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Comic-Besprechung - The Mastermind Files 03

Geschichten:
The Mastermind Files 03
Story: Kazuo Gomie, Art: Yoshiki Tanaka, Szenario: Mitsuhiro Mizuno, Chikara Tatsuta

Story:
Das Genie Kei kommt nie zu Ruhe! Es warten neue Fälle auf ihn, wie zum Beispiel das Geheimnis der Rotfuchs-Insel. Doch auch das Rätsel um ein Bild lässt ihn nicht los. Zudem hat er einen Konkurrenten in Form des Polizisten Kijima bekommen. Wer von den beiden ist der bessere?

Meinung:

Zugegeben, das Lesen von "The Mastermind Files" hat inzwischen bei mir eine Art von Guilty Pleasure angenommen. Ich weiß, dass die Reihe ihre offensichtlichen Macken hat. Doch inzwischen freue ich mich immer wieder aufs Neue auf den nächsten Teil, trotz aller erkennbaren Schwächen. Und jetzt liegt Nummer Drei der Serie vor, wie üblich von demselben Kreativteam. Kazuo Gomi ist für die Story zuständig, Yoshiki Tanaka für die Zeichnungen und Szenaraio stammt von Mitsuhiro Mizuno. Neu mit dabei ist Chikara Tatsuta, der einiges zum Szenario mit beiträgt. Leider lässt sich über diese Person nichts herausfinden, was ihre Biographie und Bibliographie angeht.

Kei ist ein 17-jähriger Junge, dessen Gehirn ein Quantencomputer ist. Seitdem löst er die merkwürdigsten und mysteriösesten Fälle. Wie zum Beispiel eine Bootsbesatzung, die anscheinend von einem Fluch einer nahegelegenen Fuchsinsel getötet worden ist. Oder ein Mord, der von einem Klon ausgeübt wurde. Doch was auch immer geschehen ist, er findet die Lösung garantiert.

Band 3 der Reihe "The Mastermind Files" führt erfolgreich das fort, was man bereits schon von den vorherigen Ausgaben kennt: Jede Menge mysteriöser Fälle, die vor allem ein Ziel haben: Kei gut aussehen zu lassen. Gleichzeitig kann man allerdings ebenfalls Weiterentwicklungen von einigen positiven Aspekten erkennen, die schon vorher aufgetreten sind.

Das erste Kapitel dient vor allem diesem Zweck, Kai weiter zu humanisieren. Hier ist er nicht der kühle, berechnende Meisterdetektiv, der jeden Fall löst. Im Gegenteil: Er ist jemand, dem an dem Wohlergehen der Hilflosen und Schwachen etwas liegt. Und so hilft er zum Beispiel einem Spatz, der von einer Krähe bedroht wird.

The Same Business as usual ist dagegen dann das zweite Kapitel, dass den Auftakt zu einem mysteriösen Geschehen bildet. Auf einem Boot werden Leichen gefunden. Und angeblich sind die Opfer eines Fluches geworden.

Hier bildet ein Stück ländliche Folklore den Handlungshintergrund. Und die Geschichte weiß zu gefallen, vor allem auf Grund der Tatsache, dass auch Kai selbst eingestehen muss, dass die Ursache für diese Tode extrem unwahrscheinlich ist. Es liest sich spannend und interessant, wie er diesen Fall aufklärt und vor allem, wie die Lösung für dieses Geschehen ist.

Negativ ist dabei hingegen, dass erneut Kais Quantencomputergehirn eine Superfähigkeit aus dem Hut zaubert, die einfach nicht zur Story passt. Auf ein Mal ist er in der Lage unter Wasser zu atmen. Es wird zwar eine logische Erklärung dafür abgegeben, doch diese wirkt an den Haaren herbeigezogen und kann nicht wirklich überzeugen. Es wirkt wie eine faule Ausrede.

Der nächste Fall ist dagegen nur Mittel zum Zweck, um ein Duell zwischen Kei und dem Polizeibeamten Kijima aufzubauen. Letzterer will unbedingt beweisen, dass die Polizei auf die Mithilfe des jungen Genies nicht angewiesen ist. Und in der Tat scheint es so, als ob er im Vorteil ist.

Es ist vor allem der Kontrast zwischen den beiden Charakteren. Dort Kei, jung und ein Genie dank seines Quantencomputers. Hier der deutlich ältere Kijima, der vor allem auf seine natürlichen Gaben setzen muss und dabei keine schlechte Figur abgibt. Und das ist vielleicht auch die Besonderheit dieses Mangas. Denn dieser Polizeibeamte dient nicht als Witzfigur sondern wirkt als der Hauptfigur gleichberechtigt. Eine Tatsache, die Kei am Ende der Story ebenfalls anmerkt. Es bleibt nur zu hoffen, dass dieser Charakter weiterhin auftreten wird und sich mit dem Hauptprotagonisten Kei mentale Duelle liefern wird.

Allerdings muss man anmerken, dass die Auflösung des Falls erneut sehr konstruiert wirkt. Und anders als beim vorherigen Fall wird dies nicht offen und ehrlich kommentiert, sondern einfach so dargestellt. Und das gefällt nicht.

Maori hat inzwischen endgültig den Status als süßer Comedy Relief eingenommen, der ab und an dem Protagonisten Kei wichtige Stichwörter geben darf. Der Fleischbeschaufaktor hat dabei im Vergleich zu den vorherigen Bänden weiter abgenommen. Es ist zwar noch keine optimale Rolle, die sie innehat. Aber man kann sich damit abfinden.

Band 3 der "The Mastermind Files"-Reihe wird daher zum "Reinschauen" empfohlen.


Fazit:
Das Kreativteam von "The Mastermind Files" wächst mit Band 3. Chikara Tatsuta unterstützt jetzt beim Szenario. Eine der Auswirkungen ist ein starker Beginn, bei dem Kei mal wieder von einer neuen Seite dargestellt wird. Danach heißt es jedoch erneut Business as usual, und zwar sowohl im negativen als auch im positiven Sinne. Negativ deshalb, weil erneut Keis Zauberhirn eine Fähigkeit einfach so hervorzaubert, die wie Deus Ex Machina wirkt. Positiv, weil der erste Fall zwar offensichtlich konstruiert ist, das aber vom Kreativteam entsprechend kommuniziert wird. Das fehlt allerdings beim zweiten Fall, wodurch dieser im Vergleich abfällt. Die Rivalität zwischen Kei und Kijima ist vielversprechend und wird hoffentlich ebenso in den nächsten Bänden beibehalten.

The Mastermind Files 03 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

The Mastermind Files 03

Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Verlag:
Egmont Manga

Preis:
€ 6,50

ISBN 13:
978-3-7704-8788-2

192 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Kei wird weiter humanisiert
  • Rivalität mit Kijima
  • Erster Fall
Negativ aufgefallen
  • Zweiter Fall
  • Kei Quantencomputergehirn ist manchmal zu sehr Deus Ex Machina
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Rezension vom: 10.03.2016
Kategorie: The Mastermind Files
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