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Comic-Besprechung - Spider-Man: Göttliche Gnade

Geschichten:
Spider-Man: Göttliche Gnade (The Amazing Spider-Man 1.1 - 1.6)
Autor: Jose Molina, Zeichner: Simone Bianchi, Andrea Broccardo, Inker: Simone Bianchi, Andrea Broccardo, Lorenzo Ruggiero, Colorist: David Curiel, Marte Gracia, Andres Mossa, Israel Silva, Java Tartaglia, Matt Yackey


Story:
Als der Familienvater Julio Manuel Rodriguez von Straßengangstern ermordet wird, ist das zwar sehr tragisch, aber an sich leider nicht bemerkenswert. Als der Mann aber wieder von den Toten aufersteht und über merkwürdige Kräfte verfügt, weckt das die Neugier von Spider-Man dessen Ermittlungen ihn nicht nur bis nach Kuba führen, sondern ihn auch in Konflikt mit der Superheldengruppe Santerians bringt.


Meinung:
Spider-Man ist für diese Story nicht so ganz der richtige Held. Es ist ja nicht so, dass der Tätigkeitsraum des Spinnenmannes eingeschränkt wäre, schließlich hat er es im Laufe seiner jahrzehntelangen Karriere schon mit vielfältigen Gegnern zu tun bekommen. Aber hier geht es um psychische Auswirkungen, welche bei einem anderen Strumpfhosenträger besser aufgehoben gewesen wären.

Doch worum genau geht es? Ein Mann aus dem hispanischen Viertel von New York wurde von Straßengangstern getötet. Das ist tragisch, aber bei weitem nicht ungewöhnlich. Leider. So bekommt Spider-Man bei seiner täglichen Patrouille nur so nebenbei die Beerdigung mit. Was schon ein Zufallselement ist, denn dieser Mann wird dem Helden noch Kopfschmerzen bereiten. Denn er steht wieder von den Toten auf. Dabei ist er kein Marvel Zombie oder sonst ein Untoter der nach dem Fleisch der Lebenden giert, sondern ein scheinbar normaler Mann der nach Hause zu seiner Frau und Kindern geht. Natürlich weckt das ein mediales Interesse und auch Spider-Man ist neugierig und beginnt mit Nachforschungen. Im Zuge dessen lernt er auch die Superheldentruppe Santerians kennen. Was mit den üblichen Reibereien vonstattengeht. Man beäugt sich misstrauisch, prügelt sich, verträgt sich und verbündet sich. Also der klischeehafte Ablauf wenn sich Helden begegnen die sich noch nicht kennen. Eine Dramatik fehlt da aber.

Und das ist der Knackpunkt, denn die Mitglieder der Truppe sind religiös und hängen der Glaubensgemeinschaft des Santeria an, welches mit derjenigen des Voodoo verwandt ist. Überhaupt spielt hier Religion eine sehr große Rolle, denn der wiederauferstandene kann auch einige Wunder vollziehen. Eine Ähnlichkeit zu Jesus liegt dann natürlich auf der Hand. Aber man macht ihn zum Schurken, da er zunächst die Katastrophen auslöst im Zuge derer er dann den Menschen hilft. Warum und ob er ein missionarisches Ziel hat, bleibt unklar bis zum Schluss und ist Kern der detektivischen Bemühungen von Spider-Man die ihn bis nach Kuba führen.

Religion spielt hier also eine große Rolle. Bei diesem Thema wäre aber ein grüblerischer und religiös anfälliger Held wie Daredevil sehr viel besser gewesen. Bei dem Teufelchen hat eine ähnlich gelagerte Story, die legendäre um das angebliche Kind des Teufels von dem Regisseur Kevin Smith, hervorragend funktioniert, bei dem Spinnenmann als ein Wissenschaftler beginnt die Handlung eher aus dessen Neugier heraus. Warum er forscht, die ganze Motivation des Helden bleibt ziemlich unklar. Denn zu Beginn ist keinerlei Bedrohung durch den Auferstandenen erkennbar. Auch steht hier die Action zugunsten des Rätsels im Hintergrund, was logisch und spannend ist, aber Fans etwas ermüden dürfte. Peter Parker ist ein Mann der Wissenschaft und lässt die religiösen Aspekte gar nicht an sich heran, sondern witzelt darüber und ist sehr skeptisch. Das ist nicht logisch, da er schließlich Götter wie Thor kennt. Hier merkt man vielmehr eine Mutlosigkeit. Zu Beginn traut man sich nicht richtig in das Horrorgenre zu gehen, was durchaus vorteilhaft ist, da man sich als Leser fragt wohin das Ganze führen wird. Das am Ende aber der vermeintliche Konflikt zwischen Wissenschaft und Religion und die verschiedenen Arten des Glaubens nicht vertieft werden, ist aber äußerst bedauerlich. So werden nämlich auch unangenehme Fragen zur Religion tunlichst vermieden. Man bemüht sich niemanden auf den Schlips zu treten und läuft wie auf Eierschalen, was der Erzählung zunehmend die Dynamik und die Dramatik nimmt. So ist der Gesamteindruck auch eher durchwachsen.


Fazit:
An sich ist die Story nicht schlecht, doch es wird zum einen nicht ganz der optimale Held dafür benutzt und zum anderen will man nirgends anecken und so macht sich eine Mutlosigkeit breit die jede Dramatik erstickt.


Spider-Man: Göttliche Gnade - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Spider-Man: Göttliche Gnade

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 14,99

ISBN 10:
3957988691

ISBN 13:
978-3957988690

136 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Storyidee
  • Einblicke in fremde Kultur
Negativ aufgefallen
  • falscher Held
  • Mutlosigkeit
  • fehlende Dynamik erstickt Dramatik
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Rezension vom: 31.01.2017
Kategorie: Spider-Man
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