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Comic-Besprechung - Civil War II Sonderband 3: X-Men

Geschichten:
Civil War II Sonderband 3 (Civil War II: X-Men 1-4, The Accused)
Autor: Cullen Bunn, Marc Guggenheim, Zeichner: Ramon Bachs, Andrea Broccardo, Garry Brown,  Colorist: Jesus Aburtov, Ruth Redmond, Übersetzung: Jürgen Petz

Story:

Auch für die Mutanten ist Ulysses von Interesse. Denn er kann die Terrigen-Wolken vorhersagen, die alle diejenigen bedrohen, die über mutierte Gene verfügen. Doch über die Art und Weise, wie man mit ihm umgehen soll, entbrannt ein Streit zwischen den verschiedenen X-Men-Fraktionen.



Meinung:

Der dritte und letzte "Civil War II: Sonderband" präsentiert wie auch zuvor zwei Geschichten im Rahmen des Großereignis. Den Großteil des Bandes übernimmt die "Civil War II: X-Men"-Reihe, geschrieben von Cullen Bunn und gezeichnet von Andrea Broccardo. Die zweite heißt "The Fallen" und wird von Marc Guggenheim geschrieben, derweil Ramon Bachs und Garry Brown für die Zeichnungen sorgen.

Seitdem vor einiger Zeit ein Terrigen Nebel auf die Welt losgelassen wurde, wurden die Mutanten zu einer bedrohten Spezies. Denn wann immer sie in den Kontakt damit kommen, werden sie unfruchtbar oder sterben sogar. Die X-Men sind im Umgang damit zwiegespalten. Die einen, geleitet von Storm verstecken sich im Limbo, die anderen, geleitet von Magneto, greifen hingegen direkt die Feinde an, die die Mutanten bedrohen können.

Das Auftauchen von Ulysses sorgt jetzt dafür, dass die Dinge eskalieren. Denn mit seiner Fähigkeit lässt sich die Bewegung des Nebels vorhersagen. Doch was tun? Die einen sind für eine Zusammenarbeit mit den Inhumans, die anderen hingegen wollen ihn direkt kontrollieren. Am Ende kann es bei diesem Konflikt nur Verlierer geben.

Cullen Bunn ist aktuell einer der Hauptautoren der Kern-X-Men-Serien. Er schreibt die "Uncanny X-Men"-Serie, die eben aus dem Team von Magneto und Psylocke besteht. Dementsprechend gut fällt auch die Charakterisierung zu Beginn der Story aus.

Denn die Gruppe von Magneto besteht nicht aus Chorknaben. Rücksichtslos tun sie alles, um ans Ziel zu kommen, Hauptsache Mutanten werden gerettet. Das zeigt ihr erster Auftritt besonders gut, als sie rücksichtslos ins Penthouse von reichten Mutanten eindringen, nur um arme zu retten. Das dabei dann auch noch Prime-Sentinels auftauchen, ist fast schon das Sahnehäubchen oben drauf, um klar zu machen, wie schwierig die Lage ist.

Da ist das Auftauchen von jemanden wie Ulysses natürlich sehr verlockend. Endlich ist da jemand, mit dem sich solche Bedrohungen exakt vorhersagen lassen. Doch wie soll man damit umgehen? Die Antwort auf diese Frage symbolisiert dabei, wie unterschiedlich die verschiedenen X-Men-Gruppen von ihrer Philosophie her sind. Storm setzt auf Zusammenarbeit mit den Inhumans und Magneto auf komplette Kontrolle über ihn.

Und zu Beginn liest sich die Eskalation durchaus vielversprechend. Es ist klar, dass die Gruppe um Magneto alles versuchen wird, um ihr Ziel durchzusetzen, genauso, wie Storms Leute dies verhindern wollen. Das führt dann zu solchen Duellen wie Gambit gegen Fantomex, die dabei versuchen zu verhindern, dass die Inhumans diese Auseinandersetzung mitkriegen. Oder zum Überlaufen von Nightcrawler, der sich mit Magnetos Ziel durchaus identifizieren kann.

Doch so ab Mitte der Geschichte dreht sich alles. Ab diesem Moment hat man das Gefühl, dass der Konflikt zwischen beiden Parteien immer mehr und mehr forciert wirkt, bzw. man sogar manche Plotelemente schon kennt. Psylocke vertraut Magneto nicht? Welche Überraschung, nicht. Überraschend ist nur das Verhalten einiger Figuren, wie zum Beispiel Nightcrawler oder Rachel Grey. Das es schon bald zu einem Gekloppe kommt, wo beide Seiten von einem großen Missverständnis reden, aber nicht versuchen, jenes aus dem Weg zu räumen, kann ebenfalls nicht so recht überzeugen.

Die Qualität der Zeichnungen von Andrea Broccardo ist enorm schwankend. Es gibt manche Kapitel, da wirkt sein cartooniger Stil sehr gut. Aber ebenso gibt es auch Passagen, wo die Qualität nicht ganz so gut ist. Wo jegliche Dynamik fehlt und dementsprechend schlapp alles wirkt.

Clint Barton ist wegen des Mordes an Bruce Banner angeklagt. Matt Murdock soll dabei die Anklage vertreten. Doch etwas an dem Prozess riecht faul.

"The Accused" ist ein merkwürdiges Stück Comic. Die Geschichte, die Marc Guggenheim hier schreibt, könnte bestens als eine Art Gerichtsdrama im Marvel Universum beschrieben werden. Auf der einen Matt Murdock, der auch zwischendurch in sein Daredevil-Kostüm schlüpft. Und auf der anderen Seite die Verteidigung, die versucht, Clint Barton freizukommen.

Und die Story funktioniert auch fast. Wenn da nicht die seltsame Idee von Marc Guggenheim gewesen wäre, auch noch eine Verschwörung mit einzubauen. Und das wirkt so seltsam und an den Haaren herbeigezogen, dass merkwürdig wirkt und es unterm Strich auch stört.

Das ist schade, denn der harte, realistische Stil von Ramon Bachs und Garry Brown passt perfekt zu dieser Art von Geschichte. Es unterstützt das Drama und lässt die Superhelden als normale Menschen erscheinen.

Am Ende wird dieser Band als "Geht so" empfohlen.



Fazit:

Der dritte "Civil War II: Sonderband" ist leider nicht ganz so gut geworden wie die Vorgänger. Auf der einen Seite ist der Beginn der "Civil War II: X-Men"-Reihe hervorragend geworden und auch die Zeichnungen gefallen zu Beginn. Das gleich gilt auch für "The Accused". Nur dass dann aber der Hälfte die Story bei beiden Geschichten abbaut und bei den "X-Men" auch der Zeichner zwischendurch stark schwächelt.



Civil War II Sonderband 3: X-Men - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Civil War II Sonderband 3: X-Men

Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Verlag:
Panini

Preis:
€ 14,99

ISBN 13:
978-3741601255

124 Seiten

Civil War II Sonderband 3: X-Men bei Comic Combo Leipzig online bestellen
Positiv aufgefallen
  • Starker Beginn beider Geschichten
Negativ aufgefallen
  • Bauen ab der Hälfte ab
  • Zeichnungen von Andrea Broccardo schwanken stark in der Qualität
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Rezension vom: 29.08.2017
Kategorie: Civil War II
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