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Comic-Besprechung - Tex: Der letzte Rebell

Geschichten:
Tex: Der letzte Rebell
Autor: Claudio Nizzi, Zeichner / Colorist: Colin Wilson


Story:
Immer wieder werden Einrichtungen der US-Armee überfallen. Man befürchtet eine Revolte ehemaliger Soldaten der besiegten Südstaaten. Tex wird gebeten zu helfen und geht inkognito in ein Militärgefängnis um dort das Vertrauen eines Bandenmitgliedes zu erlangen. Doch sein Gegner stellt sich als mächtiger heraus als gedacht.


Meinung:
Eigentlich ist es kein Wunder das mit dem Start des Albenprogramms bei Panini auch die altehrwürdige Serie Tex dabei ist. Schließlich sitzt nicht nur das Stammhaus von Panini in Italien, sondern die Westernserie ist eine der langlebigsten Comicreihen des Landes. Jeder der sich auch nur entfernt mal mit Comics im südlichen Europa beschäftigt hat, dürfte mal über die Serie gestolpert sein. Tex erscheint sage und schreibe schon seit 1948 und ist eine der wenigen Produkte die der Krise am Kiosk überstanden hat welche zur Einstellung vieler Serien geführt hatte. Allein der Stammzeichner brachte es auf über 400 Ausgaben. Im Grunde ist es mehr oder weniger erstaunlich, dass sein Erscheinen in Deutschland bislang eher unbemerkt vonstattenging. Allerdings sind durchaus schon Geschichten von Tex erschienen. Bereits 1971 versuchte sich der BSV an dem Helden. 2002 bis 2004 erschienen dann einige Bände bei Kult und seit 2000 hat Tex seine Heimat beim Comic Club Hannover. Angesichts der verschiedenen Verlage und der langen Veröffentlichungsgeschichte stellt sich natürlich die Frage wie es nun dem Leser gelingen soll hier einen Einstieg zu finden.

Panini hat das geschickt gelöst. Denn immer wieder gibt es bei Tex Sonderausgaben die nicht in die Kontinuität gehören, sondern abgeschlossene Geschichten von Gastzeichnern veröffentlichen. Der vorliegende Band ist ein solcher und wurde von Colin Wilson realisiert den die meisten von den Jugendabenteuern des Leutnants Blueberry kennen dürften. Ähnlich wie Blueberry ist auch Tex eher den klassischen amerikanischen Edelwestern der 1950er Jahre nachempfunden. Der Held sperrt sich lange gegen die unausweichliche Gewalt und schießt nur wenn er wirklich muss und es nötig ist. Tex treibt das sogar auf die Spitze da er die Motivation der Schurken nachvollziehen kann und tötet sie am Ende nicht, sondern feuert nur auf deren Pferde. Das ist meilenweit entfernt von den brutalen, düsteren und zynischen Serien wie Durango und Bouncer. Ironischerweise sind diese beiden belgisch-französischen Serien dem filmischen Italowestern nachempfunden, wohingegen die italienische Comicserie sich sehr an den klassischen amerikanischen (Film-)Western orientiert.

Auch wenn der Band in der Hinsicht etwas betulich daher kommt und etwas altmodisch wirkt, so besitzt er doch ein hohes Tempo, was vor allem durch die klassisch filmische Panelaufteilung gelingt. Oft gibt es eine Schuss-Gegenschuss-Technik. Man sieht direkt das Resultat einer Handlung und immer wieder wechselt die Perspektive indem bei Dialogen etwa das jeweilige Gegenüber gezeigt wird. Zudem wird auf einen Off-Kommentar weitestgehend verzichtet was sehr angenehm ist und es dem Zeichner überlässt die Handlung voranzutreiben, was alles sehr dynamisch macht.

Die Spannung erwächst weniger aus der Handlung an sich, die doch recht übersichtlich bleibt, sondern daraus wie sich der Held der jeweiligen Lage anpassen wird und wie er reagiert. Dabei bleibt der Charakter erstaunlicherweise recht blass und besitzt zumindest in diesem Band keine sonderlich starken Ecken und Kanten. Einzig seine Sympathie gegenüber seinen Gegner überrascht. Bedauerlich ist nur, dass bei den großflächigen Panels nicht mehr Details eingebaut worden sind, was sie verdient hätten. Auch ist die Panelanordnung recht starr. Aber hier hat Wilson, wie in den Extras angemerkt wird, Konzessionen an das Format des Kioskheftes gemacht und diesem zeichnerischen Tribut gezollt.


Fazit:
Eine klassische Westernserie findet ihren Weg nach Deutschland. Dabei wirkt sie trotz aller Dynamik doch sehr altmodisch. Wer den klassischen gediegenen Western mag ist hier goldrichtig.

Tex: Der letzte Rebell - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Tex: Der letzte Rebell

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Paninicomics

Preis:
€ 29,99

ISBN 10:
3957983924

ISBN 13:
978-3957983923

240 Seiten

Positiv aufgefallen
  • hohes Tempo
  • zechnerische Dynamik
  • Spannung aus Verhalten der Figuren
Negativ aufgefallen
  • betulich und etwas altmodisch
  • Raum für Details nicht genutzt
  • Handlung etwas übersichtlich
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
2.5
(2 Stimmen)
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Rezension vom: 23.10.2015
Kategorie: Rezensionen
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