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Comic-Besprechung - Zack 203

Geschichten:
Zack 203
Comics

Klinge und Kreuz: Das Geschlecht derer von Kreuz - Teil 1
Die Laborbullen: Fetter Fang
Dantès: Das Gift der Ebenholzküste - Teil 3
Anglerglück: Alles Tierfreunde
Die jüdische Brigade: TTG - Teil 2
Kokidos Abenteuer: Die Tragik der Natur
Cassio: Der Ruf des Leids - 4. und letzter Teil
Mo

Service
Winterwelt: Die postapokalyptische Serie
Novitäten
News
Blake und Mortimer: Der Klassiker lebt
Spotlights


Story:
Im Jahre 1628 herrscht schon 10 Jahre lang ein Krieg der noch zwanzig Jahre andauern wird. In dessen Wirren und politischen Intrigen werden mehrere Personen hineingezogen. Dantès hingegen erfährt mehr über die wirtschaftlichen Machenschaften einer seiner Tochterfirmen in Afrika. "Die jüdische Brigade" hingegen konnte einen Kriegsverbrecher ausmachen, gerät aber in eine Falle. Cassio hingegen kann sich aus den Fallstricken einer Intrige befreien.


Meinung:
Wie schon in den letzten Ausgaben gibt es auch in der aktuellen Nummer durchwegs interessante Serien. Dabei werden abgesehen von einer einzigen alle weiter fortgeführt. Cassio findet hier vorerst wieder sein Ende und mit Klinge und Kreuz wird eine weitere historische Serie gestartet. Aber leider haben die Serien nicht nur gemein, dass sie alle interessant sind, sondern auch das sie erstaunlich unspektakulär daherkommen, was einen schon ziemlich überrascht.

Cassio ist da ein gutes Beispiel für. Es ist schon faszinierend wie die Handlung in der Antike mit einer Kriminalhandlung in unserer Realität verknüpft wird, was einen doppelten Spannungsbogen etabliert. Hier wie damals gibt es Morde und Intrigen und man folgt gebannt wie sich die jeweiligen Helden aus der Affäre ziehen können. Hier sind nun die letzten Seiten des aktuellen Bandes enthalten und es ist erschreckend wie unspektakulär das Finale ausfällt. Gerade diese Kulmination vorhergehender Ereignisse weist keinerlei Action auf, sondern wird allein im Dialog durchgeführt und man fühlt sich als Leser etwas betrogen. Vor allem da eine Szene fehlt, welche die Konfrontation mit einem Schurken auflöst und dem Leser ebenso eine Genugtuung gegeben hätte wie es Cassio selber empfindet. Dieser Effekt verpufft leider etwas.

Ebenso verhält es sich mit Dantès. Dieser Titelheld ist erschreckend naiv und muss sich erst die Welt von anderen erklären lassen. Was wenig glaubwürdig ist, da er als Boss mehrerer großer und global agierender Unternehmen davon mehr wissen müsste. Es ist etwas ungeschickt, dass man es ihm erklärt. Vielmehr hätte man statt einer Belehrung einen Dialog einführen können, in dem mehrere verschiedene Personen ihr jeweiliges Wissen zusammentragen. Das wäre auch etwas dynamischer geworden und hätte nicht den Titelhelden dekonstruiert. Aber vor allem hier gilt: gerade wegen der realistischen Bezüge ist die Reihe und dieses Abenteuer interessant.

Klinge und Kreuz als Neuzugang bereitet zunächst nur die historische Bühne vor auf der man sich noch zurechtfinden muss. Angesiedelt ist sie zu Zeiten des Dreißigjährigen Krieges, der wegen der vielen verschiedenen und wechselnden Allianzen eh schon sehr unübersichtlich ist. Hier werden die Positionen der Kriegsparteien mehr an einzelnen Personen festgemacht, die erst vorgestellt werden müssen. Schön, dass hier das Konzept weiterverfolgt wird, direkt die ersten 20 Seiten des Abenteuers zu veröffentlichen. Jedenfalls gehen die Seiten viel zu schnell zu Ende. Gerade hat man sich eingelesen, schon ist wieder Schluss. Was ein gutes Zeichen dafür ist, das man die Serie als anregend empfindet.

Aber Die jüdische Brigade ist hier der Glanzpunkt. Die Seiten sind sehr spannend und vor allen sehr tragisch. Gerade deswegen ist hier auch der größte Cliffhanger des Heftes zu finden. Da darf noch nicht zu viel verraten werden, aber hier hält man durchwegs den Atem an.

Die Cartoons sind wieder einmal durchwachsen. Die Laborbullen konnten nicht so recht zünden. Da mag es manche freuen, dass sie in dieser Ausgabe beendet werden. Auch Anglerglück ist eher in flachen Gewässern angesiedelt, wohingegen Mo und Kokidos Abenteuer immer für Kurzweil sorgen. Apropos Kurzweil: in den Sekundärtexten haben sich diesmal einige kleinere Stilblüten eingeschlichen. So ist es etwa fraglich, warum der Zeichner Jorge Zaffino unverkennbar ein Argentinier ist (Zitat: „…gezeichnet vom unverkennbaren Argentinier Jorge Zaffino…“). Es soll sich wohl eher auf den Stil beziehen, ist aber unglücklich ausgefallen. Abgesehen von einigen kleineren Patzern sind aber die Überblicke durchaus gelungen.


Fazit:
Interessante Serien, die aber erstaunlich undramatisch daherkommen.Aber da man bei allen wissen will, wie es weitergeht, greift man hier gerne zu.


Zack 203 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Zack 203

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Mosaik Steinchen für Steinchen

Preis:
€ 7,90

ISBN 13:
4195000907902

84 Seiten

Positiv aufgefallen
  • interessante Serien
  • gute Themenmischung
Negativ aufgefallen
  • Stilblüten in Sekundärtexten
  • undramatische Ereignisse
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Rezension vom: 20.05.2016
Kategorie: ZACK
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