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Comic-Besprechung - Saga 4: Saga 4

Geschichten:
Saga 4 (Saga Volume 4)
Autor: Brian K. Vaughan, Zeichner / Colorist: Fiona Staples


Story:
Alana, Marko und Hazel haben mitsamt Markos Mutter und dem Geisterbabysitter Zuflucht auf einem Planeten gesucht und versuchen ein geregeltes Leben aufzubauen. Während Marko den Hausmann gibt, tritt Alana als Darstellerin in einer Soap auf. Als jedoch auf dem Robotplaneten ein Revolutionär seine Revolte beginnt, hat das auch starke Auswirkungen auf die Familie, die sich zudem gerade in einer Krise befindet.


Dieser Comic wurde mit dem Splash-Hit ausgezeichnet Meinung:
Mit Saga geht eine der besten derzeitigen Serien in die nächste Runde und lässt kein bisschen nach. Das fängt schon mit einem mutigen ersten Bild in diesem Band an, das manche als obszön empfinden dürften, aber doch typisch für so manches ist, was die Serie von Starautor Brian K. Vaughan ausmacht.

Gezeigt wird wie ein Baby gerade den Mutterleib verlässt. Man sieht den Kopf wie er aus der weiblichen Scheide auftaucht umgeben von Blut. Das dürfte gerade in den puritanischen USA ein kleiner Aufreger gewesen sein. Aber es macht gleichzeitig deutlich wie sehr sich diese Serie von anderen unterscheidet. Die hier gerade werdende Mutter ist nämlich die Robotprinzessin und ihr Blut ist blau. Was zu ihrem Adel passt und damit gleichzeitig eine kleine satirische Spitze ist. Der Clou geht aber noch weiter: wie bekannt haben hier die Roboter Fernseher als Köpfe und was sieht man bei dem noch nicht ganz geborenen auf dem Bildschirm? Ein Testbild. Es ist schräg, satirisch, lustig, provokant. Alles in einem Bild und symbolisiert gleichzeitig weitere Themen der Serie: Liebe (die zur Geburt von Kindern führt), Blut (hier die Geburt, aber auch sonst geht es manchmal durchaus gewalttätig zu), Eros und Thanatos, der Kreislauf von Leben und Tod.

Überhaupt sind es hier die zeichnerischen Details von Fiona Staples welche den großen Charme und den Witz ausmachen, wenn etwa der König Robot das erste Mal auftaucht, mit einem riesigen Panoramaflatscreenfernseher als Kopf und als Zepter eine Fernbedienung (!), oder wenn sich die Emotionen der Roboter in ihrem Bildschirm spiegeln.

Inhaltlich gibt es manche Wendungen die jetzt schon den nächsten Teil sehnsüchtig erwarten lassen. Wozu auch der Soapanteil ordentlich beiträgt. Denn die Ehe der beiden Hauptfiguren gerät in eine Krise. Marko als Hausmann kann mit sich nicht sonderlich viel anfangen und gerät in erotische Verlockung. Wohingegen Alana in den Sog von Drogen gerät. So wird der reine Soapanteil erheblich dramatisch verstärkt und ist dementsprechend sehr mitreißend. Aber es gibt auch gehörige satirische Elemente, vor allem auf das TV mit seinen Soap Operas, deren Mechanismen hier auf eine Metaebene gehoben werden, weil sie hier eben auch als Space Opera in Form eines Comics präsentiert werden.

Aber man kann beruhigt sein: auch Action kommt vor, die durchaus verstörend ist. Da Liebe und Soap ein zentraler Bestandteil sind, ist es immer wieder aufschreckend, dass die Gewalt sehr blutig ausfällt und auch manche Körperteile weggeschossen werden. In diesem Teil ist das aber auch mit einem Hauch Sozialkritik verbunden, da ein Revolutionär seine persönliche Rache zu einer gesellschaftlichen Umwälzung machen will. Und am Ende fliesst alles ineinander und sorgt für manche neue Konstellationen.

Das Gesamtbild der Serie legt sich dabei komplett auf die Figuren, schafft es aber gekonnt, deren Entwicklung eng in die Handlung einzubetten, indem alle Ereignisse Konsequenzen haben, die sich dann wieder auf neue Handlungen ausweiten. Stark.

Fazit:
Ein starker Band, der ein gehöriges Tempo vorlegt und doch sehr auf die Emotionen der Hauptfiguren eingeht und langfristiges dramatisches Potential bietet. Aber auch der Witz und satirische Spitzen kommen nicht zu kurz.

Saga 4: Saga 4  - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Saga 4: Saga 4

Autor der Besprechung:
Jons Marek Schiemann

Verlag:
Cross Cult

Preis:
€ 22,00

ISBN 10:
3864251907

ISBN 13:
9783864251900

160 Seiten

Positiv aufgefallen
  • Story
  • Satire
  • emotionale Entwicklungen der Figuren
  • Ideenreichtum
Negativ aufgefallen
Die Bewertung unserer Leser für diesen Comic
Bewertung:
1
(2 Stimmen)
Bewertung
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Rezension vom: 08.08.2015
Kategorie: Alben
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