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Comic-Besprechung - Death Experience 2: Der himmlische Friedhof

Geschichten:
Death Experience 2: Der himmlische Friedhof
Autor: Denis Bajram, Valerie Mangin, Zeichner / Colorist: Jean-Michel Ponzio


Story:
Das Forschungsteam welche die Schwelle des Todes erforscht, steckt in Schwierigkeiten. Das Schiff funktioniert nicht mehr, da die Schaltkreise eingefroren sind. Da die Zeit außerhalb anders vergeht kann man nicht auf Rettung von der Kontrollmannschaft hoffen. Letztendlich werden alle Teilnehmer mit ihrem Innersten konfrontiert.


Meinung:
Die Serie Death Experience lebt von ihrer Grundidee. Ein Team von Wissenschaftlern will herausfinden was an der Schwelle des Todes geschieht und entwickelt mit Hilfe von einer Technik welche Tachyonen nutzt eine Art Raumschiff welches der Seele eines Sterbenden folgen kann. Natürlich ist diese Methode durchaus absurd und unglaubwürdig. Geschickterweise wird auch auf wissenschaftliche Fakten bezüglich dieser Technik verzichtet, sondern alles als gegeben hingestellt. Es wird hier nicht spekuliert oder der Versuchsaufbau im Detail beschrieben, da man sich so angreifbar gemacht hätte. Aber das Forschungsthema an sich fasziniert den Menschen seit er ein Bewusstsein erlangt hat. Der Tod, der Umgang mit ihm und die Überlegung was wohl nach dem Sterben geschieht ist eine Quelle für alle Religionen die sich jemals gebildet haben. Alle haben eine Jenseitsvorstellung und im besten Falle auch eine Belohnung für diejenigen welche während ihrer Zeit auf Erden gelitten haben oder ein gutes Leben geführt hatten.

Zu diesem Thema der Nahtoderfahrung und was nach dem Tod geschieht gibt es bis heute keine gesicherten Antworten. Nur Theorien und Thesen die immer auch vom kulturellen Hintergrund und Glauben und Einstellungen der jeweiligen Wissenschaftler abhängig sind. Wer etwa im naturwissenschaftlichen Denken so verhaftet ist, das er alles andere ausschließt (und nicht mal in Betracht zieht), sieht in den Nahtoderfahrungen nur ein Chaos von Chemie, was dadurch ausgelöst wird, das das Gehirn nicht mehr ausreichend mit Blut und damit Sauerstoff versorgt wird. Das ist eine Möglichkeit, aber nicht gesichert, weil es neben den Ähnlichkeiten in den Beschreibungen Betroffener auch immer wieder zentrale Unterschiede gibt.

Es gibt also keine Antworten und es ist lobenswert, das sich die Autoren der Comicserie auch nicht anmaßen irgendetwas beantworten zu können. Sie spekulieren, sie tragen zusammen und bilden dieses ab. Sie regen zum Nachdenken an und bieten faszinierende Gedankenspiele. Manchmal wird die Erzählung schon fast zu assoziativ so das man manchmal stolpert und sich fragt ob man wirklich durchsteigt und das versteht was man gerade sieht und liest. Aber auch das hat etwas Faszinierendes. Denn das Thema verbietet es geradezu eine geradlinige Dramaturgie einzurichten. Was nicht heißen soll, das hier keine Spannung vorläge. Ganz im Gegenteil. Vom ersten Panel an ist man gefesselt und will wissen es weitergehen mag.

Auffällig ist die stark individualistisch geprägte Sichtweise. Als die Mannschaft des Schiffes in einen zentralen Bereich gerät, ist alles was sie sehen eher eine Spiegelung des eigenen Ich, ihrer Vorstellungen, Hoffnungen, Träume und Wünsche. Aber auch der Ängste. Was das generell aussagt ist diskussionswürdig, scheint es doch den Fakt mit der Gehirnchemie zu bestätigen. Aber eben auch die Befürchtung, dass die Hoffnungen und Wünsche was hinter der Schwelle des Todes liegt nicht das ist, was sie erwarten. Und das, was sie nun sehen scheint einzig die Verkörperung ihrer Angst zu sein. Alles ist offen und die Sichtweisen und Glaubensmuster des jeweiligen Lesers oder Leserin werden hier zwangsläufig ein anderes Interpretationsmuster ergeben.

In gewohnt klaren, dunkel gehaltenen Bildern wird dieses spannende und ungewöhnliche Abenteuer  also zu einem Abschluss gebracht. Aber alles kulminiert in einem gänzlich unerwarteten Ende was durchaus Optionen für künftige Bände offen lässt. Stark.


Fazit:
Antworten werden nicht gegeben. Somit wird der Leser zum Nachdenken angeregt und sieht sich vom ersten Moment an gefesselt. So absurd manches auch sein mag, ist es doch spannend, philosophisch ohne belehrend zu sein und sehr überraschend.

Death Experience 2: Der himmlische Friedhof - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Death Experience 2: Der himmlische Friedhof

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Splitter Verlag

Preis:
€ 14,80

ISBN 10:
3958390285

ISBN 13:
978-3958390287

56 Seiten

Death Experience 2: Der himmlische Friedhof bei Comic Combo Leipzig online bestellen
Positiv aufgefallen
  • Grundidee
  • Anregungen zum Nachdenken
  • überraschende Wendungen
Negativ aufgefallen
  • manch absurdes
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Rezension vom: 27.11.2015
Kategorie: Alben
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