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Comic-Besprechung - Othello 1

Geschichten:
Kapitel 1-4
Autor: Satomi Ikezawa, Zeicher: Satomi Ikezawa, Tuscher: Satomi Ikezawa


Story:
Schlimmer hätte der Start ins 21Jahrhundert für Yaya nicht beginnen können. Nicht nur, dass sie die Läster- und Stichelein ihrer angeblichen Freundinnen Seri und Moe über sich ergehen lassen muss, es kommt noch dicker. Anstatt mit der Clique die Gegend unsicher machen zu können, gibt Yayas Vater unmissverständlich zu verstehen, dass seine Tochter, am späten Silvesterabend, sofort nach Hause zu kommen hat. Der Abend endet, wie so oft, abgeschottet, alleine in ihrem Zimmer. Einziger Trost und ist das Poster ihrer Lieblingsband „Juliet“ und ein Brief, den sie als siebenjähriges Mädchen, auf einer Ausstellung, an sich selbst geschrieben hat für das Jahr 2001. An diesem Abend erreicht der beinahe zehn Jahre alte Brief den 16 Jahre alten Teenager. Schnell werden Erinnerungen an eine unbescherte Zeit wach, in der ihre Mutter noch lebte und sie selbst den großen Traum hegte eines Tages, wenn sie Erwachsen ist, eine berühmte Sängerin zu werden. Doch was hat Yaya bisher in ihrem Leben erreicht? Völlig deprimiert und sich selbst hassend endet dieser Abend, doch schon am übernächsten Tag soll sich ihr Leben schlagartig ändern! Nana, das etwas andere Ich Yayas, frech, fröhlich und immer gerade heraus mit ihrer Meinung und ihren Ansichten - eigentlich das genaue Gegenteil von Yaya - übernimmt das erste Mal Yayas Bewusstsein, nachdem der Teenager in den Spiegel des Schminkdöschen schaute, dass dem Brief der siebenjährigen Yaya beilag....

Meinung:
Wenn ihr die Inhaltsangabe gelesen habt, dann denkt ihr nun sicherlich, dass Othello nur wieder einer von vielen anderen, zuckersüßen Magical-Girl Manga ist. Doch da muss ich euch leider enttäuschen. Zwar kommen einige typische Magical Girl Element in dieser Shojo Serie vor, wie z.B. das kitschig aussehende Schminkdöschen, dass die kleine Yaya ihrem zukünftigen Ich zusammen mit dem Brief schenkt, doch das war’s auch schon mit dem Gemeinsamkeiten. Euch wird kein „Monster des Tages“ über den Weg laufen und ihr müsst keine großen Verwandlungsorgien über euch ergehen lassen. Yaya, bzw. ihr zweites Ego Nana, bleibt menschlich. Ohne irgendwelche Zauberstäbe und Superkräfte muss sie sich mit alltäglichen Problemen rumschlagen, wie z.B. den miesen Intrigen ihrer „Freundinnen“ Seri und Moe. Nana übernimmt übrigens Yayas Bewusstsein, immer nur dann für einige Zeit, wenn sie sich in einer Oberfläche spiegelt. Das Schminkdöschen ist also nicht zwingendes Utensil. Überaus gelungen ist außerdem die Idee, dass sich Yaya an ihre Charakterwechsel nie erinnert. Dieser Fakt sorgt immer wieder für amüsante Momente. Othello begeistert jedoch nicht nur mit äußerst sympathischen Charakteren, die der Leser schnell lieb gewinnt und mit denen er sich identifizieren kann, sondern auch die Handlung weiß zu gefallen und stimmt nachdenklich. Die sozialen Verhältnisse Japans werden kritisch in Augenschein genommen. Yayas ständige Angst in der Masse unangenehm aufzufallen und nicht den allgemeinen Standards zu entsprechen ist nur ein Beispiel für ein Problem, das evtl. nicht nur japanische Teenager mit der Hauptprotagonistin teilen. Nana hingegen geht ihren eigenen Weg und lebt ihr Leben so, wie sie es für richtig hält. Was andere Denken geht ihr am A.... vorbei ;-) Der Zeichenstil der Mangaka ist im typischen Shojo Stil gehalten und weiß zu gefallen. Die Panelabfolge ist übersichtlich und wirkt keinesfalls zu überladen. Das Hauptaugenmerk liegt ganz klar in der Darstellung der Gesichter und der einzelnen Mimik der Charaktere. Die Hintergründe sind daher schlicht oder gar nicht ausgearbeitet. Zwar gibt es auch einige Klischees zu verzeichnen (Yaya ist z.B. die typische Shojo-Heldin. Auf Anhieb sympathisch, bildhübsch, aber trotzdem einsam, missverstanden und ein Außenseiter!), aber im Großen und Ganzen kann die Serie mit erfrischenden Aspekten punkten, die bisher, in dieser Art, noch keinen in Deutschland veröffentlichten Shojo schmückten. Oder könnt ihr euch an einen Manga erinnern in der die Heldin Visual Kei Fan ist und dem Cosplay frönt? Man darf gespannt auf den zweiten Band der Serie warten und wem der Geduldsfaden schon vorher reißt, der wirft einfach mal einen Blick in die aktuelle Manga Power:-)

Othello 1 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Othello 1

Autor der Besprechung:
Brigitte Schoenhense

Verlag:
Egmont Manga

Preis:
€ 5,00

ISBN 10:
3-89885-916-9

164 Seiten

Positiv aufgefallen
  • ein Shojo mit Elementen aus dem Magical-Girl Genre, der jedoch mit seiner Handlung und seinen Charakteren überrascht
  • kritische Auseinandersetzung mit sozialen Ansichten in der jap. Gesellschaft
Negativ aufgefallen
  • einige typische Klischees des Genres können nicht übergangen werden
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Rezension vom: 20.12.2003
Kategorie: Othello
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