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Comic-Besprechung - Über - Band 2

Geschichten:
Das letzte Aufgebot
Text: Kieron Gillen 
Zeichnungen: Caanan White
Colourist: Keith Williams, Joseph Silver


Story:
Mit einer Rasse von Superhelden ist es der deutschen Führung gelungen die Vernichtung des Deutschen Reiches zu verhindern. An ihrer Spitze stehen drei so genannte menschliche Schlachtschiffe, Sieglinde, Siegfried und Siegmund, sowie eine größere Zahl an Panzermenschen. Nun forschen auch andere Nationen an deren Entwicklung. So gelang es den Japanern der US-amerikanischen Marine im pazifischen Krieg empfindliche Verluste beizubringen. Aber nur die Deutschen verfügen über so genannte „Schlachtschiffe“. Superhelden von ganz außerordentlicher Kraft. Das muss auch Stalin feststellen, der für seine Pläne zwar 420.000 Menschen opfert, um aus ihnen eine Gruppe von 84 Superhelden herauszufiltern, alleine seine Supermenschen sind nicht stark genug um die deutschen „Schlachtschiffe“ an der Ostfront zu vernichten. Ihnen gelingt es lediglich einen von ihnen aufzuhalten. Und auch die Engländer sind ihrem Ziel, eine kampfbereite Superrasse aufzustellen, sehr nahe. In dieser Situation entscheidet sich Hitler für den Frontalangriff: er schickt eines seiner „Schlachtschiffe“, Sieglinde, auf eine aussichtslose Mission nach London, um Churchill zu eliminieren – und sie ist erfolgreich. Parllel dazu sitzt das „Schlachtschiff“ Siegmund bei Hitler zum Abendessen. Die beiden entzweien sich und der Führer des Deutschen Reiches wird zum Opfer seiner eigenen Supermenschen: Siegmund tötet Hitler!


Meinung:
Der Plot der Serie ist nach wie vor faszinierend. Die Geschichte umzuschreiben und das Deutsche Reich auf die Siegerstraße zu führen ist zwar nicht neu, aber dies mit Hilfe einer neuen Superrasse (!!!!) zu bewerkstelligen ist gewagt. Den Sieg mithilfe von Übermenschen zu erreichen ist gerade im Zusammenhang mit der nationalsozialistischen Ideologie ein Wagnis. Und wie schon im ersten Band tut Kieron Gillen gut daran, jedem seiner Kapitel ein mehr oder weniger sonnvolles Nachwort hintenan zu stellen. Mitunter sind diese sehr erhellend, was den Zusammenhang der Geschichte angeht, seine Bedenken diese zu erzählen oder einfach nur, wie er auf bestimmte Ideen kam. Mitunter sind seine Einwürfe allerdings auch belanglos. Unterm Strich bleiben sie allerdings eine notwenige und hilfreiche Ergänzung.
Wobei der spezielle Hintergrund der Geschichte allerdings nicht darüber hinwegtäuschen darf, worum es eigentlich geht. Sollte es unter den Comiclesern kranke Hirne geben, die sich unter „Über“ eine Story aus dem Dritten Reich vorstellen, angereichert mit ekelhafter Lanzer-Romatik und gewürzt mit der menschenverachtenden Ideologie der Nationalsozialisten, werden diese Leser enttäuscht sein. Denn trotz des Hintergrundes ist „Über“ eine Superheldengeschichte. Eine – zugegeben – sehr blutrünstige, aber eben am Endes des Tages doch nur Superheldengeschichte.
Im Gegensatz zum ersten Band der Serie gewinnt der Aspekt „Brutalität“ im zweien Teil zunehmend an Bedeutung. Vor allem in der Darstellung des Kampfes an der Ostfront scheinen sich Texter und Zeichner auszutoben. Gillen rechtfertigt dies in seinem begleitenden Text mit der historischen Tatsache, dass das Leiden der sowjetischen Bevölkerung mit keiner anderen europäischen oder überseeischen Nation vergleichbar ist. Ziel dieser Darstellung sei es aufzuzeigen, wie viele Opfer die Sowjets bereit sind zu bringen, um ihre Freiheit zu verteidigen. Gillen konstatiert: „Ich bin nicht restlos überzeugt, dass die demokratischen Mächte auch nur ein Zehntel der Verluste der Sowjets erlitten hätten, um ihre eigene Freiheit zu verteidigen“. Dabei scheint es zwar so, dass der Autor übersieht, dass die Opfer nicht ganz freiwillig kamen und die Sowjets von einem irren Diktator in den Tod getrieben wurden um einen anderen irren Diktator zu vernichten. Allerdings wird in der Darstellung Stalins klar, dass Gillen diesen Gegensatz durchaus versteht.
Besonders gekonnt ist der Schluss des Bandes. Gerade als sich der Leser an eine Rasse von Superhelden gewöhnt hat, die im Namen des Führers alles kurz und klein schlagen und auf dem Weg sind den Nationalsozialisten die Weltherrschaft zu bringen, also gerade in dem Moment, wo der Plot der Geschichte anfängt durchschaubar zu werden, lässt Gillen den Führer durch ein „Schlachtschiff“ töten. Grandiose Wendung! Wie es weitergeht? Das wird der nächste Band zeigen, auf den wir uns freuen können.


Fazit:
Der zweite Teil von „Über“ bietet wieder spannende Unterhaltung zu einem ungewöhnlichen Thema. Im Gegensatz zum ersten Band verschiebt sich der Plot allerdings in Richtung „Gewaltdarstellung“ und ist nichts für zart besaitete Leser. Mit der Wendung am Schluss des Bandes steigt die Spannung auf das, was da nun noch kommen wird.


Über - Band 2 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Über - Band 2

Autor der Besprechung:
Bernd Hinrichs

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 19,99

ISBN 13:
978-3-95798-961-1

148 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Nach wie vor: extravaganter Plot
  • Spannende Wendung
  • Gut aufbereitet
Negativ aufgefallen
  • Teilweise zu sehr ein Schlachtfest
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Rezension vom: 02.01.2017
Kategorie: Alben
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