SplashpagesSplashbooksSplashcomicsSplashgamesComicforumImpressumEntertainweb


In der Datenbank befinden sich derzeit 14.047 Rezensionen. Alle Rezensionen anzeigen...
Rezensionen Splash! Hits Covergalerie Checkliste Gesammelte Leseproben

Comic-Besprechung - Heiligtum Genesis 1

Geschichten:
Heiligtum Genesis 1
Autor: Christophe Bec, Philippe Thirault, Zeichner / Colorist: Stefano Raffaele


Story:
1220 reist ein Bischof, flankiert von deutschen Rittern, nach Syrien, um in einer heidnischen Anlage das dort vermutete Böse zu vernichten. Doch der Plan scheitert. 1934 wird die Stätte durch Zufall wieder durch einen Bauern entdeckt und französische Archäologen machen sich daran das alte Heiligtum auszugraben. Doch auch die Deutschen haben ein Auge auf die Stätte geworfen. Zudem lauert das Böse immer noch.


Meinung:
Die Saga Heiligtum von Christophe Bec ist schon länger abgeschlossen. Doch der neue Zweiteiler macht mit seinem Zusatztitel Genesis schon deutlich, wohin die Reise geht. Es ist nämlich die Vorgeschichte, doch findet dann direkt eine Überraschung statt. Bei dem Begriff "Genesis" hätte man nun wirklich die Entstehung des Heiligtums erwartet und die Schilderung dessen, wie es der antike Stamm geschafft hat, das Ungeheuer festzusetzen. Doch darüber erfährt man hier nichts. Was ziemlich bedauerlich ist. Die ersten Seiten nehmen einen Rückgriff auf den ersten Zyklus vor, indem geschildert wird, wie der Bischof und seine deutschen Ritter das Heiligtum finden und das Böse vernichten wollen. Jeder Leser weiß wie das ausging und was das für Folgen hatte.

Aber anstatt dann die Genesis für dieses Ereignis zu bekommen, was man eigentlich erwartet hätte, bekommt man ein Prequel zu der eigentlichen Serie. Man setzt das Jahr 1934 an, in dem das Heiligtum durch Zufall wiederentdeckt wird und ein Team von französischen Archäologen die Ausgrabung beginnt. Doch schon bald wird das von Deutschen übernommen. Und die Merkwürdigkeiten und Rivalitäten untereinander häufen sich. Das war es auch schon mit der Handlung, die hier sehr übersichtlich bleibt. Zudem hält sich die Spannung etwas in Grenzen da man bei einem Prequel ja weiß, wie das Ende in etwa auszusehen hat, damit es sich in die eigentliche Saga eingliedern und diese vorbereiten kann. Insofern ist da immer der Weg das Ziel und nicht der Ausgang.

Aber dass es hier so lahm daher kommt, ist überraschend im negativen Sinne. Da hat man von Bec nun wahrlich schon bessere Sachen gelesen. Die Charaktere bleiben ziemlich blass und die Motivationen sind mit dem Holzhammer aus dem Baum gehauen, aber die feinen Schnitzereien bleiben aus. Warum erklärt sich der jüdische Professor zur Zusammenarbeit mit den Nazis bereit? Hier wird nur sein Forschungsdrang erwähnt. Was sehr mau ist. Zumindest hätte er in dem Land, die Geschichte spielt in Syrien, gut fliehen können, da es nicht von Deutschen besetzt ist und der Krieg auch noch nicht angefangen hat. Ebenso ist die Rolle des französischen Verräters rein finanziell begründet und die Deutschen folgen nur Befehle, während die Franzosen einfach nur stur und egoistisch sind. Hier ist keiner sympathisch und durch die mangelnde Charakterisierung gehen auch die Konflikte und die persönlichen Veränderungen unter dem Einfluss des Bösen verloren. Dieser Aspekt erinnert im Übrigen auch an die Der Exorzist-Prequels, bei der Mitglieder eines archäologischen Teams vom Bösen heimgesucht werden. Nur weniger spannend. So kann dieser Band einzig von der Atmosphäre leben.

Und diese ist sehr gut gelungen und in schönen düsteren, wenngleich manchmal etwas steifen Zeichnungen eingefangen. Stefano Raffaele macht seinen Job gut und die Mängel sind hier eindeutig im Skript zu suchen. Wobei: auch Raffaele macht Fehler. So sind in einer Szene die im Jahr 1924 spielt schon Wehrmachtsuniformen und Insignien der SS zu sehen, wobei beides zu dem Zeitpunkt noch gar nicht existierte. Ein zu verhindernder Fehler.

Insgesamt ist der Band eine Enttäuschung auf hohem handwerklichem Niveau. Der nächste soll schon den Abschluss des Prequels bilden und man kann gespannt sein, ob man hier inhaltlich noch die Kurve kriegt.


Fazit:
Eine Enttäuschung auf hohem handwerklichem Niveau. Statt einer wirklichen Vorgeschichte bekommt man ein Prequel und weiß dementsprechend wohin alles hinauslaufen wird. Insofern hält sich die Spannung in Grenzen.

Heiligtum Genesis 1 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Heiligtum Genesis 1

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Splitter Verlag

Preis:
€ 14,80

ISBN 10:
3958392156

ISBN 13:
978-3958392151

56 Seiten

Heiligtum Genesis 1 bei Comic Combo Leipzig online bestellen
Positiv aufgefallen
  • Atmosphäre
  • gute Bilder
Negativ aufgefallen
  • flache Charakterisierungen
  • Prequel-Charakter
  • mäßig spannend
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
Keine Bewertung vorhanden
Bewertung
Du kannst diesen Comic hier benoten.

Persönlichen Bookmark setzen für diese Seite
Diese Seite als Bookmark bei Blinklist hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei del.icio.us hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Digg hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Fark hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Furl hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Google Bookmarks hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Mister Wong hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei myYahoo hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Netscape hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Newsvine hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Reddit hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei StumbleUpon hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Technorati hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Yigg hinzufügen  
Oder diesen Dienst benutzen: Social Bookmark Button

Rezension vom: 11.12.2015
Kategorie: Alben
«« Die vorhergehende Rezension
Aldnoah.Zero 03
Die nächste Rezension »»
Bakuman Box 2
Leseprobe
Zu diesem Titel liegt derzeit keine Leseprobe vor. Sie sind Mitarbeiter des Verlags und daran interessiert uns für diesen Titel eine Leseprobe zu schicken? Dann klicken Sie hier...
Das sagen unsere Leser
Zu diesem Titel existieren noch keine Rezensionen unserer Leser.