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Comic-Besprechung - Tex: Auf eigene Faust

Geschichten:
Tex 2: Auf eigene Faust
Autor: Claudio Nizzi, Zeichner / Colorist: Joe Kubert


Story:
Tex braucht etwas Ruhe und ist auf dem Weg zu einer Ranch von Freunden die er lange nicht gesehen hat. Doch er kommt um einige wenige Stunden zu spät. Banditen haben die Farm überfallen und die Familie ermordet. Tex schwört Rache und macht sich an die Verfolgung die ihm alles abfordern wird.


Dieser Comic wurde mit dem Splash-Hit ausgezeichnet Meinung:
Tex ist eine altehrwürdige italienische Comicserie, die schon seit Jahrzehnten an den Kiosken des südlichen Nachbarn zu finden ist. Vor einiger Zeit ging man daran, einige Sonderbände zu veröffentlichen, die nun der Paniniverlag in seinem Albenband unterbringt. Jedes Abenteuer ist in sich abgeschlossen und nicht in der Kontinuität der Heftserie einzuordnen, so dass jeder einzelne für sich gelesen werden kann. Auch wenn der Autor Claudio Nizzi auch Stammautor des Bonelli-Verlages und damit auch von Tex ist, so wurde jeder Sonderband von einem anderen Zeichner gestaltet. Eines haben sie gemeinsam: alle sind Stars der Branche und international bekannt. Nachdem im letzten Band Colin Wilson die Pinsel schwang, findet man nun auch  wieder einen Star des Mediums. Das ist nämlich kein geringerer als Joe Kubert, der letztens leider verstorben ist. Dieser Sonderband von Tex ist also schon ein wenig älter. Wie Joes Sohn, Adam Kubert, im Vorwort sagt, hatte sein Vater immer ein Faible für den Western und konnte sich hier austoben.

Obwohl das Wort „austoben“ impliziert, dass man in den Bildern schwelgen könnte, da der Zeichner nun eine Leidenschaft verarbeiten konnte die er wenig in Comicform gebracht hatte. Kuberts Bilder sind allerdings weniger opulent ausgefallen, sondern in dem gewohnt kantigen und kargen Strich gehalten, die ihm nicht nur Freunde bringen könnten. Aber es kann auch hier wieder viele außergewöhnliche Perspektiven unterbringen, welche dem ganzen Geschehen eine hohe Dynamik verleihen. Leider besitzen die Zeichnungen aber auch ab und zu einige kleinere Fehler. So sind die Tieraugen nicht gerade Kuberts Stärke. Die Pferdeaugen und auch diejenigen von dem Hund wirken oftmals unfreiwillig komisch. Die bekommt er leider nicht in den Griff.  Und bei einem solchen Meister wie Kubert, der schließlich auch eine Schule für Comicgestaltung gegründet hatte, die zu den renommiertesten überhaupt zählt, ist es geradezu peinlich, das sich ab und an ein Perspektivfehler in die Szenerie verirrt. Mindestens einmal driftet ein getroffener Kopf nicht in die Schlagrichtung ab, sondern trotzt der physikalischen Fliehkraft und bewegt sich der Faust entgegen.

Die Story an sich erfindet den Western nicht gerade neu, sondern ist eine typische Rachegeschichte. Freunde von Tex werden ermordet und er begibt sich auf die Jagd um sie zu rächen. Diese Reise nimmt aber die Form eines Epos an und hätte in Form eines Films gleich vier separate Streifen ergeben. Da sich die Gangster getrennt haben, erlebt Tex auf seiner Reise die unterschiedlichsten Abenteuer. Das hätte ebenso gut Platz für  vier Comicalben ergeben  können. Was natürlich nicht schlecht ist und auch immer spannend zu lesen.

Nach dem Erscheinen des ersten Sonderbandes hatte man von Tex eher den Eindruck eines braven bis langweiligen Helden  der ein Image besaß wie die tugendhaften Westerner der amerikanischen 1950er Jahre, die nur im Notfall den Revolver ziehen. Tex zog sogar nur dann die Waffe, um zwar zu schießen, aber nicht um zu töten. Der vorliegende Band überrascht dann mit einem hohen Härtegrad, wobei die einzige Zensurmaßnahme, wie man den anhängenden Skizzen entnehmen kann, sich an der nackten Haut störte und nicht an der Gewalt. Schon komisch und eher typisch für amerikanische Zensurmaßnahmen die sich mehr an einer nackten weiblichen Brust stören als an heraushängenden Gedärmen. Tex geht zwar nie in eine übertriebene Gewalt, aber hier ist die Gewalt immer auch atmosphärisch spürbarer. Im Großen und Ganzen ist dieser Band damit realistischer und dementsprechend besser als der Vorgänger.


Fazit:
Ein überraschend harter Band, der desto realistischer und düsterer ausfällt als der Vorgänger. Und um einiges spannender, auch wenn die Story recht klischeehaft ist.

Tex: Auf eigene Faust - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Tex: Auf eigene Faust

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 29,99

ISBN 10:
3957985951

ISBN 13:
978-3957985958

240 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Härte und Spannung
  • epische Story
  • abwechslungsreiche Settings
Negativ aufgefallen
  • Story etwas klischeehaft
  • einige Perspektivfehler in den Zeichnungen
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Rezension vom: 01.07.2016
Kategorie: Alben
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