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Comic-Besprechung - Red Skin 1: Welcome to America

Geschichten:

Red Skin 01: Welcome to America
Autor: Xavier Dorison, Zeichner: Terry Dodson, Übersetzung: Marcel Le Comte 



Story:

Vera Jelnikoff ist eine Russin. Eines Tages erhält sie von der Partei einen merkwürdigen Auftrag. Sie soll in die USA reisen, um dort als Superheldin zu arbeiten.



Dieser Comic wurde mit dem Splash-Hit ausgezeichnet Meinung:

Normalerweise handelt es sich bei den amerikanischen, asiatischen und europäischen Comicmärkten um getrennte Bereiche. Es kommt nur selten vor, dass Autoren oder Künstler, die in diesen so unterschiedlichen Märkten arbeiten, sich auch mal in andere Märkte begeben. Zwar gab es Comics, wie zum Beispiel "Silver Surfer Parable", das von Stan Lee geschrieben und von Moebius gezeichnet wurde. Doch das ist eher eine Ausnahme, als die Regel.

Terry Dodson ist da im Vergleich ein Ausnahmefall. Er hat schon einiges an Erfahrung sammeln können. Denn er hat bereits mit Dennies-Pierre Fillipi die "Träume"-Reihe gestalten können und ist gleichzeitig einer der bekanntesten und berühmtesten US-Comickünstler, der unter anderem "Harley Quinn", "Wonder Woman" oder "Uncanny X-Men" gezeichnet hat. Jetzt liegt mit "Red Skin" sein zweites europäisches Werk vor. Dabei illustriert er die Story von Xavier Dorison.

Der französische Comic- und Drehbuchautor wurde 1973 in Paris geboren. Er hat einen Abschluss an einer Business School, fing jedoch schon 1997 mit der Arbeit zu der Serie "Das dritte Testament" an. Bereits der erste Band wurde ein durchschlagender Erfolg, dem weitere Teile folgten. Seit dem hat er unter anderem mit Christophe Bec an "Sanctuary" zusammengearbeitet. Aktuell ist er außerdem mit in die Wiederbelebung der Reihe "Thorgal" involviert.

Vera Jelnikoff ist eine Vorzeigebürgerin der Sowjetunion. Sie hat sich mit dem Leben in diesem Land arrangiert und weiß es zu ihren Gunsten zu nutzen. Des weiteren verfügt sie über außergewöhnliche Kräfte. Eines Tages soll sie im Auftrag des Politbüros in die USA reisen, wo aktuell eine puritanische Bewegung ihr Unwesen treibt. Sie unterstützen dabei den sogenannten Zimmermann, der mit seinen Gewalttaten gegen all die Leute vorgeht, die entweder bei Pornos mitwirken oder andere sexuelle Vorlieben haben. Und um einen neuen kalten Krieg zu verhindern, soll Vera diesen Mann aufhalten.

Moment, es geht um Pornos, es geht um Sexualität, heißt das, dies ist wieder so etwas Ähnliches wie die "Träume"-Reihe? Also ein erotisches Werk? Bei dem Künstler würde es passen.

Diese Schlussfolgerung würde natürlich naheliegen, bei dem Künstler. Terry Dodson liebt es schließlich, den weiblichen Körper in allen Rundungen darzustellen. Doch es wäre verkehrt, jetzt davon auszugehen, dass es haufenweise nackte Haut zu sehen gibt. Stattdessen hält sich der Comic mit dieser Darstellung sehr zurück.

Vielmehr handelt es sich um ein Album, das überwiegend einen lockeren, unterhaltsamen Ton anschlägt, aber auch durchaus ernste Momente hat. Ein Großteil des Tons entsteht vor allem aus der Darstellung von Vera. Schon bei ihrer Einführung bemerkt man, dass sie etwas Besonderes ist. Und das sie es liebt, quasi mit den Männern zu spielen.

Woher sie ihre Fähigkeiten erhalten hat, wird leider nicht erklärt. Vermutlich wird sich das für etwaige spätere Ausgaben vor enthalten, die allerdings bislang auf sich warten lassen. Der erste Band ist nämlich bereits 2014 in Frankreich herausgebracht worden.

Auf jeden Fall ist Vera eine junge, lebenslustige Person, die sich von keinem Hindernis erschrecken lässt. Sie hat sich den Gegebenheiten in ihrem Heimatland perfekt angepasst und weiß, was sie tun muss, um an ihr Ziel zu gelangen. Etwas, was auch in den USA der Fall ist, wo sie direkt nach ihrer Ankunft sich ein Motorrad kauft, das repariert und damit zu ihrer Mission fährt.

Dabei spielt das Kreativteam mit den üblichen Klischees. Vera mag in vielerlei Hinsicht naiv und unerfahren sein, doch macht sie das nicht unbedarft. Und wenn sie mal eben lauter Dosen mit Bohnen kauft, einfach weil dies im Kapitalismus möglich ist, dann muss man schmunzeln. Ebenso, wie sie sich darüber beklagt, dass das Kostüm zu eng ist, weil es kaum über ihre Oberweite zugeht. Das wird von Terry Dodson hinreißend komisch dargestellt. Oder was die Rolle von Superhelden in den USA angeht. Auch hier wird man lächeln.

Doch es gibt auch ernste Momente. Szenen, in denen die Stimmung düster ist. Etwa, wenn Vera sich von ihren Freunden verabschiedet und angedeutet wird, dass sie nicht schwanger werden kann. Oder wenn man die Taten des Zimmermanns sieht.

Wobei dieser Teil der Handlung wieder hervorragend ist, da hier auf die Bigotteri und Prüderie der Vereinigten Staaten angespielt wird. Das Erschreckende ist? Die Darstellung könnte teilweise fast aus der Realität stammen.

Das Highlight dieser Ausgabe sind dabei natürlich die Illustrationen von Terry Dodson. Der Künstler liefert sehr gute Arbeit ab, wenn man bedenkt, dass er für alles verantwortlich ist, sogar für die Farben. Da kann man nichts meckern und es macht wirklich Spaß, diese Arbeit sich wiederholt anzugucken. Vor allem, weil er sowohl lustige als auch dunkle Moment beherrscht.

Dieser Comic ist ein "Klassiker" und ein "Splashhit".



Fazit:

"Red Skin 1: Welcome to America" wurde von Xavier Dorison geschrieben und von Terry Dodson gezeichnet. Der Comic hat sowohl heiter als auch düstere Momente, ist aber insgesamt ein angenehm locker zu lesendes Album. Das liegt vor allem der Heldin des Comics, Vera Jelnkoff, die als eine Frau dargestellt wird, die das Leben liebt und weiß, wie sie an ihr Ziel kommt. Die Illustrationen von Terry Dodson sind hervorragend und passen zu dem Comic.



Red Skin 1: Welcome to America - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Red Skin 1: Welcome to America

Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Verlag:
Splitter Verlag

Preis:
€ 14,80

ISBN 13:
978-3-95839-206-9

64 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Lockere und Ernste Momente
  • Starke Protagonistin
  • Hervorragende Zeichnungen
Negativ aufgefallen
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Rezension vom: 28.03.2016
Kategorie: Red Skin
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