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Comic-Besprechung - Aldnoah.Zero 03

Geschichten:
Aldnoah Zero 03
Autor, Zeichner: Olympus Knights, Pinakes 
Übersetzung: Rosa Vollmer


Story:
Es sieht schlecht aus für den terranischen Widerstand. Er ist in die Ecke gedrängt und die Versianischen Ritter stehen kurz davor, ihn auszulöschen. Nur ein Wunder kann ihn jetzt noch retten.

Meinung:

Mit Band 3 von "Aldnoah Zero" spitzt das Kreativteam von Olympus Knight und Pinakes die Handlung noch ein Mal zu. Sie lassen viele Konflikte eskalieren und präsentieren einen Cliffhanger, der seinesgleichen sucht. Also alles gut, oder?

Der Kampf gegen den weiblichen Vers-Ritter verläuft alles andere als gut. Das Schiff, auf dem sich der terranische Widerstand befindet, ist schwer beschädigt und muss evakuiert werden. Doch dann geschieht etwas Unerwartetes und es besteht wieder Hoffnung.

Nur gilt das nicht für jeden. Slaine Troyard muss entdecken, dass die Hoffnung fragil ist, als er in die Hände der schlimmsten Person fällt, die es für ihn gibt. Ist das sein Ende?

Es ist in diesem Fall schwergefallen, eine Zusammenfassung der Handlung des dritten Bandes von "Aldnoah.Zero" zu schreiben. Denn es gibt bereits recht früh in dem Manga einige interessante Entwicklungen, die ich möglichst nicht spoilern wollte. Trotzdem will ich versuchen, sie später noch zu kritisieren, was nicht einfach wird.

Im Vergleich zum Vorgängerband ist diese Ausgabe längst nicht so actionreich. Im Gegenteil: Der in Band #2 angefangene Kampf wird nach ungefähr der Hälfte des Umfangs beigelegt und danach stehen die Charaktere im Mittelpunkt des Geschehens. Ist das schlecht? Nein, denn das Kreativteam der Serie nutzt dies, um sich auf die Konsequenzen der Handlung zu konzentrieren. Und dabei verschonen sie den Leser nicht.

Denn sie zeigen, was für Auswirkungen der Krieg hat. Nicht nur körperlich sondern ebenso mental. Es gibt einige Szenen, in denen deutlich wird, wie viele Figuren eine posttraumatische Störung haben, und wie sie damit umgehen. Das führt übrigens zu dem gelungenen Cliffhanger am Ende dieser Ausgabe.

Auch der Kampf gegen die Gräfin Femianne wird hervorragend dargestellt. Denn diese Auseinandersetzung ist für Terraner nicht so einfach zu gewinnen. Im Gegenteil: Sie werden förmlich an die Wand gedrängt und am Ende siegen sie nur, weil sie Hilfe von unerwarteter Seite aus erhalten.

Interessant ist ebenfalls die Entwicklung innerhalb des Adels von Vers. Denn es gibt Dissensen, gegenteilige Meinungen, ob der Angriff auf die Erde auch wirklich eine so gute Idee war. Die Zweifel geschehen auf Grund einer neuen Entdeckung. Doch ehe diese sich verbreiten kann, greift ein Befürworter des Kriegs zu drastischen Mitteln, um diesen weiter fortzuführen. Das wird spannend dargestellt und man darf gespannt sein, wie es in der nächsten Ausgabe mit diesem Handlungsfaden weitergehen wird.

Allerdings wird die Glaubwürdigkeit der Handlung in diesem Band stark strapaziert. An einer Stelle spielt zu sehr der Zufall mit hinein. Zufälligerweise wird etwas Wichtiges entdeckt, was zufälligerweise der passende Ersatz für etwas Wichtiges ist. Zufälligerweise handelt es sich dabei auch noch um etwas von Vers, dass zufälligerweise nur die Prinzessin aktivieren kann. Zufälle gibt es natürlich, aber so gehäuft stört es doch das Lesevergnügen gewaltig.

Ebenfalls wirkt eine bestimmte Auseinandersetzung nicht glaubwürdig. In dem einen Moment greifen zwei Parteien noch zusammen einen gemeinsamen Feind an, nur um nach dessen Ableben sich sofort an die Kehle zu gehen, weil sie sich gegenseitig misstrauen. Hier hat man den Eindruck, dass diese Entwicklung übers Knie gebrochen wurde, weil das Kreativteam einen gewissen Plotstatus herbeiführen wollte.

Und die Arroganz und Überheblichkeit der Vers-Ritter nervt immer noch. Auch wenn dies natürlich nichts Neues ist. Es ist einfach mittlerweile Bestandteil der Serie. Immerhin gibt es in dieser Ausgabe einige Entwicklungen, die für die Zukunft Besserung bieten dürften.

Die Zeichnungen an sich sind immer noch grundsolide. Und sie schaffen es, dass eine Duschszene nicht erotisch, sondern spannend wirkt, in dem sie konsequent die Spannung aufdrehen, was da jetzt bitte passiert.

Trotzdem ist dieser Band immer noch allerhöchstens "Ganz nett", auch wenn es einige Entwicklungen gibt, die vielversprechend sind.


Fazit:
Dieses Mal konzentriert sich das Kreativteam von "Aldnoah Zero" Band 3, Olympus Knight und Pinakes mehr auf die Charaktere, als auf die Action. Das heißt nicht, dass der Band deswegen langweilig ist. Im Gegenteil: In der Story werden wunderbar die Konsequenzen einer solch heftigen Auseinandersetzung gezeigt, sowohl die psychischen als auch die physischen. Der Kampf gegen die versiche Gräfin Femianne verlangt den Widerständlern von Terra alles ab und ist nicht so einfach zu gewinnen. Die Entwicklung innerhalb des Adels von Vers ist interessant und bietet viel Stoff. Leider wird die Glaubwürdigkeit des Plots ein paar Mal stark strapaziert. Und eine bestimmte Auseinandersetzung leidet unter demselben Problem. Von der üblichen Arroganz und Überheblichkeit der Vers-Ritter ganz zu schweigen.

Aldnoah.Zero 03 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Aldnoah.Zero 03

Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Verlag:
Kazé

Preis:
€ 6,95

ISBN 13:
978-2889211470

146 Seiten

Aldnoah.Zero 03 bei Comic Combo Leipzig online bestellen
Positiv aufgefallen
  • Fokus auf die Charaktere
  • Konsequenzen des Krieges werden nicht verheimlicht
  • Einige interessante Entwicklungen werden angestoßen
Negativ aufgefallen
  • Zu viel Zufälle
  • Unglaubwürdige Plottwists
  • Versianer nerven
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Rezension vom: 11.12.2015
Kategorie: Aldnoah Zero
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