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Comic-Besprechung - Fort of Apocalypse 1

Geschichten:
Fort of Apocalypse 1
Autor: Yuu Kuraishi, Zeichner: Kazu Inabe


Story:
Maeda ist ein zartbesaiteter Junge, der einen Mord beobachtet hatte. Nur glaubte ihm niemand und jeder hielt ihn für den Täter. Zu einer lebenslangen Gefängnisstrafe verurteilt wird er in die Jugendstrafanstalt eingewiesen. Doch ihm bleibt kaum Zeit sich in das gefährliche System einzugliedern, denn vor den Toren des Gefängnisses haben sich Zombies angesammelt.


Meinung:
Es ist eine bestechende Idee die Zombieapokalypse einmal aus dem Gefängnis her zu betrachten. Denn für den Freund des klaustrophobischen Horrors ist das eine wunderbare Prämisse. Die Protagonisten können schließlich nicht heraus. Sie sind nicht nur generell gefangen, sondern müssen sich nun noch der Untoten erwehren. Was kann man da nicht für Nervenkitzel erschaffen. Doch warum gibt es dann so gut wie keinen gelungenen Vertreter davon? Es gibt durchaus Zombiefilme die im Gefängnis spielen, doch die sind zumeist äußerst missraten. Die einzige Ausnahme bildet da The Walking Dead, doch das zählt insofern nicht, da die Hauptfiguren das Gefängnis erst erreichen, als die Zombieapokalypse schon im vollen Gange ist.

Gute Voraussetzungen also für die neue Mangaserie Fort of Apocalypse. Denn genau die eben genannte Ausgangslage ist hier gegeben. Ein neuer Häftling kommt in das Gefängnis weil er einen Mord begangen haben soll. Kaum hat er sich mit seinen Zellengenossen bekannt gemacht und sich prompt Feinde verschafft, kommt es zu der Zombieepidemie. Ohne Waffen, ohne Ausweg und in Lebensgefahr nicht nur wegen der Zombies, sondern auch wegen der Mithäftlinge, scheint das Ende vorprogrammiert zu sein.

Doch gerade das Wort „Programmierung“ ist hier ein Schlüssel. Denn alles wirkt sehr durchkalkuliert, um einen möglichst großen wirtschaftlichen Erfolg erzielen zu können. Zunächst wäre da die Tatsache, dass die Hauptpersonen alles Jugendliche sind welche sich damit an das Zielpublikum richten und eine Identifikationsmöglichkeit geben sollen. So sind die vier Hauptpersonen auch eher Typen nachempfunden die schon an Klischees angrenzen. Da gibt es den wortkargen Muskelprotz der aber ein Herz aus Gold zu haben scheint, der kalte, rationale Nerd der bar jeder Emotionen ist und der ausgeflippte Freak. Typen wie sie oft und gerne in Genreproduktionen benutzt werden. Dazu kommt der junge und etwas naive Held. Zwecks moralischer Aspekte ist die Hauptperson natürlich an dem ihm vorgeworfenen Verbrechen unschuldig und bietet damit nicht nur ein einwandfreies Identifikationspotential, schließlich wird mit seinen Augen die Geschichte erzählt, sondern ist auch wieder ein reines Klischee. Was dazu führt, dass die ambivalenten Charaktere der Mitinsassen des Helden deutlich spannender sind.

Ist die Figurenkonstellation mitsamt optischer Gestaltung, die Bösen ziehen Fratzen, der intellektuelle Typ trägt natürlich eine Brille, schon recht klischeehaft, kommt noch eine große Enttäuschung hinzu. Man hätte zum Auftakt gerne mehr davon gesehen wie die Konflikte im Knast entstehen und sich langsam die Belagerung und die Bedrohung durch die Zombies entfaltet. Im Grunde stimmt hier das Timing nicht so richtig. Die Zombies kommen zu früh und ebenso, viel, zu früh verlässt man das spannende Setting und erweitert den Handlungsrahmen was einiges an dem schlummernden Potential verschenkt. Aber zu den Pluspunkten gehört hier eindeutig die Spannung die auch aus der Brutalität erwächst und keine weichgespülten Zombies zeigt. Hier wird gefressen und in allen scheußlichen Details gezeigt, was man so mit dem menschlichen Körper anfangen kann. So ist der Manga sehr kurzweilig und die guten Zeichnungen scheuen sich nicht vor ekligen Details. Zum Glück enthalten sie sich auch der Albernheiten, sondern legen Wert auf einen Realismus, was auch Leser ansprechen dürfte die ansonsten nicht so sehr auf Mangas zurückgreifen. Allerdings erinnern die Zeichnungen stilistisch, insbesondere was die Gestaltung der Zombies angeht, auch sehr an die vergleichbare Serie I am a Hero. So lässt die Serie doch eine gewisse Eigenständigkeit vermissen. Mal sehen wie es weitergeht.


Fazit:
Einige Steilvorlagen werden nicht genutzt und alles wirkt sehr kalkuliert. Aber die Brutalität sorgt für Spannung weswegen man auch dem zweiten Band eine Chance geben wird.


Fort of Apocalypse 1 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Fort of Apocalypse 1

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Egmont Manga

Preis:
€ 7,00

ISBN 10:
3770493575

ISBN 13:
978-3770493579

192 Seiten

Fort of Apocalypse 1 bei Comic Combo Leipzig online bestellen
Positiv aufgefallen
  • Setting
  • schonungslos
  • realistische Zeichnungen
Negativ aufgefallen
  • Steilvorlagen werden nicht genuttzt
  • alles wirkt sehr kalkuliert
  • kein perfektes Timing
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Rezension vom: 07.01.2017
Kategorie: Mangas
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