versteht es auch Giacometti einen spannenden Plot mit vielen Verstrickungen zu entwerfen. Und wie der große Altmeister, so gelingt es auch seinem Nachfolger, dass am Ende eine Geschichte rauskommt, die trotz mehrerer Handlungsstränge nicht überladen ist, sondern beste Unterhaltung verspricht. Besonders erschwerend dürfte für den neuen Szenaristen der Umstand gewesen sein, dass er Mitten in einer Geschichte eingesprungen ist. Van Hamme hatte im Band 20 vorgelegt und Giacometti musste den Ball aufnehmen und weiter spielen. Leider ist nicht bekannt, ob und wenn ja wieviel van Hamme an Ideen für dieses Szenario noch geliefert hat. Und so muss man davon ausgehen, dass Giacometti alleine verantwortlich dafür war. 
Es ist ihm gelungen die Geschichte nahtlos fortzuführen. Er scheint überhaupt keine Einarbeitungszeit zu benötigen. „Largo Winch“ ist genau das, was die Serie seit 1989 verspricht: Beste Unterhaltung fürs Sofa, eine Tasse Tee oder ein Glas Wein dabei und abtauchen. Für 48 Seiten alles vergessen und sich in die Welt der Reichen und Schönen entführen lassen.
Das kein Bruch spürbar ist, liegt einerseits am Können des neues Szenaristen, aber andererseits auch daran, dass mit Francq die zeichnerische Konstanz gewahrt bleibt. Klassische Panelaufteilung im Wechsel mit großformatigen Bildern prägen das Artwork. Dabei hat es sich von Vorteil erwiesen, dass neben Francq mit Yoann Guillo und Bertrand Denoulet, die gleichen Koloristen beteiligt waren, wie schon bei den vorherigen Bänden.
Am Ende des Bandes steht ein klassischer Cliffhanger – wie schon so oft bei Largo Winch. Das Abenteuer wird also weiter gehen. Es bleibt abzuwarten, wie der neue Szenarist die Serie weiterentwickelt, wenn er mit ganz neuen Geschichten beginnen kann. Der erste Band macht in jedem Fall schon einmal neugierig.



Fazit:
Trotz neuem Kreativteam ein „Largo Winch“-Abenteuer im klassischen van Hamme Stil: Spannend, kurzweilig und mitreißend. Wer bisher Freude an der Serie hatte, wird auch beim 21. Band nicht enttäuscht sein und das ist – wie viele andere Serienübernahmen zeigen – oft schon mehr als man erwarten darf. 



Largo Winch 21 – Morgenstern - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Largo Winch 21 – Morgenstern

Autor der Besprechung:
Bernd Hinrichs

Verlag:
Schreiber und Leser

Preis:
€ 14,95

ISBN 13:
978-3-946337-49-2

48 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Nahtlose Fortführung
  • Spannend, kurzweilig und mitreißend
  • Gelungenes Artwork
Negativ aufgefallen
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
1
(1 Stimme)
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Rezension vom: 29.12.2017
Kategorie: Alben
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