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Comic-Besprechung - The Goon Universum 1: Geschichten aus dem The Goon-Universum 1

Geschichten:
The Goon-Universum1: Geschichten aus dem The Goon-Universum 1
(Die schwere Bürde des Gewissens, Die Quittung kriegt der Tod, Die körperlich Entstellten und geistig Verdorbenen)

Autor / Zeichner: Eric Powell, Colorist: Dave Stewart


Story:
Der Goon kommt nicht zur Ruhe. Zunächst nimmt er sich den Gangsterboss Labrazio vor und stört dessen Geschäfte. Was unausweichlich zu einer großen Konfrontation führt. Doch nicht nur Gangster fallen dieser zum Opfer, sondern auch eine Person welche Goon nahe steht. Und diese vertraute vorher noch ein großes Geheimnis ausgerechnet einem Feind von Goon an.


Meinung:
Nach mehreren Einzelbänden von The Goon wird die Fortführung der Serie von Cross Cult in einer limitierten ziegelsteindicken Ausgabe fortgesetzt. Was ein bisschen überrascht. Offensichtlich lief die Reihe nicht so gut als das man mit den Einzelbänden solide kalkulieren konnte, will aber nicht davon lassen und setzt sie nun in einem Format um was man schon von Geschichten aus dem Hellboy-Universum kannte.

Dabei macht der Titel bei Hellboy mehr Sinn, da hier in der Tat Geschichten enthalten sind, die außerhalb der eigentlichen Hellboy-Reihe stehen, aber mit dieser einige Berührungspunkte hat. Wie etwa Lobster Johnson. Aber auch die reguläre Serie von B.U.A.P. wurde regulär in dem dicken Quader fortgesetzt. Ähnlich verhält es sich bei The Goon. Die hier enthaltenden drei Bände (Die schwere Bürde des Gewissens, Die Quittung kriegt der Tod, Die körperlich entstellten und geistig Verdorbenen) sind keine Gastspiele anderer Autoren und Zeichner, sondern die ganz regulären Fortsetzungsgeschichten der eigentlichen Serie.

Wobei der Begriff „Fortsetzungen“ ja etwas übertrieben ist, da Kohärenz bei The Goon nicht immer vorhanden war. Nicht immer bauen die Geschichten aufeinander auf und im Zusammenhang gesehen entsteht hier auch keine voluminöse Saga. Hier steht der Spaß im Vordergrund und jedes Kapitel kann für sich gelesen werden, auch wenn man dann nicht immer manche Charaktere einzuordnen weiß. Nur hier gibt es Verknüpfungen. Aber Mastermind Eric Powell, der immer noch im Alleingang Autor und Zeichner ist und nur von dem genialen Coloristen Dave Stewart unterstützt wird, macht es richtig, indem er eine durchgängige Storyline verweigert. Tim Seeley etwa führte die bei Hack/ Slash ein, was zu einer deutlichen Verminderung des Spaßes führte, weil die Radikalität und der Witz abnahmen. Bei The Goon ist das nicht der Fall und hier ist alles möglich, weil schon von vornherein alles absurd ist. In der Stadt in der The Goon lebt, geben sich Zombies, Vampire, Werhunde, Harpyien, versoffene Riesenspinnen, Gorillas auf Dreirädern, Hexer, Sumpfmonster, verzogene Kinder und viele andere die Klinke in die Hand und alle Dramaturgie beschränkt sich oft darauf die nächste Keilerei oder den nächsten Gag vorzubereiten. Der Goon bleibt dabei der Protoptyp eines dumpfen Schlägers und halbwegs eindimensional. Auch wenn er hier wieder von seinem Liebeskummer eingeholt wird und eine sehr dramatische Erfahrung durchmachen muss. Dabei ist noch nicht einmal von seinem Geburtstag die Rede, aber der Schläger sinkt in eine Depression ab, was allerdings wieder zu einer der witzigsten Szenen des gesamten Bandes führt, wenn ihn Kinder betrunken machen um ihn dazu zu bewegen ein Monster zu bekämpfen. Es gibt sogar ein Kapitel gänzlich ohne Dialog und auch Nebenfiguren bekommen hier eine eigenständige Mini-Serie was dann wieder dem Titel Geschichten aus dem Universum Recht gibt.

Auffällig ist vor allem die zeichnerische Reife von Eric Powell die man von Veröffentlichung zu Veröffentlichung verfolgen konnte. Von den eher kantigen obskuren und unbeholfenen Strichen der ersten Bände nun zu einem etwas glatteren aber nichtsdestoweniger cartoonartigen Stil der hervorragend allein durch die Körperhaltung Emotionen ausdrückt, dafür kaum Dialog braucht und von einer unbändigen Fantasie voller popkultureller Zitate nur so strotzt.

Fans sollten sich jedenfalls den Band nicht entgehen lassen, denn manche bisherigen Charaktere erleiden hier ihr endgültiges Schicksal. Aber für Gelegenheitsleser ist das Format mit dem damit verbundenen Preis und der Limitierung ungeeignet. Man kann nur hoffen, das der Regisseur David Fincher (Sieben, Fight Club), der schon seit Jahren eine Umsetzung von The Goon als Kinofilm plant, den Geist dieser Reihe, die immerhin fünf Eisner-Awards gewann, beibehalten kann.

Fazit:
Der Spaß steht bei dieser Serie im Vordergrund. Und den bekommt man auch. Die Fortsetzung der regulären Reihe strotzt nur wieder so von Gags, absurden Einfällen, kann aber auch dramatische Wendungen nehmen.

The Goon Universum 1: Geschichten aus dem The Goon-Universum 1  - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

The Goon Universum 1: Geschichten aus dem The Goon-Universum 1

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Cross Cult

Preis:
€ 50,00

ISBN 10:
3864258111

ISBN 13:
9783864258114

408 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Witz und Dramatik
  • Absurditäten
  • Anspielungen
  • Farbgebung
Negativ aufgefallen
  • Kohärenz nicht immer gegeben
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Rezension vom: 07.12.2015
Kategorie: The Goon
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