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Comic-Besprechung - 421 Gesamtausgabe – Band 1

Geschichten:

„421 contre la silhouette“

Text: Stephen Desberg

Zeichnungen: Eric Maltaite

„Bons baisers du septieme ciel“

Text: Stephen Desberg

Zeichnungen: Eric Maltaite

"Guerre Froide“ 

Text: Stephen Desberg

Zeichnungen: Eric Maltaite



Story:
Insgesamt vier albumlange Geschichten kommen in der Gesamtausgabe zum Abdruck. Mit den zwei Teilen von „421 contre la silhouette“ – eine deutsche Erstveröffentlichung –, ferner die beiden bereits Anfang der 1990er-Jahre im Feest-Verlag veröffentlichten Geschichten „Bons baisers du septieme ciel“ (dt. „Liebe Grüße aus dem 7. Himmel“, 1992) sowie „Guerre Froide“ („Kalter Krieg“, 1991). Daneben reichern ein ausführlicher redaktioneller Teil, Kurzgeschichten, Varianten und Einzelillustrationen die Gesamtausgabe an.


Meinung:
Zwischen 1980 und 1983 – die Zeit, in der die 421-Geschichten vom ersten Band der Gesamtausgabe veröffentlicht wurden – kamen zwei James Band Filme in die Kinos: „In tödlicher Mission“ und „Octopussy“. Der Hype um die Filme des englischen Geheimagenten mit der Lizenz zum Töten hatte einen neuen Höhepunkt erreicht. Dafür mitverantwortlich war Roger Moore, der seit „Leben und Sterben lassen“ (1973) Sean Connery als Doppelnull-Agenten abgelöst hatte. Und mit Moore zog ein neuer Wind ein. Er war weniger ernsthaft, britischer, charmanter, rundherum smarter, als der kantige Schotte. Und diesen Agenten, den Moore auf seine ganz eigene Art verkörperte, nahmen sich Stephen Desberg und Eric Maltaite mit ihrer Parodie 421 vor.
Die beiden Künstler schufen einen zutiefst britischen Helden, der sich in James Bond-Manier durch seine kniffeligen Aufgaben boxt, schießt und trickst. Dabei immer ein Lächeln für schöne Frauen übrig hat. Die Einfälle, die Desberg und Maltaite dabei hatten sind großartig. 421 fährt keinen Sportwagen und keine Limousine. Im zweiten Teil von „421 contre la silhouette“ wird ihm ein Citroen 2CV – kurz gesagt die klassische „Ente“ – als Dienstwagen zur Verfügung gestellt. Er wird sie im Laufe seines Abenteuers zu schätzen lernen. Auch der Einfall mit der Nerv tötenden Krankenschwester, die sich allzu sehr um ihren Patienten 421 kümmern möchte, entwickelt sich zum Running Gag. Davon sind die hier versammelten Geschichten in der Gesamtausgabe voll. Jede Geschichte ist durchzogen von gelungenen Pointen. Desberg, der Anfang der 1980er-Jahre genauso wie Maltaite, zu einer neuen Generation von Comicschaffenden im alt ehrwürdigen Spirou-Magazin zählte, brennt ein Gagfeuerwerk ab. Er zeigt bereits in dieser frühen Arbeit, welch herausragender Szenarist er ist.
Zudem sind alle Geschichten rappelvoll mit spielerischen Andeutungen auf das cineastische Vorbild. Kämpfe zwischen Tauchern unter Wasser um ein Flugzeugwrack, der Agent auf einen Seziertisch angekettet, hübsche Frauen und exotische Schauplätze. Alles kommt irgendwie bekannt vor und überall erwartet man, dass die Bilder schneller laufen, zu einem Film werden, zu einem James Bond-Film. Aber Desberg und Maltaite ersonnen einen Comic – und zwar einen überaus gelungenen.
Dazu zählen auch die Zeichnungen von Maltaite. Wer sein Artwork beispielsweise aus den beiden Schock-Bänden kennen und lieben gelernt hat, wird an 421 seine wahre Freude haben. Denn es bietet sich die Gelegenheit seine frühen Arbeiten mit seinen aktuellen Bänden zu vergleichen. Sein spritziger und detailverliebter Stil weiß auch bei 421 zu überzeugen und der Zeichner offenbart bereits in seiner ersten eigenen großen Serie sein Können.
Das Bonusmaterial gibt interessante Einblicke in den Redaktionsalltag bei Spirou zum Beginn der 1980er-Jahre. Er enthält außerdem ergänzende Panels und Sequenzen, die bei den Albumausgaben keine Verwendung fanden. Kurzum: Er enthält alles, was sich der Leser wünscht!


Fazit:
Es wurde Zeit, dass die Serie 421 für den deutschen Markt wieder entdeckt wurde und es tut gut, dass die Ausgabe einen Verleger fand, der dies liebevoll bewerkstelligt. 421 ist ein überaus witziger und unterhaltender Comic. Er sei allen Spirou-Fans und James Bond-Liebhabern wärmstens ans Herz gelegt. Und zwei grandiose Bände dieser gelungenen Gesamtausgabe sollen noch folgen.


421 Gesamtausgabe – Band 1 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

421 Gesamtausgabe – Band 1

Autor der Besprechung:
Bernd Hinrichs

Verlag:
Salleck Publications

Preis:
€ 29,90

ISBN 13:
978-3-89908-609-6

200 Seiten

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Positiv aufgefallen
  • Voll witziger Einfälle
  • Gelungene redaktionelle Texte
  • Tolle Aufmachung
Negativ aufgefallen
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Rezension vom: 14.01.2017
Kategorie: Alben
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