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Comic-Besprechung - Silver Surfer: Requiem

Geschichten:
Silver Surfer: Requiem (Silver Surfer: Requiem 1-4)
Autor: J. Michael Straczynski, Zeichner / Colorist: Esad Ribic


Story:
Der mächtige Silver Surfer verspürt Änderungen an sich und so sucht er auf der Erde Reed Richards von den Fantastic Four auf. Dieser macht allerdings eine entsetzliche Entdeckung: der Surfer wird sterben. Eine Heilung ist nicht in Sicht. Angesichts dieser Erkenntnis möchte der einstige Herold nach Hause zurückkehren, um dort im Kreis seiner Geliebten zu sterben. Doch ihm kommen Zweifel, ob er in seinem Leben überhaupt etwas erreicht hat.

Dieser Comic wurde mit dem Splash-Hit ausgezeichnet Meinung:
Der Paperback Silver Surfer: Requiem  beinhaltet die komplette Mini-Serie und ist völlig losgelöst von einer etwaigen Kontinuität des Marvel Universums. Man benötigt also kein Vorwissen, um der Geschichte folgen zu können. Natürlich hilft es wenn man mit der Geschichte des All Surfers vertraut ist, um die vielen Facetten zu verstehen. Etwa wenn sich der Surfer mit Dr. Strange trifft, so hilft es zu wissen, dass die beiden mal Mitglieder der Defenders waren. Aber man kann diese Szene auch so schon genießen.

Denn der Autorenstar J. Michael Straczynski schafft es sehr sensibel zu erzählen und allein in den Dialogen, und vor allem in dem was nicht gesagt wird, die Stimmungen und unterschwelligen Gefühle greifbar werden zu lassen. Vor allem auch die schönen gemalten Bilder von Esad Ribic tragen ihren Teil dann dazu bei, wenn er die Blicke und die Körpersprache kongenial mit den Dialogen ergänzt. Mal abgesehen davon, dass seine Zeichnungen gerade die Szenen im Weltall mit einem wahren Wow-Effekt versehen. Einzig die Actionszenen gelingen ihm hier weniger gut und sie wirken etwas statisch, da für diese Szenen dann die Panels zu groß geraten sind und in ihrer Form recht starr wirken. Aber die Action kommt hier nicht oft vor und ist auch sehr nebensächlich.

Denn es geht um den Tod eines Helden. Der Titel Requiem ist Programm. Der Silver Surfer wird sterben und verabschiedet sich nun von Freunden und will nur noch nach Hause zu seiner Geliebten um dort im Kreis derer die er liebt einzuschlafen. Allein diese Thematik ist natürlich dann losgelöst von einer Kontinuität da der Held sonst nicht mehr auftreten könnte. Vielmehr ist es eine „Was wäre wenn“ Geschichte. Wie gingen der Held, seine Geliebte und seine Freunde damit um, dass er sterben wird?
Natürlich ist das dann traurig, melancholisch, aber auch äußerst intelligent. Es geht nicht um einen letzten Ritt in den Sonnenuntergang, eine letzte heroische Tat, sondern um die Frage nach dem Vermächtnis. Der Surfer stellt sich die Frage was er mit seinen ungeheuren Kräften und seinen vielen Taten und Abenteuern eigentlich erreicht hat. Jetzt wo ihm die Zeit und die Kraft weglaufen, bekommt er seine Zweifel und will noch etwas leisten. Doch Taten sind flüchtig und es ist eine für eine Superheldengeschichte unerwartete und intelligente Lösung wenn das Vermächtnis allein darin besteht, dass er ein Vorbild ist und allein schon sein Streben nach Nachahmern ruft.

Schon vorher gibt es einige sehr bewegende Szenen welche auch in den verschiedenen Gegenübern die Quintessenz des Helden aufzeigen. So schafft er es im Tode was er zeitlebens anstrebte und an das Sterbebett kommt auch ein gänzlich unerwarteter Besucher was sehr bewegend ist. Vor allem wenn man an die Geschichte des Charakters und die Comichistorie denkt.

Hier liegt also ein ungewöhnliches, intelligentes, melancholisches Werk vor, welche die Quintessenz eines Helden zusammenfassen kann, was dann auch noch wunderschön gemalt ist. Gibt es mehr Gründe um hier zuzugreifen?


Fazit:
Ungewöhnlich, intelligent, melancholisch. In einer wehmütigen und sensiblen Erzählung wird die Quintessenz eines Helden in wundervollen Bildern offenbart. Ein Meisterwerk.


Silver Surfer: Requiem - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Silver Surfer: Requiem

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 12,99

ISBN 10:
3741604003

ISBN 13:
978-3741604003

104 Seiten

Silver Surfer: Requiem bei Comic Combo Leipzig online bestellen
Positiv aufgefallen
  • sensibel, melancholisch, intelligent erzählt
  • Zusammenspiel Dialog und Zeichnungen
  • bewegende Szenen
  • Quintessenz des Helden wird offengelegt
Negativ aufgefallen
  • steife Actionszenen
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Rezension vom: 15.11.2017
Kategorie: Hefte
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