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Comic-Besprechung - Asterix 37 – Asterix in Italien

Geschichten:
Text Jean-Yves Ferri
Zeichnungen: Didier Conrad


Story:
Die Straßen des Römischen Reiches verfallen zusehens. Aber der zuständige Senator Bifidus steckt die für die Sanierung der Infrastruktur vorgesehenen Sesterzen lieber in seine eigene Tasche. Als der Groll im Senat deshalb ausufert, schlägt Bifidus ein Wagenrennen durch Italien vor, um zu zeigen, dass die Straßen in allerbester Ordnung sind. Cäsar hält dies für eine gelungene Idee, zumal er davon ausgeht, dass der Sieger natürlich ein Römer ist. Kaum aber erfahren die unbeugsamen Gallier von dem Wettrennen, ist es für sie klar, dass sie ebenfalls teilnehmen wollen. Sie reihen sich ein in eine Schar von unterschiedlichen Nationalitäten. Natürlich stellt sich schnell heraus, dass die Römer nicht fair spielen, denn schließlich soll es ja am Ende einen römischen Sieg zu Feiern geben. Aber bevor es dazu kommt, können Asterix und Obelix auf Ihre Listigkeit und mal wieder auf den Zaubertrank zählen.    


Meinung:
„Asterix in Italien“ ist der dritte Band des neuen Zeichner/Autoren-Teams. Und um es gleich vorweg zu nehmen, es ist der bisher schlechteste von Ferri und Conrad. Wie Asterix und Obelix durch Italien rasen, hetzt der Leser durch die Panels, ohne das ein bleibender Eindruck bestehen bleibt. Wo Gags einstmals lange aufgebaut wurden und auf den Punkt gestochen haben, prasseln jetzt die Ereignisse auf den Leser ein: Vesuv und Pompei, Obelix mal wieder betrunken, Staus in den Innenstädten, Venedig und so weiter. Etwas zu viel für 46 Seiten. 
Natürlich ist ein neuer Asterix-Band immerhin ein neuer Asterix-Band. Und der Umstand, dass es ihn überhaupt gibt, ist schon Grund genug zum Jubilieren. Auffällig ist, dass Conrad den beiden Galliern gerade einmal eine Seite in ihrem Dorf gönnt. Den Rest des Abenteuers müssen sie auf fremden Terrain verbringen. Das macht es für den Szenaristen nicht leichter, der sich von alten Zöpfen trennen muss, wenn er der Serie seinen eigenen Stempel aufdrücken will. Das bedeutet auch, dass er sich von gewohnten Traditionen lösen muss. Das neue Abenteuer des kleinen Galliers zeigt sehr deutlich, wie Conrad sich von dieser großen Bürde der Tradition zu lösen versucht. 
So böte beispielsweise die Zusammenstellung der Teilnehmer am Wagenrennen, die aus allen bekannten Teilen des römischen Weltreiches stammen die Möglichkeit, mit witzigen Verweisen auf frühere Abenteuer zu arbeiten. In den Bänden der Vor-Conrad-Zeit wurde das sowohl von Uderzo, als auch von Goscinny immer wieder zelebriert. Conrad verzichtet fast komplett auf dieses Stilmittel. Nur an einer einzigen Stelle taucht einer der Schweizer auf, die wir aus dem 16. Abenteuer von Asterix und Obelix kennen. Weitere Seitenhiebe auf die eigene Comicserie gibt es nicht. Generell scheint es in dem Abenteuer weniger Parallelen zu real existierenden Personen oder Ereignissen zu geben. Wenn man einmal von einem Auftritt der Mona Lisa absieht, den Asterix prompt mit den Worten quittiert: „Aber ihr Lächeln ist bezaubernd! Täusche ich mich oder schaut sie mir hinterher?“ 
Der Plot der Geschichte insgesamt hat durchaus witzige Einfälle, wirkt aber alles in allem zu platt. Der Hinweis eines Konkurrenten, dass er aus Südgermanien sei und deshalb in der Wagentechnik nicht ganz unbeleckt sei, reicht allenfalls für ein Grinsen. Dabei ist schon bemerkenswert – und das tut der Geschichte ausgesprochen gut – dass sich Obelix in dem Abenteuer mal wieder etwas mehr in den Vordergrund spielt.
Möglicherweise ist der derzeitige Erscheinungsintervall von zwei Jahren doch zu schnell. Möglicherweise ist die Figur Asterix auch ausgereizt und nicht brauchbar für neue Einfälle. Woran es auch liegen mag, festzuhalten bleibt: Nach den beiden vorangegangenen Geschichten, „Asterix bei den Pikten“ und „Der Papyrus des Cäsar“, hatte ich die Hoffnung, dass der dort angedeutete Aufwärtstrend, betreffend einer Neubelebung des Klassikers, sich fortsetzen würde. Vor allem in der Papyrus-Geschichte wurde den beiden gallischen Helden neues Leben eingehaucht. Der neue Band ist kein Comic, den ich auf die Insel der schlechten Bände verbannen würde – dennoch bleibt ein fader Nachgeschmack. Allerdings liegt die Messlatte für einen neuen Asterix-Band eben etwas höher.



Fazit:
Ich sehe es immer wieder gerne, wenn bei großen traditionellen Serien neue Pfade eingeschlagen werden. Dennoch bleibt festzuhalten, dass der neueste Band aus der Feder von Ferri und Conrad sicherlich schwächer ist als seine beiden Vorgänger. Die Zeichnungen bleiben auf dem hohen Niveau, allerdings ist die Geschichte fade. Dennoch kann der Band mit dem einen oder anderen Einfall überraschen und ein Kauf lohnt sich bei einem neuen Asterix-Band in jedem Fall.



Asterix 37 – Asterix in Italien  - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Asterix 37 – Asterix in Italien

Autor der Besprechung:
Bernd Hinrichs

Verlag:
Egmont Comic Collection

Preis:
€ 12

ISBN 13:
978-3-7704-4037-5

46 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Ein neues Asterix-Album
  • Gutes Artwork
Negativ aufgefallen
  • Platter Humor
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Bewertung:
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Rezension vom: 20.11.2017
Kategorie: Alben
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