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Comic-Besprechung - The Mastermind Files 01

Geschichten:
The Mastermind Files 01:
Story: Kazuo Gomie, Art: Yoshiki Tanaka, Szenario: Mitsuhiro Mizuno


Story:
Kei ist 17 Jahre alt und geht auf die Highschool. Er hat eine besondere Gabe. Denn er verfügt über einen implantierten Supercomputer, der ihn ultraintelligent macht. Und so nutzt er seinen Verstand dafür, Verbrechen zu klären, die für die Polizei nicht zu lösen sind.

Meinung:
Highschool-Schüler, die Verbrechen lösen? Zugegeben, so wahnsinnig neu ist das Grundprinzip von "The Mastermind Files" nicht. Umso interessanter wäre natürlich die Frage, was sich das Kreativteam, bestehend aus den Autoren Kazuo Goto (Story) und Mitsuhiro Mizuno (Szenario) und dem Künstler Yoshiki Tananka hat einfallen lassen.

Es ist die erste Zusammenarbeit dieser drei Japaner. Und gleichzeitig auch, soweit es sich feststellen ließ, das Debut von Kazuo Goto. Sein Kollege Mitsuhiro Mizuno hat den Manga "Chiisai Hito" geschrieben, während Yoshiki Tananka unter anderem die Mangas "Valkyria" und "Shinobugusa"" gezeichnet hat. Alle Titel sind nie in Deutschland herausgekommen.

"The Mastermind Files" erscheint immer noch in Japan. Bislang sind von EMA vier Ausgaben geplant, wobei der zweite Band erst im August herauskommen wird.

Als Kei Kazoka noch ein kleiner Junge war, befiel ihn eine unbekannte Krankheit, die nicht heilbar war. Um sein Leben zu retten, setzte sein Vater, ein Wissenschaftler, ihm einen Supercomputer ein, der seiner Zeit weit voraus war. Die Operation war ein voller Erfolg und er überlebte. Jetzt, mit 17 Jahren geht er auf die Highschool und ist Mitglied des "Mystery-Forschungsklub". Neben ihm ist die liebreizende Maori Kinoshita und der sehr beleibte Clubpräsident Kaname Tadokoro.

Kei assistiert der Polizei bei merkwürdigen Fällen. Mal geht es um einen Musiker, der durch seine Musik zu Tode gekommen ist. Ein anderes Mal geht es um spontane Selbstverbrennung. Eines ist allen gemein: Kei lässt nicht locker, bis er das Rätsel gelöst hat.

Selbstverbrennung und tödliche Musik? Das lässt das Herz eines jeden Mystery-Fans höher schlagen. Allerdings ist das Endergebnis nicht so überzeugend.

Man hat das Gefühl, das das Kreativteam nie so richtig wusste, was es jetzt mit seinem Manga machen möchte. Will es einen Kriminalmanga mit mysteriösen Untertönen machen? Will es eine Comedy sein? Irgendwie hat man den Eindruck, dass der »The Mastermind Files« zwischen allen Stühlen sitzt. Er versucht es jedem recht zu machen, doch das Ergebnis kann nicht überzeugen.

Dabei sind die Ansätze durchaus positiv. Die Fälle werden spannend und abwechslungsreich inszeniert. Und so lange man über einige Merkwürdigkeiten hinwegsieht, wie zum Beispiel, das Kei eine CD lesen kann, einfach in dem Er sie anguckt und mit seinem Supercomputer analysiert, macht die Geschichte sogar Spaß!

Selbstverständlich ist die Story irreal! Natürlich sind die Fähigkeiten von Kei Kazoka nicht logisch nachvollziehbar. Doch wenn man jetzt anfängt, den Manga auf Logik abzuklopfen, wird man schnell das Vergnügen am Lesen verlieren.

Für Humor sorgen vor allem die beiden Polizisten, mit denen Kei und die ihn ständig begleitende Maori Kinoshita zu tun haben. Hauptkomissar Shigemi Nikaido ist der ernste, der volles Vertrauen in die Fähigkeit von Kei Kazoko hat. Derweil Komissar Hiroshi Szuomori die wildesten Theorien hat und alles versucht, um den Fall selber zu lösen. Und dabei wiederholt daneben liegt und von seinem Vorgesetzten gebremst werden muss. Die Eskapaden dieses Duos sind ein steter Quell für einige Schmunzler und Lacher.

Allerdings sind sie auch gleichzeitig das Symptom für ein Problem des Mangas. Denn nahezu alle Figuren sind im Grunde nichts anderes als Stichwortgeber für Kei, damit er in der Ermittlung des Falls weiterkommt. Besonders extrem trifft es dabei Maori Kinoshita. Fast wirklich jeder Satz von ihr endet mit einem Fragezeichen. Und sie darf wiederholt naiv und schon fast dümmlich wirken. Diese Charakterisierung wirkt heutzutage veraltet und passt nicht.

Auch was die Auflösung der Fälle angeht, enttäuscht der Manga. Denn am man merkt, dass das Kreativteam die jeweilige Lösung sich erst am Ende ausgedacht hat und sich so jede Menge komplexe Handlungsweisen haben einfallen lassen müssen, um alles erklären zu können. Und das nur, damit es zum Vorfinden der jeweiligen Leichen passt.

Die Zeichnungen von Yoshiki Tananka sind so weit in Ordnung. Allerdings merkt man bei der Darstellung von Maori, dass er früher einige Ecchi-Mangas gezeichnet hat. Sie wirkt mehr wie ein Eye Candy, was sie im Vergleich zu den anderen Charakteren natürlich nur noch mehr herabsetzt. Jedes Mal werden ihre wohlgeformten Rundungen in Szene gesetzt, ohne dass es zweideutig wirkt, wie in dem eben genannten Genre. Nur einmal blitzt kurz ein Höschen auf, doch das ist dann eine Ausnahme.

Am Ende ist "The Mastermind Files 1" nur Durchschnitt.


Fazit:
Wenn man »The Mastermind Files« liest, kann man sich des Eindrucks nicht verwehren, dass das Autorenteam irgendwie zwischen allen Stühlen sitzt. Die Geschichten lesen sich zwar recht nett, wenn man die mannigfaltigen Fähigkeiten von Kei akzeptiert. Auch der Humor, entstehend aus dem Polizistenteam, dass den Protagonisten bei den Fällen begleitet, gefällt. Allerdings sind alle Charaktere im Grunde nichts anderes, als bessere Stichwortgeber für Kei. Was man besonders bei Maori Kinoshita merkt, die im Prinzip nur ein hübsches Anhängsel ist, nicht mehr. Das wird durch die Zeichnungen von Yoshiki Tananka noch mehr verstärkt.

The Mastermind Files 01 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

The Mastermind Files 01

Autor der Besprechung:
Götz Piesbergen

Verlag:
Egmont Manga

Preis:
€ 6,50

ISBN 13:
978-3770486243

192 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Nette Geschichten
  • Schöner Humor
Negativ aufgefallen
  • Alle Charaktere sind nur Stichwortgeber für Hauptcharaktere Kei
  • Maori Kinoshita nur ein hübsches Anhängsel
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Rezension vom: 19.08.2015
Kategorie: The Mastermind Files
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