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Comic-Besprechung - Sensei 1: Die Schule der einsamen Wölfe

Geschichten:
Sensei 1: Die Schule der einsamen Wölfe
Autor: Jean-Francois Di Giorgio, Zeichner: Vax, Colorist: Bertrand Denoulet


Story:
Das mittelalterliche China versinkt im Chaos von Bürgerkriegen. Da fällt eine Mordserie an jungen Frauen kaum auf. Doch eines Tages wird der Ermittler getötet. Dummerweise wird ein Liebespaar  Zeuge des Verbrechens und fortan gejagt. Eine geheimnisvolle Samurai kommt ihnen zu Hilfe.


Meinung:
Sensei ist eine Abenteuerstory aus dem mittelalterlichen China bei dem die Action im Vordergrund steht. Wobei das an sich schon etwas verwundert, denn die Story hätte auch andere Möglichkeiten zugelassen. Denn zum einen geht es um unfreiwillige Zeugen an einem Mord, die fortan von den Killern gejagt werden. Es ist von vornherein eine merkwürdige Dopplung vorhanden. Denn das Opfer ist ein Ermittler der einem Serientäter auf der Spur ist welcher Kontakte zu hohen politischen Ebenen zu haben scheint. Die ursprüngliche Mordserie an den jungen Frauen spielt aber im Grunde überhaupt keine Rolle mehr, da als Handlungsauslöser vielmehr der Mord an dem Ermittler darstellt. Das Liebespärchen welches unfreiwillig Zeuge geworden war, wird also von einer Vielzahl von Killern gejagt welche die drohende Aufdeckung verhindern wollen.

Unterstützung bekommen die Liebenden durch einen weiblichen Samurai. Und hier hat man die andere außer Acht gelassenen Möglichkeiten. Denn zum anderen wäre es sehr spannend gewesen zu lesen wie ein japanischer Samurai in China zurechtkommt. Das Verhältnis der beiden Nationen zueinander war ja nie sonderlich einfach. Vorsichtig ausgedrückt. Dieser Culture Clash hätte nicht nur noch mehr Dynamik hineingebracht, sondern auch Möglichkeiten für Witz eröffnet. Dazu kommt noch, dass dieser Samurai weiblich ist. Und das in Zeiten in der Frauen nichts zu sagen hatten. Doch über die Vergangenheit der Kämpferin erfährt man noch wenig und auch die Geschlechtskonflikte kommen nicht zur Sprache. Wollten die Macher einfach noch eine attraktive Heroin zeigen und ignorierten die impliziten Möglichkeiten? Die Geschichte wird es zeigen.

Jedenfalls läuft die Story an sich sehr gradlinig ab und die Krimihandlung welche noch auf dem Klappentext versprochen wird, ist nur rudimentär vorhanden und hat abgesehen von dem Auslöser der Verfolgungsjagd kaum eine Bedeutung für die Charaktere. Letztere sind durchaus sympathisch und die Leser kommen ihnen während der Lektüre auch näher. Umso überraschender ist dann das  Ende da es hier sogar einige Überraschungen gibt. Ohne zu viel verraten zu wollen, werden hier einige Klischees konsequent umschifft. Es gibt zwar eines welches haarsträubend ist und immer schon im Abenteuergenre wenig glaubhaft war da es einem Deus ex Machina Effekt entspricht, aber die Konsequenz daraus ist mehr als überraschend und versöhnt etwas mit der rudimentären Dramaturgie. Jedenfalls muss hier der Leser einige Fäden selber verknüpfen und erahnt die kriminalistischen Zusammenhänge ohne dass sie explizit aufgedeckt werden. Denn den Helden ist ja nicht an der Aufklärung gelegen, sondern einzig am Überleben.

Insgesamt ist der Auftakt ein netter Happen, aber nicht sättigend. Die größte Stärke sind noch die Zeichnungen welche zwar das Setting auferstehen lassen, aber auf Details verzichten. Man fühlt sich in die Epoche und in die Handlung hineinversetzt, aber ebenso wie die Handlung sind sie teils etwas allzu glatt geraten und sehr flächig. Insofern ergänzen sich die Geschichte und deren graphische Umsetzung auf ideale Weise.


Fazit:
Eine nette Unterhaltung für zwischendurch, aber aus dem Stoff wurde nicht das herausgeholt was möglich gewesen wäre. 

Sensei 1: Die Schule der einsamen Wölfe - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Sensei 1: Die Schule der einsamen Wölfe

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Splitter

Preis:
€ 14,80

ISBN 10:
3958394280

ISBN 13:
978-3958394285

48 Seiten

Sensei 1: Die Schule der einsamen Wölfe bei Comic Combo Leipzig online bestellen
Positiv aufgefallen
  • Vermeidung von Klischees
  • Setting
Negativ aufgefallen
  • reine Action und keine Story
  • wirre Geschichte
  • Charaktere bleiben fremd
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Rezension vom: 14.05.2017
Kategorie: Alben
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