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Comic-Besprechung - Claire Dewitt 1 – Bis das der Tod uns scheidet

Geschichten:
Text: Willem Ritstier
Zeichnungen: Fred de Heij


Story:
Drei Männer untersuchen ein Schlachtfeld, das diesen Namen wirklich verdient. Auf dem Boden liegen Leichenteile von zerfetzten Soldaten. So beginnt der blutige Horrorwestern „Claire Dewitt“. Im weiteren Verlauf der Geschichte ist die Protagonisten Claire, die mit ihrem deutschen Compagnon Gerd als Kopfgeldjägerin ihre Dollars verdient, auf der Jagd nach einer Frau, die sich in eine reißende Bestie verwandeln kann. Schnell stellt sich heraus, dass es sich bei dieser Frau um die Zwillingsschwester von Claire handelt, die diese für tot hielt.


Meinung:
Bei „Claire Dewitt“ handelt es sich um einen besonders Western. Es geht hier nicht um staubige Dorfstraßen, die vor einem Saloon enden. Auch kommen schnell schießende Pistoleros oder Indianer nicht vor. Ein Blick auf das Cover der Bandes, eine blutverschmierte Frau im Westernstyle-Kleid mit einer Pistole in der Hand, verrät, dass es sich bei dem Band von Ritstier und de Heij um keinen klassischen Western handelt. Der Horror steht eindeutig im Vordergrund – alles andere ist nur gut fürs Hintergrundbild.
Man kann dem Plot der Geschichte nicht absprechen fesselnd zu sein. Die Charaktere werden interessant eingeführt und das Grauen ist bereits seit der ersten Seite Bestandteil der Geschichte. Über allem liegt eine gespannte Atmosphäre.
Die Schwäche des Bandes sind die Zeichnungen, vor allem die der reißenden Bestien, wenn sie sich in Bewegung befinden. Das de Heij sein Handwerk sehr wohl versteht, kann man an dem sehr schönen und sehr ausführlichen Anhang sehen. Die über 20 Seiten enthalten Zeichenkunst der besonderen Art. Der Betrachter merkt der Galerie beispielsweise an, welche Freude es dem Zeichner macht Frauen aufs Papier zu bannen. Vor allem die so unterschiedliche Physiognomie der Zwillingsschwestern scheint ihn zu faszinieren. Die eine verführerisch und mit weiblichen Rundungen, die andere maskulin – eine Freude ihm Panel für Panel durch die Geschichte zu folgen. Bis zu den Szenen, in denen sich Lilianne, Claires Schwester in eine Bestie verwandelt. Denn jedes Mal, wenn de Heij diese Monster zeichnet, rutscht das Niveau ab. 
Die Bestien, die äußerlich eine Mischung aus dem Weißen Tod der Serie „Gung Ho“ und den Untoten bei „American Vampire“ sind, verbreiten keinen Schrecken. Die Monster erinnern ein wenig an das Kinderbuch „Wo die wilden Kerle wohnen“ von Maurice Sendak. Dies wird immer besonders deutlich, wenn die Bestien in Bewegung sind. Wenn sie Menschen oder anderer ihrer Spezies anspringen und reißen.
Äußerst gelungen ist hingegen das Einfangen der Atmosphäre. Die Geschichte spielt im Süden der USA, dass heißt Sümpfe, Schwüle und undurchdringliche Wälder. Dieses Ambiente ist sehr gelungen eingefangen. Die schwere, schwülstige Luft wabert durch die Geschichte. Auch ohne die Monster würde man hinter jedem Baum den Tod erwarten. Der Leser meint beim Blättern die Fäulnis zu riechen, die aus den Seiten aufsteigt
Fazit:


Fazit:
Einer der Bände, die man definitiv in die Hände nehmen muss. Der Plot, die Charaktere und die Art, wie die Geschichte erzählt wird, weiß absolut zu überzeugen. Aber bei einer Geschichte, in der die Monster im Mittelpunkt stehen und diese wirken wie aus einem Kinderbuchklassiker, muss man die Zeichnungen auf sich wirken lassen. Fest steht in jedem Fall, dass im ersten Band genügend Fragen aufgeworfen werden, die Neugierig auf die Fortsetzung machen. Und dafür ist es zunächst einmal egal, ob die Monster wie kuschelige Kinderlieblinge oder wie mordende Bestien gezeichnet sind.



Claire Dewitt 1 – Bis das der Tod uns scheidet - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Claire Dewitt 1 – Bis das der Tod uns scheidet

Autor der Besprechung:
Bernd Hinrichs

Verlag:
Splitter Verlag

Preis:
€ 15,80

ISBN 13:
978-3-95839-327-1

72 Seiten

Claire Dewitt 1 ? Bis das der Tod uns scheidet bei Comic Combo Leipzig online bestellen
Positiv aufgefallen
  • Atmosphärisch sehr dicht
  • Sehr schöne Galerie am Ende des Bandes
  • Spannender Plot
Negativ aufgefallen
  • Schwächen in den Zeichnungen
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Rezension vom: 16.08.2016
Kategorie: Alben
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