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Comic-Besprechung - Die Abenteuer von Blake und Mortimer – Das Testament des William S.

Geschichten:
Text: Yves Sente
Zeichnungen: André Juillard
Farben: Madeleine DeMille


Story:
Als der Marquis Stefano da Spiri einen Empfang gibt, kommt es zu einem sonderbaren Zwischenfall. Durch Geräusche aus dem Keller auf seine Spur gebracht, entdeckt die Gruppe geladener Gäste unter Führung des Marquis einen mumifizierten Leichnam in einer Vitrine. Hierbei handelt es sich um einen Vorfahren von da Spiri, der dem Finder drei Rätsel aufgibt. Bei erfolgreichem Lösen derselben, erwartet den Finder als Belohnung die Wahrheit über den großen englischen Dichterfürsten William Shakespeare. Nicht zuletzt durch diesen Fund bricht die alte Feindschaft zwischen „The Oxfordians“ und der „Shakespeare Defenders Society“ wieder offen zu tage. Erstere leugnen die Urheberschaft der Werke des Dichters Shakespeares. In ihrer Auffassung hätte ein Mann vom Stand des Dichters niemals diese Einblicke in adelige Familien geben können.  Währenddessen setzt sich die „Shakespeare Defenders Society“ für eine Anerkennung des Dramatikers ein. Ein Kampf um die Wahrheit, um Einfluss und Macht beginnt, in den Blake und Mortimer hineingezogen werden, als sie vom Marquis da Spiri beauftragt werden, die Rätsel zu lösen. Und als wäre dies noch nicht genug, treibt eine Gang, die sich die „Teddys“ nennt in den Londoner Parks ihr Unwesen.


Meinung:
„Das Testament des William S.“ legt das Kreativteam Sente/Juillard bereits ihr siebtes Blake und Mortimer-Album vor. Insgesamt liegen von der Post-Jacobs-Ära mittlerweile 13 Bände vor. Der neueste Wurf zu diesem Kosmos kann als ein Mittelmäßiges angesehen werden. Gelungen bei dem Band ist vor allem das gekonnte Einweben echter Fakten. Es verschwimmen die Grenze zwischen Realität und Fiktion eins ums andere mal. 
So gibt es beispielsweise tatsächlich eine semi-wissenschaftliche Strömung, die anzweifelt, dass die bisher Shakespeare zugeordnete Dramen tatsächlich aus seiner Hand stammen. Hintergrund der Autorschaftsdebatten ist – wie dies auch in der Geschichte von Sente vermittelt wird – die Auffassung, der Dichter könne kein einfacher Mann von geringer Bildung aus der Provinz gewesen sein. So erfährt der Leser in dem Band ganz nebenbei eine ganze Menge an interessanten Details aus dem Leben des Dichterfürsten. 
Daneben handelt es sich um eine klassischen Schatzsuchgeschichte, die wenig Überraschendes bietet. Die beiden Helden folgen einer Reihe von hinweisen, um an drei Schlüssel zu kommen. Dabei wird versucht, sie durch gewohnte Störfeuer und Einschüchterungsversuche von ihrem Weg abzubringen. 
Natürlich darf bei einem Blake und Mortimer-Plot auch Colonel Olrik nicht fehlen. Seine Rolle bleibt allerdings etwas undurchsichtig. Nach seinem letzten Aufeinandertreffen mit Blake und Mortimer sitzt er immer noch im Gefängnis und versucht sich als Strippenzieher hinter schwedischen Gardinen. Und wo Olrik ist, kann seine rechte Hand nicht weit sein: Sharkey
Das wirkt – und man verzeihe mir den Ausdruck bei so einem genialen Klassiker – alles etwas altbacken. Dazu tragen auch die Seitenarchitektur des Bandes, sowie seine Erzählweise bei. Bei fast jedem neuen Band von Blake und Mortimer, stellt sich der Comicbegeisterte automatisch die Frage, ob es in den letzten 50 Jahren bei der neunten Kunst keine Weiterentwicklung gegeben habe. Das Text-Bild-Verhältnis, die ganze Erzählweise – wie beispielsweise die langen Monologe, in denen die Geschichte von Shakespeare dargelegt wird – scheinen einer anderen Epoche anzugehören. Man muss schon Lust dazu haben, sich da durchzuarbeiten.
Für 2018 ist ein weiterer Band angekündigt. Zeichner diesmal Francois Schuiten. Man darf gespannt sein, ob sich der Zeichner der geheimnisvollen Städte in das gleiche Korsett sperren lässt.


Fazit:
Der neue Band von Blake und Mortimer sei allen Freundes des Paares ans Herz gelegt, die einfach nicht genug bekommen können. Sente und Juillard liefern eine Geschichte, wie sie hätte von Jacobs stammen können: Ein bißchen Indianer Jones, ein bißchen James Bond, und alles bedeckt mit dem Staub der letzten 50 Jahre. Wer sich an der Erzählweise Jacobs ergötzen kann, wird auch am 21. Band der Serie seine helle Freude haben.


Die Abenteuer von Blake und Mortimer – Das Testament des William S. - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Die Abenteuer von Blake und Mortimer – Das Testament des William S.

Autor der Besprechung:
Bernd Hinrichs

Verlag:
Carlsen

Preis:
€ 12

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Positiv aufgefallen
  • Fakt und Fiktion vermischt
  • Jacobs Geist aufs Papier gebracht
  • Spannend
Negativ aufgefallen
  • Keine Weiterentwicklung
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Rezension vom: 26.07.2017
Kategorie: Alben
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