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Comic-Besprechung - Thanos: Die Infinity-Allianz

Geschichten:
Marvel Exklusiv 120: Thanos: Die Infinity-Allianz (Thanos: The Infinity Relativity)
Autor, Zeichner: Jim Starlin, Inker: Andy Smith, Colorist: Frank D'armata, Rachelle Rosenberg, Übersetzung: Alexander Rösch

Story:

Annihilus ist zurück. Der Herrscher der Negativzone hat es auf das positive Universum abgesehen. Und nichts und niemand kann ihn aufhalten. Außer vielleicht Thanos!



Meinung:

Mit "Thanos: Die Infinity Allianz" liegt jetzt die Fortsetzung von "Thanos vs. Hulk" und "Thanos: Die Infinity Offenbarung" vor. Geschrieben und gezeichnet wird das Heft von Jim Starlin ("Warlock" "Infinity-Gauntlet"), derweil Andy Smith für die Tusche sorgt. Höhepunkt und Abschluss findet die Story in "Thanos: Die Infinity-Entität"

Thanos ist tot. Er lebt an der Seite seiner geliebten Misstress Death. Doch das Universum der Lebenden lässt ihn keine Ruhe. Er beobachtet es. Und als er eine Vision von sich selbst erhält, beschließt er zurück unter die Lebenden zu kehren. Sein Ziel ist es, Annihilus aufzuhalten, der mit seinen Heerscharen das positive Universum bedroht.

Wie kein anderer Comicschaffender vor ihm oder nach ihm ist Jim Starlin unzertrennbar mit der kosmischen Seite des Marvel Universums verbunden. Er hat Thanos erfunden und entscheidend charakterisiert. Er hatte Adam Warlock in den 70ern unter seine Fittiche genommen und ebenfalls entscheidend geprägt und einen Cast aus interessanten Figuren zur Seite gestellt, wie zum Beispiel Gamorra.

Und es zieht ihn immer und immer wieder zurück zu diesen Figuren. Immer wieder tauchen Geschichten und Serien auf, in denen er, immer mehr und mehr losgelöst vom eigentlichen Marvel Universum, sein eigenes Ding machen kann. Und das ist umso interessanter, da vor allem Thanos dank der Marvelkinofilme sehr bekannt geworden ist.

Und damit ist auch klar, dass auch "Die Infinity-Allianz" die üblichen Verdächtigen als Hauptfiguren hat. Gleichzeitig darf man sich aber auch auf Gastauftritte der Guardians oft he Galaxy freuen, der Gruppe, für die Gamorra und Drax inzwischen arbeiten.

Auf eins kann man sich in jedem Fall verlassen. Darauf, das Jim Starlin weiß, wie man Thanos darstellt. Das ist auch in diesem Comic der Fall. Sein Thanos ist nicht mit der Figur vergleichbar, wie man sie aus dem restlichen Marvel Universum her kennt. Sein Thanos ist eine Figur, die durchaus noble Ansätze hat, diese jedoch rücksichtslos durchsetzt. Sein Thanos ist ein Charakter, dem jedes Mittel Recht ist.

Nur leider ist sein Thanos inzwischen auch zu einer Karikatur seiner selbst geworden. Denn das Schlimme ist, das Jim Starlin diese Figur nie richtig verlieren lassen kann. Immer hat er einen Plan in der Hinterhand. Immer ist er überlegen. Und auch, wenn das Finale der Ausgabe etwas anderes vermuten lässt: Man kann sich sicher sein, dass in der nächsten der verrückte Titan wieder zurückkehren wird und alles Teil seines Plans war. Wie langweilig!

Dasselbe gilt auch für Adam Warlock, wenn auch längst nicht ganz so krass. Aber auch hier hat man es mit einem Charakter zu tun, der sich nie wirklich besiegen lässt. Er ist der perfekte Held, der sogar etwas Gefallen daran gefunden hat, für Thanos zu arbeiten.

Und auf Grund dieser Umstände langweilt die Geschichte auch. Es kommt keine Spannung auf. Im Gegenteil: Die Story plätschert vor sich hin. Man hat das Gefühl, Jim Starlin hakt nur bestimmte Aspekte auf einer imaginären Checkliste ab. Eine Bedrohung für das Universum? Check. Gastauftritte vieler kosmischer Figuren? Check. Ein Thanos, der sich nicht unterkriegen lässt? Check.

Noch schlimmer ist, dass auf Grund von Jim Starlins Vorliebe für bestimmte Figuren er andere Charaktere alt aussehen lässt. Das merkt man besonders an den Guardians oft he Galaxy, die in dieser Geschichte allerhöchstes bessere Jobber sind oder den Stichwortgeber geben.

Ebenso geht auch Jim Starlins Erzählweise auf den Wecker. Es ist, als ob er sich nicht selbst über den Weg traut. Er beschreibt immer und immer wieder, was man gerade auf den Seiten sieht. Das wirkt insbesondere deshalb so nervig, da er ja selbst der Künstler der Geschichte. Und leider zeichnet er die Story noch nicht mal gut. Sein Zeichenstil mag zwar sehr detailliert sein. Doch seine Gesichter gleichen sich und manchmal setzt er zu sehr auf künstliche Effekte als Hintergrund.

Und deshalb ist der Comic nur ein "Ganz Nett" wert.



Fazit:

Mit "Thanos: Die Infinity-Allianz" liegt jetzt ein weiterer Comic von Jim Starlin vor. Und leider muss man sagen, dass das einzige positive die Tatsache ist, das der Autor und Künstler seine Figuren kennt. Sein Thanos ist perfekt und seinem Gegner immer einen Schritt vorraus. Leider entsteht dadurch auch keine Spannung, da die Figuren zu perfekt sind. Die Story liest sich wie ein Abhaken einer imaginären Checkliste, alle Figuren, die nicht von Jim Starlin erschaffen oder quasi neu erfunden wurden, sind bessere Stichwortgeber und Jim Starlin sagt mit vielen Worten nichts und beschreibt, was man selber sieht.



Thanos: Die Infinity-Allianz - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Thanos: Die Infinity-Allianz

Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Verlag:
Panini

Preis:
€ 12,99

ISBN 13:
978-3957987860

116 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Jim Starlin kennt seinen Thanos und Adam Warlock
Negativ aufgefallen
  • Jim Starlin kennt seinen Thanos und Adam Warlock
  • Thanos ist zu übermächtig
  • Geschichte ist langweilig
  • Zu viel Gerede
  • Zu viele Grafische Effekte
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
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Rezension vom: 15.10.2016
Kategorie: Marvel Exklusiv
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